Malaga Sightseeing - Sehenswürdigkeiten in Malaga

Blick auf Malaga © by Cayetano - flickr.com
Blick auf Malaga

Da die Stadtverwaltung Malagas in den letzten Jahren sehr viel unternommen hat, um den Glanz des historischen Zentrums wieder aufzuwerten, ist Malaga heute wieder einen Urlaub wert. Nach der Sanierung der Altstadt und dem Fahrverbot in den meisten Straßen der Innenstadt ist die Lebensqualität in Andalusiens zweitgrößter Stadt enorm gestiegen.

Trotz der geographischen Lage mitten in der Costa del Sol ist Malaga als Urlaubsziel nicht allzu verbreitet. Eine der ältesten Städte Europas stützt sich auf seine Wurzeln. Ausgrabungen, die heute noch durchgeführt werden, führen zur Erkenntnis, dass hier bereits im 7. Jahrhundert vor Christus eine Siedlung namens Malaka bestand.

Die bei der Stadt angestellten Archäologen versuchen die Geschichte der Hafenstadt nachzuvollziehen und das kulturelle Erbe der Stadt in Museen für die Besucher zugänglich zu machen.

Auch Kultur und Kunst spielen eine große Rolle. Malaga war nicht zuletzt in seinen ersten Lebensjahren Pablo Picassos Wohnort. Malaga hat zu Ehren von Picasso nicht nur ein Museum eröffnet, sondern auch dessen Geburtshaus zu einer Ausstellung gemacht.

Typisch für Malaga ist die sehr leichte und vor allem sehr leckere Küche. Zubereitet wird Fisch in allen Variationen und dazu frisches Gemüse. Die Ajo Blancho, die andalusische Variante der Gazpacho, sollte man unbedingt kosten.

Das Nachtleben wird in Malaga, wie in ganz Spanien, groß geschrieben. Die meisten Bars und Restaurants liegen im alten Hafenviertel. Hier ist immer etwas los.

Die schönste Reisezeit ist im Frühling und Herbst. Im Sommer ist es hingegen für viele zu heiß.

Für einen Strandurlaub ist Malaga nur bedingt geeignet. Zwar gibt es in der Metropole einen längeren Strand, doch schönere und vor allem sauberere Strände finden sich eher im Umland. Insbesondere lohnt sich ein Ausflug nach Nerja (mit dem Bus ca. 11 Euro retour). Die Fahrt dauert etwas weniger als eine Stunde entlang der malerischen Küste, Nerja gilt als einer der schönsten Strände an der Costa del Sol.

Ayuntamiento © by Bogdan Migulski - flickr.com
Ayuntamiento

Malaga - Sehenswürdigkeiten

Beginnen kann man die die Erkundungstour durch Malaga am Ayuntamiento, Avenida de Cervantes. Das Rathaus der Stadt mit seiner bunten Fassade repräsentiert die Architektur von Anfang des 20. Jahrhunderts. Heute gehört dieses Gebäude mit seinem neobarocken Stil zu den Wahrzeichen der Stadt.

Nur wenige Gehminuten entfernt liegt das Teatro Romano, Calle Alcazabilla. Dieses Theater, das am Fuße des Alcazaba platziert ist, stammt aus der Zeit des Kaisers Augustus. Dort finden schon seit Jahrzehnten Ausgrabungen statt.

Alcazaba © by manuelfloresv - flickr.com
Königspalast Alcazaba

Das nächste Ziel ist der Königspalast Alcazaba, der eines der bekanntesten Gebäude der maurischen Zeit ist. Alcazaba bildet den unteren Teil einer beeindruckenden Burganlage. Im Eingangsbereich gleich neben dem römischen Amphitheater findet sich eine kleine archäologische Ausstellung. Im Palast selbst wurden wunderschöne Gärten angelegt, zur Zeit der Mauren ein Symbol von Macht und Reichtum. Die alten Festungsanlagen in beiden Burgteilen (separater Eintritt) sind beeindruckend, und wer den Aufstieg zum oberen Burgteil Gibralfaro nicht scheut, kann die herrlichen Ausblicke über Bucht und Hafen, sowie die Ruhe außerhalb der hektischen Stadt genießen. Zwei der elf Türme des Alcazaba stellen die Verbindung der Festung mit dem Palast dar.

Weiter geht’s zur Casa Natal Picasso auf dem Plaza de la Merced. Das Geburtshaus des berühmten Künstlers, der als Maler, Bildhauer und Graphiker arbeitete, wie auch der Sitz der Picasso-Stiftung und ein kleines Museum liegen in der Altstadt.

Im Museo Picasso, Calle San Augustin 6, kann man noch mehr über den Künstler erfahren. Hier kann man auch den Palastbau, in dem der Graf von Buenavista einst residierte, bestaunen. Ausgestellt sind mehr als 200 Werke von Picasso, nicht nur Gemälde, sondern auch Skulpturen, Keramiken und Stiche.

Catedral © by Hlohning - wikipedia.de
Catedral

Als nächstes steht die Catedral, Calle Molina Lario, auf dem Programm. Da der zweite Turm dieser Kirche nie fertiggestellt wurde, nennt man diese auch La Manquito, die Einarmige. Besichtigen sollte man die beiden Kapellen und das Chorgestühl. Die Bauzeit dieses Gebäudes zog sich über 2 Jahrhunderte hin, was das Zusammenspiel der verschiedenen Baustile erklärt.

Nicht weit davon befindet sich das Museo Diocesano de Arte Sacro, das Diözesanmuseum, Placa del Obispo 1. Hier kann man nicht nur Werke aus der religiösen Kunst bewundern, sondern auch das Bauwerk mit dem schönen Innenhof selbst.

In der Calle Alemania kann man das Centro de Arte Contemporaneo besichtigen. Dieses Museum für zeitgenössische Kunst, das direkt am Fluss liegt, befindet sich in einer ehemaligen Großmarkthalle. Hier findet man Wechselausstellungen von nationalen und internationalen Künstlern.

Zu guter Letzt kann man noch das El Parque, Paseo del Parque, besuchen. In diesem Stadtpark kann man zwischen tropischen und subtropischen Pflanzen wandeln. Besonders aus einer Pferdekutsche kann man den Blick über die Prachtstraße genießen. Anschließend laden die zahlreichen Parkbänke zum Verweilen ein.

Malaga - Insidertipps: El Hammam

Im El Hammam, Calle Tomas de Cozar 13, Tel. 0034 95 2212327, kann man ein Bad wie vor 1.000 Jahren nehmen. Hier kann man voll und ganz entspannen und die arabische Badekultur originalgetreu genießen. Angeboten werden verschiedene Badeformen für jeden Geschmack. In heißen, warmen und kalten Sälen kann der Besucher bei verschiedenen Luftfeuchtigkeiten baden und Massagen genießen. Für den Eintritt bezahlt man 20€, für Extramassagen ab 35€. Oft sind auf der Website des Bades Sonderangebote zu bekommen: www.elhammam.com

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Andalusien

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720 Seiten, über 180 Fotos, 17 Karten und Stadtpläne, 24 seitiger farbiger Kartenatlas, Register, Griffmarken, kleine Sprechhilfe Spanisch, PUR-Bindung weitere Informationen ->

6. Auflage 2009
19.90 Euro