Algaida auf Mallorca
Die Ortschaft Algaida etwas abseits der Autobahn Palma–Manacor ist als solche kein Besuchsziel, aber in ihrer Nähe befinden sich mit der Glasbläserei Gordiola ein typisches Touristenziel, dazu empfehlenswerte Restaurants und ggf. die Ermita de la Pau.

Glasbläserei Gardiola
Glasbläserei Gordiola
Ein burgartiges Gemäuer etwa 2 km nordwestlich von Algaida beherbergt die Glasbläserei Gordiola (erste Abfahrt Algaida von Palma aus; am Kreisverkehr ausgeschildert). Deren Verkaufsräume sind voll auf die täglichen Busladungen eingestellt. Immerhin gibt es dort neben Kitsch und Klimbim auch geschmackvolle Glas- und Keramikartikel zu allerdings ziemlich heftigen Preisen. Im kleinen Museum des Obergeschosses findet man zwischen alten Möbeln und Ritterrüstungen Glaskunst aus aller Welt.
Werkstatt
Eine Attraktion ist die große offene Werkstatt, wo in Handarbeit Glas geschmolzen und geblasen wird, als ob die Zeit stehen geblieben wäre. Für eine Besichtigung sollte man die Mittagszeit nach 12 Uhr oder den Spätnachmittag nach 17 Uhr vorsehen, wenn der Bustourismus »durch« ist. Museum/Laden geöffnet Mo-Sa 9-19/ 20 Uhr, So bis 13 Uhr. November-März Siesta 13-15 Uhr. Die Glasbläser arbeiten nicht 13-15 Uhr und maximal bis 19 Uhr.
C´al Dimoni
Immer schon unauffällig war das Restaurant C’al Dimoni (»Zum Teufel«) an der alten Hauptstraße. An den Verkehrskreiseln unterhalb aller Algaida-Ausfahrten ist es ausgeschildert. Ein kleines, bunt bemaltes Teufelchen steht vor der Tür. Es handelt sich bei diesem verräucherten Restaurant um einen der bekanntesten »Geheimtipps« für einfache mallorquinische Kost. In der rustikalen Gaststube werden u.a. die für Mallorca typischen Wurstspezialitäten Sobrasada und Butifarra über der immer glimmenden offenen Glut gegrillt. Das Preisniveau ist moderat. Mi geschlossen.
Jetzt im Video anschauen: Cossiers in Algaida
Hostal Algaida
Ebenfalls an der alten Straße Richtung Manacor (am Kreisverkehr westlich des C’al Dimoni) befindet sich das Restaurant Hostal Algaida, eine frühere Herberge, dessen Küche viele als die beste der Region bezeichnen. Das Ambiente ist eher durchschnittlich.
C´an Mateu
An der Straße nach Pina steht unweit der neuen Autobahn das Restaurant C’an Mateu, ein Gegenstück zum C’al Dimoni (ca. 1 km ab dort). Eine herrlich überwachsene Terrasse am großen Pool für Gäste spendet Schatten. Neben mallorquinischen Gerichten kann man dort auch »international« essen (mittlere Preise). C’an Mateu wird nur sonn- und feiertags richtig voll, wenn die Mallorquiner Familienausflug (ein Kinderspielplatz ist auch vorhanden) und Tafelfreuden locker verbinden. Di geschlossen.
Bio-Weine
Auch im Gebiet um Algaida wird ebenso wie um Petra/Felanitx und im Bereich Santa Maria/Binissalem/Inca Wein mit der Ursprungsbezeichnung Pla i Llevant de Mallorca angebaut. Wer sich für den nach ökologischen Prinzipien gekelterten Wein der kleinen Winzerei Can Majoral interessiert, kann eine Besichtigung vereinbaren: Tel. 971 665867; www.canmajoral.com.
Ermita de la Pau
Zur Ermita de la Pau, dem ältesten Kirchlein der Insel, sind es von Algaida ungefähr 3 km auf der Straße in Richtung Randa/Llucmayor und dann der Ausschilderung nach links ab noch einmal ca. 2 km auf engen Wegen durch eine hübsche hügelige Landschaft (Zufahrt auch östlich Algaida: Schild). Die zwar restaurierte, aber meist verschlossene Ermita auf einer kleinen Anhöhe bildet nur für stark Kulturinteressierte ein lohnenswertes Ziel.
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