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Mallorca-Newsletter - ISSN 1610-9848
März 2006/2
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Hallo Mallorcafans,
zu den wichtigsten Kriterien im Urlaub gehört sicherlich die Qualität des
Urlaubsdomizils. Aber wie findet man die passende Unterkunft? Die berühmten
Sterne geben zumindest eine grobe Richtung und Orientierung vor. Aber lassen
sich damit wirklich die Hotels untereinander vergleichen? Und werden so die
selber bestimmten Ansprüche an die Urlaubsunterkunft erfüllt? Haben Sie, liebe
Leser, sich auch schon über die fehlende Qualität des Hotels geärgert, obwohl es
über eine beachtliche Anzahl an Sternen verfügte? Und waren Sie erstaunt, daß
Ihr 5-Sterne-Hotel zwar den Zusatz "Club Resort & Spa" trug, sich aber mit dem
Luxus des 5-Sterne Landhotels im Nachbarort noch nicht einmal im Ansatz messen
konnte? Hatten Sie von Ihrem Superior-Zimmer im Stadthotel mehr erwartet? War
Ihr Zimmer in der Agrotourismo-Finca mehr als "rustikal"? Oder war Ihr kleines,
günstiges Hostal so überzeugend gut, daß Sie es gleich für Ihren nächsten Urlaub
wieder gebucht haben? Dann schreiben Sie uns an feeback@mallorca.de - wir sind
sehr auf Ihre Zuschriften gespannt.
Ihr Team von
mallorca.de und reisebuch.de
Den kompletten Newsletter können Sie wie gewohnt auch noch einmal im WWW nachlesen.
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Sie erreichen die Newsletter-Redaktion per eMail an feedback@mallorca.de
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Mallorca-News
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Feuer im Sóller-Zug
Rund 200 Fahrgäste mußten die Wagons auf offener Strecke verlassen, weil im
Maschinenraum ein Feuer ausgebrochen war. Der Zug kam aus Sóller und befand sich
am Stadtrand von Palma, als Mitarbeiter den Brand entdeckten. Beim Verlassen der
Wagons stürzte eine Frau und verletzte sich am Kopf. Der Brand konnte vom
Zugpersonal gelöscht werden. Die Angestellten reparierten auch den
Maschinenraum, so daß der Zug wenige Stunden später aus eigener Kraft nach Palma
fahren konnte. (Mallorca 95,8 - Das Inselradio)
Touristensteuer "Ecotasa" wieder neu im Gespräch
Mallorcas Inselratspräsidentin vertrat letzte Woche erneut die Meinung, daß
Umweltprojekte auf den Balearen mit der Touristensteuer "Ecotasa" finanziert
werden sollten. Die Gelder für den Umweltschutz müßten entweder vom
Tourismussektor oder vom spanischen Staat aufgebracht werden. Allerdings räumte
sie auch ein, daß die Steuererhebung in den Hotels ein Fehler gewesen sei. Die
Steuer sollte stattdessen an Flughäfen und Häfen gezahlt werden, so Munar.
Außerdem müßte man die Zustimmung des Tourismussektors gewinnen. Mallorcas
Hotelverband hat sofort nach diesen Äußerungen um ein Gespräch mit der
Inselratspräsidentin gebeten. Verbandspräsident Pere Cañellas sagte, man dürfe
die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen. Der Erhalt der Umwelt sei
Angelegenheit der gesamten Gesellschaft und könne nicht nur von einem
Wirtschaftszweig finanziert werden. Deshalb sollten Umweltausgaben aus dem
allgemeinen Haushalt und nicht über eine Touristensteuer bezahlt werden. Die
Touristensteuer "Ecotasa" hatte bei ihrer Einführung vor fast 4 Jahren zum Bruch
der damaligen Balearenregierung und der Tourismusindustrie geführt. Sie sollte
direkt von den Hotels von den Touristen eingezogen werden. Ihre Höhe war von der
Hotelkategorie abhängig und betrug zwischen 0,50 und 2 Euro pro Tag und Person.
