Mallorca Mietwagen: Stress und Tricks
Von: if
Der Mietwagenmarkt auf Mallorca ist seit fast zwei Jahren in der "Umstrukturierung" (reisebuch.de berichtete mehrfach darüber). Die Preis- und Servicedifferenzen der Anbieter sind scheinbar groß, aber manchmal trügt der schöne Schein.
Wer in diesen Wochen seinen Mietwagen am Flughafen von Palma bucht, wird einige Änderungen und Ärgernisse zur Kenntnis nehmen. Vorbei sind die Zeiten, da man nach der Gepäckrückgabe am "Meetingpoint" von geduldig wartenden "fliegenden Händlern" in Empfang genommen wurde, die mit dem Kunden radebrechend in null-komma-nichts den Vertrag aufsetzten und ihm den Schlüssel für den Mietwagen samt zu begleichendes Ticket für das nahe Parkhaus überreichten.
Diese "Freien" wurden von der Koalition der etablierten Autovermieter mit schmuckem Schalter per Staatsanwalt aus dem Flughafen verbannt. Andere mussten das Handtuch werfen, weil sie die enormen Gebühren für einen eigenen Tresen im Airport nicht aufbringen können oder wollen.
Bei den verbliebenen Platzhirschen mit mehr oder weniger großen Namen fällt auf, dass die "Auslastung" extrem voneinander abweicht. Bauen sich bei Record regelmäßig lange Warteschlangen auf, können die Angestellten der Vermieter zur linken und rechten Hand miteinander stressfreien Dauerplausch betreiben. Völlig unerklärlich erscheint den genervten Kunden im "Record-Stau", warum man nach einer Stunde Wartezeit noch einmal alle Daten angeben muss, die man doch schon Wochen vorher bei der Internetbuchung preisgegeben hat. Und dann wird on the fly nach hektischen Telefonaten dem staunenden Mieter irgendein gerade frei gewordenes Fahrzeug zugeteilt, wenn man Glück hat, sogar aus der gebuchten Kategorie.
Damit aber nicht genug. Schnell noch wird einem mit fürsorglicher Miene eine Bagatellschaden-Versicherung untergejubelt und anschließend stolz der volle Tank mit 70€ in Rechnung gestellt, mit dem schlitzohrigen Hinweis, man möge das Auto "leer" wieder abliefern. Im Geiste sieht man sich schon eine Woche später den Ford Focus auf den letzten Metern ins Parkhaus schieben, weil man ja nicht draufzahlen wollte.
Ein Schuft ist der, der Böses dabei denkt? Oder beim nächsten Mal lieber gleich teurer buchen und Stress sparen? Pest oder Cholera heißen hier wohl zurzeit die Alternativen...
www.ab-in-den-urlaub.de
Anzeige

