Mallorca-Krisen: Auf Schweinegrippe folgt Bombenterror
Offensichtlich hat es die baskische Untergrundorganisation ETA nun doch einmal geschafft, in der Hauptsaison auf Mallorca mit Terroranschlägen die Lage zumindest vorübergehend zu destabilisieren. Was dies in Zeiten der Schweinegrippe-Krise für den Tourismus auf Mallorca bedeutet, ist noch nicht abzusehen. Die Saison 2009 dürfte allerdings als eine der schwärzesten in die Geschichte des Inseltourismus eingehen.
Nachdem am Donnerstag in Palmanova, einem Touristenzentrum an der Südwestküste von Mallorca, eine Bombe explodierte und zwei Polizisten der Guardia Civil tötete und mehrere Menschen verletzte, reißen die Spekulationen nicht ab.
Dabei steht nicht so sehr die Frage nach den Tätern im Vordergrund, als vielmehr die Besorgnis, wie es mit der bereits heftig angeschlagenen Tourismusindustrie auf der Ferieninsel weitergehen mag.
In keinem Jahr seit Entstehen des Massentourismus Ende der 50er Jahre haben sich die schlechten Nachrichten so gehäuft wie in 2009. Mallorca wird seit spätestens 2008 von mehreren Krisen gebeutelt, deren Existenz anfangs jeweils in guter alter Inseltradition vehement geleugnet wurde.
Krisen gab und gibt es in folgenden Zusammenhängen: Immobilien, Hotel-Buchungen, Mietwagen, Schweinegrippe und jetzt Bombenterror.
Erstaunlich ist dabei, wie gelassen anscheinend die meisten Touristen auf die letzten Hiobsbotschaften sowohl bei der Schweinegrippe als auch nach dem Terroranschlag reagierten. Trotz heftiger Meinungsmache in der deutschen Boulevardpresse kann von Panikreaktionen keine Rede sein.
Wie sagte ein deutscher Tourist am Donnerstag in Palmanova nach dem Bombenanschlag: „Wir lassen uns unseren wohl verdienten Mallorca-Urlaub doch nicht vermiesen!“
Das lässt für Mallorca hoffen! Nur sollten jetzt auch einmal zur Abwechslung gute Nachrichten von der Insel kommen…
www.ab-in-den-urlaub.de
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