Nach heftigen Diskussionen in der Tourismuswirtschaft, bei den Touristen und in
der Bevölkerung wurde die "Ecotasa" vor gut 2 Jahren von der jetzigen
Balearenregierung wieder aufgehoben. (mallorca.de / Inselradio)
Demonstration gegen neuen Golfplatz
Die Demonstration am letzten Wochenende, an der etwa 200 Personen teilnahmen,
richtete sich gegen die Pläne für den Golfplatz Son Real bei Can Picafort. Dort
könnten in unmittelbarer Nähe der vorchristlichen Begräbnisstätte von Son Real
ein Golfplatz, ein Hotel für 450 Gäste und ein Einkaufszentrum entstehen. Das
Projekt liegt derzeit bei Mallorcas Inselrat, der seine Zustimmung geben muß. Zu
dem Protest gegen die Bauvorhaben hatte die Dachorganisation Son Real no té preu
aufgerufen. Mit dabei waren auch Vertreter der mallorquinischen Zentrumspartei
PSM und des Linksbündnis Izquierda Unida-Grüne. Die Demonstranten trafen sich in
Son Serra de Marina und wanderten von dort in einem friedlichen Marsch nach Can
Picafort. (mallorca.de / Inselradio)
Halbfertige Siedlung muß abgerissen werden
Der oberste spanische Gerichtshof Tribunal Supremo hat zum zweiten Mal
entschieden, daß die halbfertige Siedlung in Campos abgerissen werden muß. Mit
dem Urteil lehnten die Richter einen Einspruch gegen ihr Urteil vom September
2004 ab. Der Bürgermeister von Campos, Andreu Prohens, räumte ein, daß die
Bauruinen jetzt abgerissen werden müssen. Er werde die Anordnung aber nicht
erteilen, sagte er weiter. Diese muß nun von einer höheren politischen Stelle
angeordnet werden - etwa von der Balearenregierung oder der Regierung in Madrid.
Der Bau der Siedlung in unmittelbarer Küstennähe hatte vor elf Jahren begonnen.
Umweltschützer hatten den Prozeß angestrengt, weil der Bau der knapp 70
Wohneinheiten gegen die geltenden Küstenschutzbestimmungen verstieß.
(mallorca.de / Inselradio)
Ferienwohnungen zu 90% ausgebucht
Die Ferienwohnungen auf den Balearen werden in dieser Saison zu durchschnittlich
90% belegt sein. Davon geht der Verband der Ferienwohnungsbesitzer im Hinblick
auf die derzeitige Buchungslage aus. In dem Verband sind die Eigentümer von rund
5.000 Wohnungen und Häusern zusammengeschlossen. Rund 1.500 dieser
Feriendomizile konzentrieren sich auf die Gegend um Pollensa. (Mallorca 95,8 -
Das Inselradio)
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Buch-Tip
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von Hans-R. Grundmann und Hartmut Ihnenfeldt
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Reisetip des Monats: Qualitätstourismus und Sternchen
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Als vor einigen Jahren Sommer für Sommer neue Besucherrekorde aufgestellt
wurden, sagten die Mallorquiner sich nicht zu Unrecht, daß es so nicht unendlich
weitergehen kann. Einerseits, denn auf das einmal erreichte hohe Niveau der
Einnahmen aus dem Tourismus wollte niemand verzichten. Und so erfand die – 2003
abgewählte – Regierung der Balearen, den mittlerweile zu einer Art »Unwort«
erklärten Begriff »Qualitätstourismus«, d.h., Wachstum nicht durch höhere
Besucherzahlen, sondern über höhere Einnahmen pro Urlauber. Um dieses Ziel zu
erreichen, förderte man u.a. Abriß und Modernisierung qualitativ nicht mehr
zeitgemäßer Unterkünfte und genehmigte Neubauten nur noch ab Vierstern-Niveau
oder im Bereich Agrotourismus. Da auch die Kundschaft anspruchsvoller geworden
war, entsprach das zunächst durchaus dem Nachfragetrend seit Ende der
1990er-Jahre.
Zu den wichtigsten Kriterien im Urlaub gehört sicherlich die Qualität des
Urlaubsdomizils. Aber wie findet man die passende Unterkunft?
