Schnellerer Checkin: Schluss mit langen Wartezeiten am Flughafen?
Von: if
Neue Technik und Biometrie sollen in Zukunft Warteschlangen am Airport deutlich reduzieren und die Sicherheit erhöhen.
Jeder Flugpassagier kennt das: das Warten in der Schlange, wiederholtes Herauskramen der Papiere und Reisedokumente, bis man endlich an seinem Gate angekommen ist bzw. im Flugzeug sitzt – diese umständlichen Prozeduren nerven. Dabei erhöht sich die Zahl der Reisenden im Luftverkehr ständig: 2010 starteten beispielsweise 71 Millionen Passagiere von deutschen Airports ins Ausland – das sind 5,7% mehr als 2009. Das führt natürlich auch zu längeren Warteschlangen und mehr Stress am Flughafen. Auch das seit 2006 eingeführte Flüssigkeitsverbot und die daraus resultierenden Kontrollen des Handgepäcks verzögern die Abfertigung der Passagiere. Die EU-Transportkommission will Reisenden künftig jedoch das Leben leichter machen: So soll ab 2013 das Flüssigkeitsverbot völlig abgeschafft werden, bereits vorher soll es teilweise gelockert werden.
Außerdem werden Technik und Biometrie künftig vermehrt verwendet, um Abläufe am Flughafen zu beschleunigen: Zum Teil gelingt das bereits am Frankfurter Flughafen, wo ein Verfahren mit der Bezeichnung AGB eingesetzt wird; dabei handelt es sich um die automatische, biometriegestützte Grenzkontrolle. Diese Methode kommt vor allem Vielfliegern, die nicht gerne in der Schlange stehen, entgegen – allerdings muss sich der Fluggast von der Bundespolizei registrieren lassen; anschließend kann der Weg im Airport zum Flugzeug oder retour bequem an Lesegeräten für Ausweis- und Biometriekennung vorbei zurückgelegt werden, ohne ständig Reisedokumente vorweisen zu müssen.
Zudem soll am Frankfurter Flughafen ab Sommer 2012 – nach Eröffnung des neuen Flugsteigs A Plus/Terminal 1 – ein neuer „Passagierprozess“ ermöglicht werden. Ziel ist es, die Anzahl der Kontrollen auf dem Weg in die Maschine deutlich zu reduzieren; dafür sind biometrische Daten notwendig. Der einzige Stopp, bei dem Reisedokumente vorgewiesen werden müssen, wäre dann beim Check-In. Anschließend könnten Passagiere durch Gesichtserkennung oder Fingerauflegen an automatisierten Schleusen identifiziert werden. Technisch ist das bereits möglich, doch gesetzliche Regelungen sind noch nicht festgelegt – ob die Maßnahmen außerdem auch allen Reisenden behagen, ist nicht sicher: Es müssten – im Sinne des Datenschutzes – auf jeden Fall die gespeicherten biometrischen Informationen nach dem Abflug gelöscht werden. Voraussetzung ist außerdem ein biometrischer Reisepass, den ein großer Teil der EU- sowie Nicht-EU-Bürger jedoch noch nicht besitzt. Eines steht allerdings fest: Die Wartezeiten am Flughafen würden sich garantiert deutlich verkürzen.
www.ab-in-den-urlaub.de
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