Mallorca: Radlerparadies ohne Radwege?
Von: if
Mallorca ist den letzten Jahrzehnten zu einem Dorado für Radsportler geworden, die meist in großen Pulks über die Insel herfallen und den Autofahren oft ein Dorn im Auge sind. Für die "normalen" Radfahrer mit ihren Trakkingrädern aber fehlt vor allem eins: ein Netz von sicheren Radwegen.
"Mallorca verfügt über ein Straßennetz von 1.250 km Länge. 675 km davon sind Neben- und Seitenstraßen, die durchschnittliche Breite beträgt etwa 6,50 Meter, und circa 20% sind Gebirgsstrecken", liest man auf einer offiziellen Website der Balearenregierung. Weiter heißt es sinngemäß, dass dieses Straßen- und Wegesystem ein Paradies für Radfahrer sei.
Wirklich? Der normale Freizeitradfahrer fühlt sich nach wie vor am sichersten, wenn er auf separaten Fahrradwegen durch die Landschaft rollt. Und daran ist leider nach wie vor Mangel auf Mallorca - trotz aller Propaganda für den Fahrradtourismus.
Zwar gibt es Pläne für den Ausbau der Radwege, die häufig aber nur eine der breiten Autostraße abgerungene Extraspur darstellen. Die Bilanz jedoch scheint bislang mager: Von Port de Alcudia bis Can Picafort, von Pollenca nach Port de Pollenca und die gesamte Playa de Palma entlang sind die bekanntesten und meistgenutzten Radwege zu finden. Wo noch?
Reisebuch.de und mallorca.de haben aus gegebenem Anlass eine Aktion gestartet, um eine neuartige Mallorcakarte zu erstellen, die alle zurzeit existierenden Radwege für den Normalradler ausweist und darüber hinaus die schönsten und für jedermann leicht zu bewältigen Radstrecken auf wenig befahrenen Schleichwegen markiert.
Mehr Infos zu dieser Aktion und den aktuelle Stand findet man unter:
http://mallorca.de/mallorca-aktuell/radfahrkarte2010.html
www.ab-in-den-urlaub.de
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