Die berühmten Sterne geben zumindest eine grobe Richtung und Orientierung vor.
Aber lassen sich damit wirklich die Hotels untereinander vergleichen? Und werden
so die selber bestimmten Ansprüche an die Urlaubsunterkunft erfüllt? Haben Sie,
liebe Leser, sich auch schon über die fehlende Qualität des Hotels geärgert,
obwohl es über eine beachtliche Anzahl an Sternen verfügte? Und waren Sie
erstaunt, daß Ihr 5-Sterne-Hotel zwar den Zusatz »Club Resort & Spa« trug, sich
aber mit dem Luxus des 5-Sterne Landhotels im Nachbarort noch nicht einmal im
Ansatz messen konnte? Hatten Sie von Ihrem Superior-Zimmer im Stadthotel mehr
erwartet? War Ihr Zimmer in der Agrotourismo-Finca mehr als »rustikal«? Oder war
Ihr kleines, günstiges Hostal so überzeugend gut, daß Sie es gleich für Ihren
nächsten Urlaub wieder gebucht haben? Dann schreiben Sie uns an
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Ersichtlich waren und sind zahlreiche Umbaumaßnahmen aber überwiegend so
angelegt, daß nach der Modernisierung gerade die (formalen) Kriterien erfüllt
werden, die zum Aufstieg in die nächst höhere Kategorie berechtigen. Führt etwa
die Renovierung alter **Häuser noch relativ leicht und für den Gast
nachvollziehbar aufs ***Niveau, ist die Angelegenheit eine Stufe höher schon
problematischer – zumindest zeigt das die Realität. Die Zahl der in den letzten
Jahren zu ****Hotels »aufgepeppten« früheren **/*Häuser ist beachtlich. In
vielen Fällen entsprach die tatsächlich spür- und sichtbare Verbesserung
durchaus nicht dem nun gewährten zusätzlichen 4. Stern. Anlage und Ambiente
eines Hotels lassen sich durch neue Auslegeware, 43 cm-TV Set, Badverschönerung
und Retuschen im Barbereich und beim Empfang eben nur peripher verändern. Der
Vergleich zwischen hochgestuften bzw. ganz neu auf engen Grundstücken
entstandenen ****Hotels, die nur knapp die Sternchenkriterien erfüllten, mit
höherklassigen Häusern älteren Datums fällt denn auch nur selten positiv
zugunsten der Newcomer aus. Immerhin sind die Tarife solcher Quasi-****Anlagen
zumindest bei Pauschalbuchung in der Regel moderat; insbesondere gilt das bei
All-Inclusive, das auch auf Mallorca weiter auf raschem Vormarsch ist.
In manchen Luxuskomplexen und Fincahotels stürzte die Auslastung in 2002/2003
ziemlich ab. Sie scheint sich seit 2004 wieder langsam, aber durchaus nicht für
alle Häuser gleichmäßig zu verbessern. Für die erheblich gestiegene Zahl an
Zimmern in individuellen und edlen kleinen Häusern gibt es offenbar nur eine
begrenzte Zahl von Gästen, die gewillt und in der Lage sind, Tarife ab € 150
fürs DZ mit Frühstück zu zahlen. Zumal sich ja auch andere Feriengebiete
weltweit gerne dieser Gruppe annehmen. Tatsächlich sind in diesem Sektor – als
Resultat mangelnder Auslastung hier und da – seit kurzem Preiszugeständnisse zu
beobachten. Insbesondere neu auf den Markt kommende Häuser merken, daß nicht
jedes renovierte alte Fincagemäuer und schnuckelige Kleinstadthotel automatisch
für € 150/DZ mit Frühstück gut ist.
Auch ein Zitat aus offiziellen Verlautbarungen kennzeichnet die heute veränderte
Situation: »Alle deutschen Gäste sind uns natürlich willkommen! Das Wort
`Qualitätstourismus´ wurde leider mißverstanden«. Gemeint war, so nun die
Erklärung in knapper Form: »Hohe Qualität für Touristen zu fairen Preisen«. Eine
Bringschuld der Mallorquiner also ..?. Bis zur flächendeckenden Realisierung
bleibt da noch einiges zu tun.
