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05.06.2010

EasyJet testet Detektoren für Vulkanasche

Kategorie: Flug News
Von: if

EasyJet will mit Infrarotsendern an seinen Flugzeugen künftig Vulkanasche in der Luft aufspüren - in einem Radius von 160 Kilometern. Schon Ende dieses Jahres könnte die neue Technologie einsatzbereit sein.

EasyJet Vulkanasche

EasyJets sollen Vulkanasche aufspüren und ausweichen

EasyJet zieht  Konsequenzen  aus dem mehrwöchigen Vulkanasche-Chaos im europäischen Luftraum im April und Mai diesen Jahres. Der britische Billigflieger will seine Flugzeuge mit speziellen Detektoren ausstatten. Die mit Infrarotstrahlen arbeitenden Geräte sollen an der Heckflosse der Maschinen angebracht werden und Asche in einem Radius von 160 Kilometern aufspüren.

Die Airline hofft, dadurch künftig Flugverbote wie nach dem Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull zu vermeiden. Easyjet will 1,2 Millionen Euro in die Entwicklung der Technologie investieren. Bis Jahresende sollen zwölf Flugzeuge über ein solches Radargerät verfügen.

Easyjet plant bei positivem Testverlauf, die Technologie an eigenen Flugzeugen zu erproben. Ziel ist es, genügend Flugzeuge damit auszustatten, um zukünftige Betriebsstörungen durch Asche zu minimieren.

Nach dem Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull Mitte April waren in zahlreichen europäischen Ländern Flugverbote verhängt worden. Dadurch erlitten Easyjet und die andren europäischen Airlines nach eigenen Angaben Verluste von mehreren hundert Millionen Euro. Einige Fluggesellschaften haben eine Klage gegen die Flugaufsichtsbehörden mehrerer Länder angekündigt. Außerdem fordern sie Schadensersatz. Die Pionierarbeit von EasyJet könnte auch für die von der Vulkanaschekrise arg gebeutelten deutschen Fluglinien  AirBerlin und Lufthansa von Interesse sein, die zu den stärksten Kritikern des damaligen Flugverbots gehörten.

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