Unruhen in England: Auswärtiges Amt gibt erste Reisewarnung
Von: h.i.
Wegen der Eskalation der Unruhen in London und weiteren englischen Großstädten gibt es jetzt auf der Website des deutschen Auswärtigen Amtes eine erste vorsichtige Warnung vor dem Besuch bestimmter Stadtbezirke in London.
Auch wenn das Außenministerium die Warnung als "aktuelle Hinweise" verkleidet, so ist der Tenor doch klar: Man möge von Besuchen in Londons Randale-Vororten zurzeit absehen:
"Seit dem 5.8.2011 kam es in London in einigen Stadtvierteln zu gewalttätigen Ausschreitungen. Dabei wurden Häuser und Fahrzeuge in Brand gesetzt sowie Geschäfte geplündert. Auch aus Bristol, Birmingham und Liverpool werden gewalttätige Unruhen gemeldet. In London waren bislang insbesondere die Stadtteile Tottenham, Brixton, Lewisham, Peckham, Hackney, Croydon, Clapham, Ealing und Enfield betroffen. Inwiefern sich dies auf andere Stadteile Londons oder andere Städte im Lande ausdehnt, ist derzeit nicht absehbar. Reisenden wird geraten, besondere Vorsicht walten zu lassen, sich bei Anzeichen von Ausschreitungen sofort zurückzuziehen und den Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge zu leisten. Reisende sollten sich ferner durch die Medien über die aktuelle Entwicklung informieren und ihr Verhalten vor Ort entsprechend anpassen."
Quelle: Auswärtiges Amt
Wer glaubt, es könne seine anstehende London-Reise auf der Basis solcher Warnung kostenfrei stornieren, befindet sich leider im Irrtum.
Die Reiseveranstalter weisen - bislang zu Recht - darauf hin, dass touristische Ziele von den Unruhen nicht betroffen seien und das Alttagsleben in den Touristengegenden der britischen Metropole weitgehend unbeeinträchtig verlaufe.
Bleibt abzuwarten, wie die Entwicklung weitergeht. Die britische Regierung scheint jedenfalls wild entschlossen, dem bösen Spuk ein schnelles Ende zu bereiten und hat deshalb das Polizeiaufgebot verdreifacht.
Nichtdestotrotz und gerade als Folge davon wurde die ersten Fußballspiele in London abgesagt, u.a. das Länderspiel zwischen England und Holland, das am Mittwochabend geplant war.
Insgesamt hat es ca. 500 Festnahmen gegeben und - den ersten Toten.
www.ab-in-den-urlaub.de
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