Airlines: Irrungen und Wirrungen rund um die Gepäckgebühren
Von: pf.e.
Beim Kauf eines Flugtickets ist dem Reisenden oft schleierhaft, wie sich der Gesamtpreis zusammensetzt. Dies gilt vor allem für die unterschiedlichen Gepäcktarife der einzelnen Airlines. Zumindest etwas Licht ins Dunkel kann folgender Überblick bringen.
Billigflieger
Mit den sogenannten Billig-Airlines kann man sein eigenes Gewicht zwar günstig von A nach B befördern, doch jedes Gepäckstück kann dem Fluggast teuer zu stehen kommen.
Easyjet: Für das erste Gepäckstück sind 11 bis 22 Euro zu bezahlen.
Germanwings: Für das erste Gepäckstück sind 8 bis 20 Euro zu bezahlen.
Ryanair: Für das erste Gepäckstücke sind 15 bis 35 Euro zu bezahlen.
Hier muss angemerkt werden, dass diese Gebühren nur bei bereits bei der Buchung erfolgten Anmeldung des Gepäcks gelten; checkt man seinen Koffer oder Reisetasche erst am Abflugort ein, kommt man in den Genuss, den doppelten Preis zu zahlen.
Auch andere Airlines ziehen nach, so muss man beispielsweise ab dem 1. Mai auch bei Air Berlin für einen Golfbag pro Person und Strecke zwischen 25 bis 40 Euro extra berappen. Wahrscheinlich werden künftig wohl auch Linienflieger mithilfe dieser neuen Preisgestaltung, ihren Kunden bereits für das erste Gepäckstück Geld aus der Tasche ziehen. Gewichtslimits
Auch in Bezug auf die Gewichtsgrenzen gibt es bei den Airlines keine wirklich einheitliche Linie. In der Regel gilt jedoch für den Holzklasse-Reisenden, dass sein Gepäckstück zwischen 15 und 20 Kilogramm wiegen darf.
Mehr auf die Waage bringen dürfen natürlich Business-, First-Class- oder Vielflieger-Passagiere. Bei Thai Airways darf der gut situierte Fluggast mit der „Royal-Orchid-Plus-Golden-Card" in der ebenso wohlklingenden „Royal First Class" sogar bis zu 60 Kilogramm mitführen. In Anbetracht dessen erscheint das Angebot von Air Berlin oder Condor an Langzeiturlauber fast ein bisschen schäbig: Wer über 29 Tage verreist, kann nämlich statt mit 20 mit bis zu 30 Kilogramm Gepäck in der Luft unterwegs sein. Manche Airlines bieten einen Bonus für das Handgepäck – in der Regel fünf oder sechs Kilo.
Teures Übergewicht
Übergepäck kann besonders stark zu Buche schlagen: So verlangt British Airways für Gepäck über 23 bis 32 Kilogramm etwa 35 Euro, US Airways gar 50 Dollar und zwischen 32 und 45 Kilogramm unschlagbare 100 Dollar.
TUIfly und Sun Express gehen noch einen Schritt weiter und stellen einen „Kilopreis" für das Übergepäck von acht Euro pro Strecke in Rechnung.
Das Gepäck der Kleinen
Auch Kleinkinder an Bord haben Gepäck – die Richtlinien dafür unterscheiden sich jedoch von Airline zu Airline: Während bei Sun Express, Air France oder Cathay Pacific pro Kind 10 Kilo frei sind, werden Kleinkinder bei Condor, Air Berlin, American Airlines, TUIfly und British Airways in Bezug auf das Gepäck wie Erwachsene behandelt.
Fazit:
Vor dem Buchen des nächsten Flugtickets sollte nicht nur auf den Ticketpreis, sondern auch auf die zusätzlichen Kosten für das Gepäck ein eingehender Blick geworfen werden – ein Diätplan für das Reisegepäck kann dabei prinzipiell nicht schaden!
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