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Inselleben: Erkundungen
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von Gordon West
Es sind immer zwei Männer, die Inhaber der Fondas, die den ausländischen
Touristen bei seiner Ankunft in Artá empfangen. Der eine ist groß, dick und sehr
aufdringlich; der andere ist dünn, leiser und scheint sich im voraus
entschuldigen zu wollen. Obwohl der forschere Bursche durch seine
Entschlossenheit, Kunden zu gewinnen, die Aufmerksamkeit des Besuchers zuerst
auf sich lenkt, ist es der ruhige, ältere Mann, der mit seiner sanften Art und
der zurückhaltenden Frage in seinen Augen anziehend wirkt. Der größere von
beiden versuchte, seinen Besitzanspruch auf uns laut geltend zu machen, indem er
mit Schwung eine Visitenkarte hervorzog, welche die Vorteile seines Hauses
pries: »Fonda, Fonda, die beste in ganz Artá!« Auch der ruhige, kleine Mann
trabte auf uns zu. Er verhielt sich wie ein Hund, der sich bemerkbar machen
möchte, aber nicht weiß, wie willkommen er ist: »Antigua Fonda, muy antigua«.
Das mit dem antigua war sein Volltreffer. Es steht auf der Karte, die er
zögerlich hinhält, in der Hoffnung, wir würden seine Behauptung überprüfen.
Antigua!
Er weiß, aus Gründen, die dem großen Mann unverständlich wären, daß Ausländer
immer ein altes Haus einem neuen vorziehen, und dieses Wissen setzt er
wirkungsvoll ein. Das Wort antigua betrachtet er als seinen Talisman, ein
Zauberwort, dem kein Ausländer widerstehen kann, aber es ist nicht die einzige
Attraktion, die den Reisenden wie ein Magnet in sein Haus bringt. Noch stärker
zieht uns sein Verhalten an: Seine sanfte, antiquierte Höflichkeit verleiht der
leiseren Behauptung antigua Glaubwürdigkeit.
Wie instinktiv kehren wir dem großen, besitzergreifenden Mann den Rücken und
nehmen die Einladung des anderen an. Dieser kommt an unsere Seite, während sein
Rivale seinen Unmut darüber laut äußert, und dabei sowohl seinen Ärger als auch
die Beschränktheit seiner Seele offenbart. Es stellte sich später heraus, daß
der kleine Mann das Feld fast immer als Sieger verläßt. Ein weit verbreiteter
Irrtum setzt die Eigenschaften, die unter dem gewöhnlichen, aber ausdrucksvollen
Begriff »Durchsetzungsvermögen« erscheinen, wie der große und besitzergreifende
Mann sie verkörpert, mit Erfolg gleich. Dieser Gastwirt hat
Durchsetzungsvermögen genug, um den Puig Mayor zu bewegen, aber ihm fehlt die
eine Eigenschaft, die das Durchsetzungsvermögen von einem wirkungslosen
Kraftaufwand in eine Macht verwandelt: Ihm fehlt die Persönlichkeit. Man hört
ihn und sieht ihn, aber das ist alles, während der kleine Mann kaum zu sehen
oder zu hören, aber seine Präsenz spürbar ist, auch wenn seine Persönlichkeit
nur der eines freundlichen Hundes gleicht.
Der Freundliche Hund also nahm unsere vollgepackte Regenschirmhülle und führte
uns aus dem Bahnhof durch die kleine Stadt, die weiß schimmernd am Hang eines
Hügels liegt, auf dessen Spitze eine unglaublich häßliche Kirche ihren plumpen
Turm emporstreckt.
Noch bevor wir weit gekommen waren, sahen wir uns vom größten Kinderkreis
umzingelt, der uns bisher auf der Insel begegnet war. Die Kinder bestaunten uns
und drängten sich um uns. Bald wurde uns der schrille Chor ihrer Stimmen lästig.
