reisebuch
16.12.2010

Mallorca spart bei der Werbung in 2011

Kategorie: Mallorca News
Von: if

Schmalhans heißt der neue Küchenmeister, der den deutlich verschlankten Werbe-Etat im balearischen Tourismusministerium verwaltet. Ob das einen Unterschied machen wird in der Saison 2011?

Bierstraße Mallorca

Wird die Bierstraße an der Playa de Palma in 2011 auf Grund fehlender Werbung völlig verwaist bleiben?

Laut MallorcaZeitung hat der neue leitende Manager der Marketingabteilung des balerischen Tourismusministeriums vor allem damit zu tun, die Werbung für Mallorca, Menorca und Ibiza im kommenden Jahr mit deutlich weniger Mitteln als bisher zu betreiben.

Die Frage dürfte allerdings sein, ob die Millionen, die man bislang in Imgagekampagnen von prominenten Identifikationsfiguren wie Rafael Nadal gesteckt hatte, sich tatsächlich ausgezahlt haben. In Zukunft wolle man versuchen, Prominente für kostenlose Werbung zu gewinnen...

In der Vergangenheit war es für Bewerber, die sich außerhalb der "mallorquinischen Bruderschaften" bewegten, ohnehin nicht einfach bis unmöglich, einen Teil vom großen balearischen Werbekuchen abzubekommen. Die üppigen Stücke wurden auf die traditionellen Kanäle verteilt, z.B. in fragwürdige Hochglanzmagazine mit aufgeblähten Auflagen, aber geringer Effizienz investiert.

Jetzt baut man auf das Social Web, i.e. Facebook, Twitter, Blogs und Co, das sich allerdings für die Rolle des Verbreiters kostenloser kommerzieller Werbung bislang als wenig geeignet erwiesen hat. Die Frage ist darüber hinaus, ob man damit die Zielgruppen erreicht, die man gerne ansprechen möchte.

Auch bei der Akquise von neuen Mallorcabesuchern will man neue Wege gehen und eine "Osterweiterung" vornehmen im völlig schmerzfreien Vertrauen darauf, dass sich die "neue russische Mittelklasse" mit der klassischen Mallorca-Klientel problemlos arrangieren werde.

Wie auch immer, man darf gespannt sein, was das neue Jahr für Mallorca unter dem Diktat des Sparzwangs auf allen Ebenen bringen wird.

Vermutlich wird in 2011 niemand den Unterschied wahrnehmen, denn denn die meiste Werbung läuft traditionellerweise über die deutschen und britischen Veranstalter und über die gedruckten Reiseführer und die großen Tourismus-Portale im Netz.

Und die haben auch bislang nichts aus den einst üppigen Etats der Mallorcawerbung abbekommen.

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