Mallorca Mietwagen und Mallorca Automiete
Die Besorgnis der Öffentlichkeit über die zunehmende Verkehrsdichte vor allem in und um Palma führte bereits zur Identifizierung der angeblich heute immer noch über 40.000 Mietwagen als schuldige Mittäter (genaue Zahlen kennt niemand, da Mietwagen nicht unbedingt am Einsatzort registriert sind). Tatsächlich werden Verkehrsprobleme am wenigsten von Touristen in Mietautos verursacht, zumal ein großer Teil davon immer geparkt oder ganz ungenutzt herumsteht. Außerdem hat der Fahrzeugbestand auf Mallorca bereits die Zahl der Einwohner (864.000) überschritten. Um die 4% Mietwagen spielen da keine Rolle mehr.
Mancher mag angesichts der rabiaten Fahrweise mancher Mallorquiner, fehlender passiver Sicherheit vieler Straßen (jede Menge ungesicherte hohe Abbruchkanten am Asphaltrand!), einer üblen Unfallstatistik und fehlender Ortskenntnis vielleicht Bedenken haben, sich auf Mallorca ans Steuer zu setzen. Alles in allem aber ist Autofahren dort nicht problematisch; zu den Hauptverkehrszeiten muß man sich ja nicht unbedingt mitten durch Palma quälen. Die Verkehrsregeln entsprechen den heute europaweiten Normen, ein Umdenken ist also nicht erforderlich. Die wenigen andersartigen Zeichen versteht man leicht. Eine klare Wegweisung ist heute selbst in den verschlafenen Städtchen des Hinterlandes unübersehbar vorhanden und lässt nur auf ganz wenigen Nebenstrecken noch zu wünschen übrig.
In den Hotellobbies und an jeder Ecke stößt man auf Mallorca auf die Angebote der Autoverleiher, die vom (neuen) Fiat Panda bis zum Rolls Royce alles vermieten, was sich ein Kunde wünschen mag. Das Angebot konzentriert sich in Anbetracht der vielen engen, kurvenreichen Strecken und der Parkproblematik in Palma und vielen Ortszentren auf wendige Kleinwagen. Für Fahrten ins Gebirge und auf Nebenstraßen ist von größeren Wagen als solchen der Golf-Klasse eher abzuraten. Selbst die wird man in vielen Situationen schon als zu groß empfinden. Solange man nicht vier Erwachsene unterbringen muss, empfehlen sich auf dem meisten Routen die gleichzeitig preiswerteren Typen Fiat Panda, Renault Modus, Opel Corsa, VW-Polo, Ford Fiesta, Citroen C3 etc.
Die starke Konkurrenzsituation hat dafür gesorgt, dass selbst viele der preisgünstigen Verleiher heute tadellose, selten mehr als zwei Jahre alte, teils nagelneue Wagen mit Airbags und Klimaanlage anbieten. Ältere Fahrzeuge, die es auch noch gibt, sollte man daher nicht in Betracht ziehen, schon gar nicht ohne Airbags. Apropos Klimanlage: zwischen Mai und Oktober sollte man Fahrzeuge ohne Klima nicht mieten. Aber selbst Kleinwagen neueren Datums sind damit fast alle serienmäßig ausgerüstet.
Ideale Autos auf Mallorca sind außerhalb der heißen Monate die Typen mit großen Sonnendächern (z.B. bei Renault Megane, Modus oder Twingo, Citroen Pluriel etc., die aber leider meist nur lokal, nicht ab Airport zur Verfügung stehen). Offen gefahren fühlt man sich fast wie im Cabrio, und man kann sie rasch halb oder ganz schließen, wenn es kühler, regnerisch oder in der Sonne zu heiß wird. Dabei kosten sie nicht oder nur unwesentlich mehr als identische, geschlossene Typen. Für »richtige« Cabrios oder offene Jeeps bezahlt man doppelte bis dreifache Tarife.
Das Buch zum Artikel:
Mallorca
Der Reiseführer Mallorca aus dem Reise Know-How Verlag, 21. vollständig überarbeitete Auflage Juli 2011 - bietet auf 488 Seiten, durchgehend vierfarbig, 9 Regionenkarten,... weitere Informationen ->
21. Auflage Juli 2011
19.90 Euro
www.ab-in-den-urlaub.de
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