Da hielt der Freundliche Hund inne und sprach sie im Dialekt mit einem kleinen,
tadelnden Lächeln an. Er hielt einen sanften Vortrag über die Ethik des Empfangs
von Besuchern und schaffte es binnen einer halben Minute, daß die ganze Meute
schwieg und ihm zuhörte. Seine Fähigkeit, diese wilden und dreisten Kinder zum
Schweigen zu bringen, war bemerkenswert. Ich bekam nicht alles mit, was er ihnen
sagte, aber als wir unseren Weg fortsetzten, hielten sie Abstand und gingen nach
und nach auseinander. Hätte er grob mit ihnen geredet, wären sie nur noch
lästiger geworden, wie Kinder eben sind, aber sein freundlicher Tadel besiegte
sie vollständig. Die Antigua Fonda erfreut sich ihres Daseins in einer schmalen
Gasse am anderen Ende der Stadt. Ihr Alter wird durch ein Schild aus Glas über
der Tür kundgetan wie auch durch den Gestank aus der Kanalisation. Die Fonda
dürfte wohl einige Jahrhunderte alt sein, hineingequetscht zwischen die anderen
niedrigen Häuser der Straße; ihre dunkle Eingangshalle ist mit den »Stühlen der
Gastfreundschaft« ausgestattet, wie jedes andere mallorquinische Haus. Von dort
windet sich eine enge Treppe nach oben zu einer weiteren trüben Diele mit drei
kleinen Schlafzimmern zu jeder Seite. Die Decke in den Räumen ist niedrig, der
Boden rotgefliest, und die Holzbetten geben ein grausliches Knirschen von sich,
als wir uns darauf setzen. Das ganze Gebäude ist trüb und kalt, trotz der Hitze
draußen.
Alsbald meldete sich der freundliche Wirt, um sich nach unseren Wünschen
bezüglich des Essens zu erkundigen. Wir erwiderten, alles außer Knoblauch und
Tomaten würden wir essen. Gut, er würde uns mitteilen, was es gäbe, wobei er
fürs Abendessen das Wort Cena benutzte. Er schlurfte davon, und wir vergaßen
ihn. Fünf Minuten später erschien er wieder, nun zusammen mit einer molligen,
lächelnden Bauersfrau und einem schüchternen, madonnenähnlichen Mädchen, jede
mit mehreren Tellern, auf denen diverse rohe Lebensmittel lagen. Er bat uns,
eine Auswahl zu treffen. So das Essen auszusuchen, war für uns eine völlig
unbekannte Methode: Die Gerichte, die wir später im Speisesaal verzehren würden,
im Schlafzimmer zu bestellen! Es gab die unvermeidlichen Lammkoteletts, eine
schöne Palette von Gemüse, Reis, Fisch und Früchten. Wir trafen unsere
Entscheidung, und alle drei stiegen im Gänsemarsch die Treppe hinunter, die
Teller übereinander gestapelt, wie Heidenpriester, die ihr Opfer zum Altar des
Götzen tragen.
Auszug aus "Eine mallorquinische Reise - Mallorca 1929"
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Veranstaltungstips
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(alle Angaben ohne Gewähr)
IV. Musikzyklus
Reyes Gallardo (Geige), Trevor McTait (Bratsche), Vanesa Pires (Cello), Angel Gonzásez (Klavier).
Stücke von Mozart und Brahms.
