reisebuch

Marseille - Zentrum der Kunst

Blick auf Marseille © by gillespaveau - flickr.com
Blick auf Marseille

Marseille ist die älteste und zugleich eine der modernsten Städte Frankreichs. Durch ihre Meeranbindung war sie schon immer eine Weltstadt. Mit den Phöniziern und den Griechen kam es in der Hafenstadt zu einer Vermischung von verschiedenen Kulturen und Menschen. Heute spielt nicht nur der Hafen, sondern vor allem der Flughafen und die Hochgeschwindigkeitsbahn TGV eine wichtige Rolle für die Weltanbindung.

Kunst wird in dieser Stadt groß geschrieben. Hier ist nicht nur die französische Rapmusik zu Hause, sondern auch eine Vielzahl von Künstlern - angezogen von den ungewöhnlichen Lichtverhältnissen - halten sich in der Stadt auf. In Marseille ist nicht zuletzt auch die französische Nationalhymne, die Marseillaise, entstanden.

Die berühmte Fischsuppe, die Bouillabaisse, stammt ebenfalls von hier. Da die Küche von Marseille viele verschiedene Delikatessen zu bieten hat und auch ein sehr internationales Flair hat, findet hier jedermann etwas nach seinem Geschmack.

In den letzten Jahren hat sich Marseilles auch zu einem Wassersportzentrum entwickelt. Hier werden Sportarten wie Segeln, Tauchen, Seekajak, Wasserski angeboten. Für weniger Sportbegeisterte gibt es die Möglichkeit, an einem der Strände einfach nur die Sonne zu genießen. Die Stadt lässt sich auch auf Rollschuhen bzw. Rollerblades erkunden. Treffpunkt hierfür ist jeden Freitag am Radstation.

Basilique Notre Dame de la Garde © by alpha du centaure - flickr.com
Basilique Notre Dame de la Garde

Marseille Sehenswürdigkeiten

Einen guten Eindruck von Marseille gibt einem die Basilique Notre Dame de la Garde. Mit dem Bus der Linie 60 kann man diese Basilika gut erreichen. Die Kirche, die als Wachposten, Festung und Wallfahrtsort zugleich gedient hat, ist auf dem höchsten Punkt der Stadt platziert, etwa 150 Meter über dem Meer. So hat man von hier einen wunderbaren Ausblick über das beeindruckende Stadtbild Marseilles. Gegründet wurde diese Basilika auf einer ehemaligen Festung aus dem Jahre 1524, auf der bereits davor eine Kirche aufgebaut war.

Als nächtes steht das Abbaye de Saint-Victor auf dem Programm. Dieses Kloster, das seit dem 5. Jahrhundert existiert, hat vor allem unter Abt Guillaume de Grimoard, dem späteren Papst Urban V., stürmische Zeiten durchlebt und wurde zu einer Festung umgebaut. Bevor es im Jahre 1739 zur Säkularisierung kam, spielte die Abtei im Leben der Mönche eine große Rolle. 

Palais du Pharo © by Josélito TIRADOS
Palais du Pharo

Läuft man am Fort St. Nicholas vorbei, gelangt man zum Palais du Pharo (Boulevard Charles-Livon 58). Dieser wurde zu Ehren Napoleons III. noch zu seinem Lebzeiten vom französischem Volk erbaut. Hier kann mann den Blick über den Hafen und auch über die Befestigungen genießen.

Über das südliche Ufer des Hafens von Marseille erreicht man wenig weiter den Quai des Belges. Von hier aus kann man zum Beispiel zum Chateau d'if abfahren kann (mehr dazu unter Insidertipp).

Etwas weiter gelangt man zur Opera Municipial, dem Grand Theatre, das im Jahre 1787 erbaut wurde und durch einen Brand Im Jahre 1919 bis auf seine Fassade niederbrannte. Bei dem Wiederaufbau hat man einen Stilmix von Klassizismus und Jugendstil angewandt, das Innere des Theaters erscheint heute im Art-deco-Stil.

Entlang des Hafens kommt man zum Musee des Docks Romains, 2 Place Vivaux. In diesem wird die Bedeutung des antiken Handelshafens, sowie archäologische Zeugnisse der römischen Schifffahrt dargestellt.

Eglise Saint-Laurent © by moussechan
Eglise Saint-Laurent

Das Eglise Saint-Laurent liegt am nordwestlichen Ende des Hafens. Dies ist ein Kirchenbau aus dem 12. Jahrhundert von dem man auch einen wunderbaren Ausblick hat.

Sehenswert ist die Cathedrale la Major, die etwas weiter im Norden liegt und im 19. Jahrhundert im romanisch-byzantinischen Stil errichtet wurde. Interessant ist auch der Vergleich mit der Anciene Major, die gleich nebenan steht und aus dem 12. Jahrhundert stammt.

Nicht weit entfernt steht die Vielle Charite, in der im Jahr 1671 Waise untergebracht wurden. Heute befindet sich in diesem Bau ein Museum für Mittelmeer-Archäologie.

Das Jardin de Vestiges und das moderne und gut ausgestattete Musee d'Histoire de Marseille erzählen noch mehr über die Geschichte von Marseilles.

Ebenfalls lohnenswer ist ein Besuch des Musee de la Marine et de l'Economie, das im Palais de la Bourse untergebracht ist.

Palais Longchamps © by muriellemanin- flickr.com
Palais Longchamps

Zu guter Letzt gelangt man über die La Canibiere zum Palais Longchamps. Dieser Prachtbau beherbergt in den Seitenflügeln zwei sehr interessante Museen, das Museé des beaux arts und das Museé d'Histoire naturelle. Gleich dahinter befindet sich ein traumhafter Park mit einem kleinen Zoo. Von hier aus hat man einen wunderbaren Ausblick in Richtung Westen. Bei Sonnenuntergang ist es hier besonders schön.

Insidertipps für Marseille: die Frioul Inseln

Ein sehr schöner Ausflug ist der Besuch der Frioul Inseln und des legendären Chateau d'lf, welches Alexandre Dumas in seinem Roman „Der Graf von Monte Christo" sehr berühmt machte. Mit den Fähren der G.A.C.M. erreicht man diese Ziele stündlich. Die Anlegestelle ist das Quai des Belges. Die Fahrt dauert etwa 25 Minuten und kostet 15€.

Eine gute Alternative ist auch ein Crashkurs im Seekayakfahren mit einer anschließenden Rundfahrt. Informationen erhält man unter Tel. 0033 (0)4 91138900 oder im Tourismusbüro.

Zur Übersicht: Marseille >>

Das Buch zum Artikel:

CityTrip Marseille

CityTrip Marseille

144 Seiten, komplett in Farbe, GPS-genauer Stadtplan zum Herausnehmen, Übersichtskarten, stimmungsvolle Fotos, cleveres Nummernsystem zur schnellen Orientierung, ausführliches Register, strapazierfähige... weitere Informationen ->

1. Auflage 2009
9.80 Euro

Suche innerhalb von reisebuch.de











 
Buchen Sie Ihren nächsten Urlaub doch einfach Lastminute auf
www.ab-in-den-urlaub.de

Anzeige

Unsere meistgelesenen News: