Gefährlicher Aktivurlaub auf Mallorca
Von: if
Seit Jahren bewirbt Mallorca die attraktive Zielgruppe der Aktivurlauber aller Altersklassen, um auch außerhalb der Saison die dann leicht Preis reduzierten Hotelbetten zu füllen. Neben Tennisspielern und Golfern kommen hauptsächlich Wanderer und Radfahrer. Gerade die beiden letztgenannten Gruppen von Sportsfreunden entwickeln manchmal einen fatalen Ehrgeiz.
Wer kennt und freut sich nicht über den Anblick? Man lenkt seinen Mietwagen durch die engen Serpentien der Tramuntana und stößt vor einer steil ansteigenden Haarnadelkurve auf einen Pulk von Radrennfahrern, die breit aufgefächert klarmachen, wer hier die Straßenhoheit besitzt. An Überholen ist nicht zu denken. Und auch beim Hinunterfahren kommt man kaum vorbei, weil die außerirdisch Verkleideten ihren dürren Drahteseln mächtig Zucker geben.
Das könnte man alles mit großer Contenance ertragen, wäre es nicht genauso gefährlich, wie es aussieht.
Immer wieder und immer mehr kommt es auf Mallorca zu schlimmen Unfällen, in denen Radfahrer sich übelste Verletzungen zuziehen oder gar zu Tode kommen, wie am letzten Wochenende auf der engen Abfahrt nach Port de Valldemossa.
Aber auch das Wandern auf Mallorca, vor allem auf unbefestigten Pfaden hinauf zu den Gipfeln der Tramuntana, wird häufig unterschätzt und fordert immer wieder seinen Tribut. Abstürze, Kreislaufkollapse oder beides in Kombination wie zuletzt unterhalb des Massanella-Gipfels.
Der fatale Hang zum Extremen, "es sich beweisen" zu müssen und sich somit über andere, die nur faul am Strand liegen, zu erheben, ist sicherlich ein Grund.
Doch wenn etwas passiert, dann muss die Gemeinschaft z.B. in Form von Rettungshubschraubern und Notärzten herhalten.
Ist das Mallorcas modernes Konzept von Aktivurlaub?
www.ab-in-den-urlaub.de
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