Centro de Cultura "Sa Nostra"
Palma de Mallorca
31.03.06, 20:00 Uhr
Ausstellungen
Joan Miró: "Ubu aux Balears"
Museum Es Baluard
Palma de Mallorca
bis 16.04.06
Ausstellungen
Joan Miró: "Camins Inexplorats"
Fundació Pilar i Joan Miró
Palma de Mallorca
bis 15.05.06
Gloria Gayner kommt nach Mallorca
Die Sängerin wird am 17. Juni im Rahmen des Jazz Voyeur Festival im Gran Casino
Mallorca in Magaluf auftreten. Die 57jährige wurde bekannt durch Hits wie "I
will survive", davon wurden bislang 40 Millionen Tonträger weltweit verkauft. Es
ist der zweite Besuch für Gloria Gayner auf der Insel, im Jahr 1998 war sie im
Robinson Club Cala Serena bei einem Konzert. Jazz Voyeur Festival
Gran Casino Mallorca
Magaluf
17.06.06
Ausstellung
Oliver Feistmantl: "Ist ja alles so schön bunt hier"
Oliver Feistmantl präsentiert seine Arbeiten, die zwischen Comic- und Pop-Art
einzuordnen sind. Mit über 50 Ausstellungen in Österreich, Deutschland, Monaco
und den USA hat der Künstler einen internationalen Sammlerkreis gefunden. bis
05.05.2006
Mo.-Fr. 9:30 bis 18:30 Uhr
Sa. 9:30 bis 14:00 Uhr
Galeria de Arte Minkner
Santa Ponsa
Avenida Rey Jaime I, 109
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TV-Tips
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(kurzfristige Programmänderungen und -verschiebungen möglich)
26.03. | WDR | 15:40 Uhr
Wildes Mallorca
"Im Einsatz für Geier und Delfine"
Die Naturreportage zeigt die Natur Mallorcas - und vor allem auch den Druck der
ökologischen Probleme, unter dem sie steht. So werden nicht nur das Reich der
seltenen Mönchsgeier im Bergmassiv der Tramuntana oder die vielfältige
Unterwasserwelt Mallorcas gezeigt, sondern auch die Arbeit der engagierten
Biologen, die gegen die Bedrohung durch Tourismus und Jäger kämpfen.
27.03. | XXP | 16:30 Uhr
SPIEGEL TV Extra
Vierbeiner als Urlaubsmitbringsel - Wenn Urlauber Hunde retten
Auf Mallorca werden jährlich mehrere Tausend herrenlose Hunde eingeschläfert.
Das spanische Recht sieht dieses nach drei Wochen Tierheimaufenthalt vor, sofern
sich der Besitzer nicht meldet. Private Tierschutzorganisationen haben sich der
Rettung dieser Tiere angenommen und vermitteln diese zu neuen Besitzern nach
Deutschland. Aber nicht immer kommen die Hunde mit den neuen Lebensverhältnissen
und die neuen Herrchen und Frauchen mit den Schützlingen klar. SPIEGEL TV Extra
beobachtete die Retter auf Mallorca und begleitete Hunde und ihre neuen Halter
in Deutschland.
30.03. | SAT.1 | 03:35 Uhr
Der Augenblick der Begierde
Krimi
Nach einem Streit mit Ihrem Freund bucht Luise einen Last-Minute-Urlaub nach
Mallorca. Deutscher Spielfilm von 2003 mit Julia Richter, Philipp Brenninkmeyer,
Sophie Schütt, Ingrid van Bergen u.v.a.
01.04. | HR | 16:15 Uhr
frauTV
"frauTV - unterwegs auf Mallorca"
Frauenmagazin
FrauTV besucht Frauen, die Ihren Traum verwirklicht haben und für immer auf
Mallorca geblieben sind. Unter der südlichen Sonne scheint zunächst alles
einfacher und entspannter zu verlaufen. Aber bisweilen trügt der Schein vom
ewigen Urlaub.
04.04. | HR | 19:00 Uhr
service:reisen
"Mallorca für Genießer"
Reiseratgeber
mit den Themen: Altstadtbummel durch Palma, Weingüter und Bodegas auf Mallorca,
Rabatte mit Mallorca-Bonus (http://bonus.mallorca.de) u.v.m.
10.04. | NDR | 23:00 Uhr
Mallorca-Liebe
"Kleine Geschichte einer deutschen Eroberung"
Gesellschaftsreportage
11.04. | VOX | 04:15 Uhr
Wolkenlos
"Mallorca - der Deutschen liebste Insel"
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Feedback - eMails an die Newsletter-Redaktion
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Im letzten Newsletter fragen wie Sie, liebe Leser, was Sie davon halten, wenn
prominente Stars und Sternchen für Mallorca werben. Hier eine Auswahl Ihrer
Zuschriften.
