Mallorcas Inselregierung bleibt stur im Sprachenstreit
Von: if
Nach der eindrucksvollen Großdemonstration vom Wochenende in Palma, auf der tausende Teilnehmer sich für mehr Wahlfreiheit zwischen Spanisch und Katalanisch ausgesprochen haben, schaltet die Landesregierung auf stur. Die Katalanisierung schreitet dieweil munter voran.
Tausende Menschen sind am 30.5.2009 in Mallorcas Hauptstadt Palma auf die Straße gegangen, um dafür zu demonstrieren, dass frei zwischen den offiziellen Amtssprachen Spanisch und Katalanisch gewählt werden kann.
Zu der Kundgebung hatten unter anderem der Círculo Balear sowie weitere konservative Organisationen aufgerufen. Sie warfen dem auf den Balearen regierenden Mitte-Links-Bündnis vor, die katalanische Sprache gegenüber der spanischen zu bevorzugen.
An der Kundgebung sollen - je nach Quelle - zwischen 4.000 und 20.000 Menschen teilgenommen haben. Die Demonstranten verlangten, dass die Einwohner Mallorcas an den Schulen, in den Läden und in den Behörden frei zwischen beiden Sprachen wählen können.
Sie protestierten u.a. dagegen, dass Bewerber für einen Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst auf den Balearen Katalanisch-Kenntnisse vorweisen müssen.
Die Landesregierung hatte in den vergangenen zwei Jahren verstärkt Initiativen zur Förderung katalanischen Sprache gestartet und damit den Unmut vor allem der zugewanderten Residenten auf Mallorca geschürt. Viele von ihnen betrachten die Sprachregelung von oben als Eingriff in ihre persönlichen Freiheiten und Entfaltungsmöglichkeiten. Viele Menschen auf der Insel fühlen sich mit der behördlich verordneten Zweisprachigkeit überfordert.
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Quelle: MallorcaZeitung.es
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