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Port de Sóller auf Mallorca

Port de Sóller auf Mallorca
Blick auf Port de Sóller

Port de Soller liegt eigentlich brillant an einer fast kreisrunden Bucht unter beschützenden Felsen auf beiden Seiten der Durchfahrt zum Meer. Hinter dem (noch!) schmalen Ortsstrand und einer Mauer verlief indessen die Hauptstraße samt Trasse der Straßenbahn.

Dort musste sich bislang der nicht schon weiter oben auf einem Parkplatz »abgefangene« Verkehr hinein- und herausquälen und die Passanten auf einen schmalen Fußweg entlang der landseitigen Restaurant- und Ladenzeile verdrängen. Seit März 2007 ist das anders. Ein 1200 m langer Tunnel (gebührenfrei) leitet den Verkehr nun ins rückwärtige Port de Soller und verteilt ihn von dort über zwei Verkehrskreisel auf mehrere Parkplätze und ein neues Parkhaus (hinter den Hotels Eden und Aimia). Eine Fahrt per Auto bis an die Hafenmole, wo auch die Boote nach Sa Calobra festmachen und die Tranvia aus Sóller endet, ist nicht mehr möglich.

Ein weiter Bereich wurde dort zur Fußgängerzone umgebaut. Der verbliebene Abschnitt der früheren Hauptstraße entlang der Bucht ist nun nur noch ortsauswärts zu befahren und wird in absehbarer Zeit ganz für den Durchgangsverkehr gesperrt werden, der dann Port de Soller nur noch über den Tunnel verlassen kann. Der Attraktivitätsgewinn von Port de Soller durch diese verkehrstechnische Maßnahme ist schon jetzt unübersehbar.

Hafen

Das gilt ganz besonders für den öffentlichen Hafenbereich, der vor einigen Jahren um das Gros einer ehemals abgesperrten Militärzone erweitert wurde. Zusätzlich hat man alte Gebäude abgerissen und zwischen dem Anleger der Sa Calobra-Boote und dem letzten kleinen Militärbereich eine breite Promenade geschaffen mit ausgedehnten Flächen für die Terrassen alter und neuer Restaurants. Am hinteren Hafenbecken sind oft die blauen Fischernetze pittoresk zum Trocknen und Reparieren ausgelegt.

Fischanlandung

Jeden Nachmittag gegen ca. 17 Uhr landen dort Fischer den Fang des Tages an, auf Mallorca eine der besten Gelegenheiten, Meeresgetier aller Art – Haie, Gambas, Tintenfische, kurz: spätere Hauptgerichte – z.T. noch lebend aus der Nähe zu begutachten.

Einen kleinen Überblick über das "neue" Port de Sóller gibt dieses Video:



Aussichtspunkt

Oberhalb des Hafens steht in exponierter Lage auf einem Felsplateau das Oratori de Santa Catalina, eine auf das 13. Jahrhundert zurückgehendes Kloster mit Kapelle. Dorthin gelangt man von der Hafenmole, indem man der dahinterliegenden Straße bergauf folgt, deren Verlauf man am Ende über ein paar Treppen abkürzen kann. Man findet auch am Ende der Mole einen Treppenzug von ganz unten. Von der Aussichtsplattform zwischen Kapelle Santa Catalina und Museo de la Mar fällt der Blick über die Bucht von Sóller und auf Steilküste und das tief unten liegende Meer.

Museu de la Mar

Der Gebäudekomplex gegenüber der Kapelle wurde erst 2006 für die Zwecke des Museu de la Mar umgestaltet, das vorher in einer Villa am Hafen residierte. Es thematisiert die maritime Orientierung des Tals von Sóller von der Piratenzeit bis zu den Orangentransporten nach Frankreich mit ein paar Ausstellungsstücken und vor allem mit einem sprunghaften Video (auch in deutscher Synchronisation) in einem Vorführraum mit futuristischem Design. Bedingt sehenswert; im Sommer Di-Sa 10-14 Uhr und 17-20 Uhr, So 10-14 Uhr; im Winter nur bis 18 Uhr. Eintritt €3.

Port de Soller Hafen und Promenade
Die neue Promenade von Port de Sóller

Gastronomie

Unten im Hafenbereich sind – eher abends – das Es Reco oder das Pirata eine gute Wahl. Tagsüber sitzt man auf der Terrasse der Bar Albatros an der breiten Promenade besser (mallorquinische Küche). Ins Auge fallen an der Uferstraße zum Hafen einige hübsche Restaurants mit Garten. Empfehlung hier: Ran de Mar fast am Ende der Restaurantzeile schon ca. 200 m außerhalb der Fußgängerzone und darüber im 1. Stock das Restaurant Es Pagès mit mallorquinischen Gerichten. Von dessen Tischen auf dem großen Balkon hat man einen prima Blick über die Bucht. Wem es auch und/oder besonders auf die Aussicht ankommt, sei hier bereits auf die Bar Nautilus und das Restaurant Es Faro (unter D’en Repic übernächste Seite) hingewiesen.

Zum Küstenfelsen mit der Bar Nautilus

Folgt man von der Fußgängerzone etwa auf Höhe der Mole der Straße Carrer de Cingle geradeaus (von der Bucht weg), erreicht man über einige Kehren am Hotel Porto Sóller vorbei den Grat des Küstenfelsens 150 m über dem Meer, wo die Bar Nautilus auf Gäste wartet und eine riesige Baustelle für den Hotelkomplex Sa Talaia, die jahrelang nicht mehr vorankam, aber nun zum ****** Superresort ausgebaut werden soll (Jumeirah Port de Sóller, Finanzierung durch Dubai-Holding).

Panoramafenster und Terrasse des Nautilus bieten einen tollen Weitblick. Schöner sitzt man in ganz Port de Soller nicht. Der Aufstieg ab Hafen bis dorthin dauert nur ca. 10 min.

Wanderung zum Torre Picada

Von dort ist es an sich nicht mehr weit zum Torre Picada, einem der mächtigen Wachttürme an Mallorcas Gestaden. Der direkte frühere Weg verläuft jedoch über das Baustellengelände und ist gesperrt. Wen das nicht überzeugt, findet leicht die von der Wegfortsetzung hinauf zum Turm führenden heute überwachsenen Pfade. Alternativ muss man ca. 20 min der Straße Carrer Belgica folgen und in einer scharfen Rechtskurve weiter unten in einen Weg nach links abbiegen. Hinter einem Mauerdurchbruch erreicht man den direkten breiten Weg hinauf zum (leider verschlossenen) Turm.

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