Ich halte es für ein Showprogramm und ich finde das Geld für die Promotion
könnte man sinnvoller anlegen. Mallorca braucht m.E. keine Werbung in diesem
Sinne; denn die beste Werbung erzeugen zufriedene Urlauber. Ich habe seit 1980
regelmäßig die Insel besucht und seit 5 Jahren besitze ich im Nordosten eine
Finca. Ich bin alle 2 Monate auf der Insel und sie verändert sich jedes Mal.
Mallorca braucht keine Konkurrenz zu fürchten; denn es gibt kaum ein Urlaubsland
im Mittelmeer die diese Qualität, Erregbarkeit und Kultur bietet. Fazit:
Promotion a la P. Maffay und M. Douglas, die nicht nur nehmen sondern auch
geben, finde ich gut. (Inge Diedrichsen)
Wer nur aus dem Grunde einen Urlaub auf Mallorca verbringen will, weil ein
Tennissternchen Namens Anna Kournikova oder ein Herr Jupp Schmitz aus Pusemuckel
Werbung für irgendwelche Dinge auf der Insel macht, kann auch nach Köln-Poll
fahren. Dort darf er oder sie sich dann einreihen in eine blökende Schafherde.
Määääh (Lothar Lehmhaus)
[...] Diese Insel hat es auch nicht nötig, daß Promis wie Schiffer und Co., die
sich nur Besitztümer auf der Insel zulegen um ihr Geld gut anzulegen für die
Insel werben. Diese Leute bauen eine Villa nach der anderen, verschandeln damit
die Natur, sperren uralte Wanderwege wie Frau Schiffer und werden von den
Einheimischen nicht besonders gemocht. Herr Douglas hat inzwischen auch schon
Wachposten vor seinem Anwesen sitzen. Wenn man den alten Herrn freundlich auf
Spanisch bittet, ob man passieren darf, dann gewährt er kleinen Gruppen (2
Personen) den Durchgang. Aber sehr häufig sind am Sonntag ganze malloquinische
Familien unterwegs denen wird der Durchgang verwehrt. Bei allem Verständnis
dafür, daß man nicht gerne größere Wandergruppen an seiner Terrasse vorbeilaufen
sieht, aber es ist ein jahrhundert altes Wegerecht, das gerade diese Leute, die
sich hin und wider auf der Insel aufhalten boykottieren. (Anneliese Weber)
[...] Ich bin der Meinung und der Überzeugung, daß es reine "Geschäftemacherei" ist, daß die sogen. Prominenten für Mallorca werben... Eine "russische
Tennisspielerin" die nicht einmal selbst Golf spielt, soll für ein Golfturnier
werben...??? Eine Claudia Schiffer macht Werbung für Mallorca / Balearen...weil
sie dort ein Haus hat??? Ein Michael Douglas macht Werbung für Mallorca, weil er
dort ein Feriendomizil hat??? etc. Geht es unserer Wirtschaft denn soooo gut,
daß Millionen von Euro für die Werbung ausgegeben werden? Ich denke mal unsere
Gesellschaft interessiert es durchaus nicht, ob nun eine Tennisspielerin /
Modell oder Schauspieler Werbung für die Balearen macht ... ganz im Gegenteil
... man hört immer wieder die eindeutige Meinung, daß die Prominenten den Hals
nicht voll genug bekommen!!! [...] Die Promis unterstützen die
Tourismuswirtschaft NICHT, sondern die ganz NORMALEN Touristen, die mehrmals im
Jahr ihren Urlaub oder Kurzurlaub dort mit ihrer Familie verbringen. Es ist also
ein reines SHOWprogramm, nicht die Balearen profitieren von der Werbung, sondern
die Promis!!! (Hiltrud Adomeit)
An dieser Stelle veröffentlicht der Mallorca-Newsletter ausgewählte
Leserzuschriften. Namentlich gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht unbedingt
die Meinung der Redaktion wider. Die Redaktion behält sich das Recht vor,
Einsendungen zu kürzen. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung oder
Vollständigkeit. Die Newsletter-Redaktion erreichen Sie per eMail an
feedback@mallorca.de
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