Auswirkungen der Ölpest auf Tourismus und Fischerei
Von: ek
Tourismus und Fischerei sind bereits in den drei US-Bundesstaaten Louisiana, Alabama und Mississippi sehr stark von der Ölkatastrophe betroffen, und Florida wird der vierte sein. Die Sommersaison hat begonnen. Die Strände im Nordwesten, an denen es normalerweise in dieser Zeit nur so von Menschen wimmelt, werden gemieden. Übersee-Touristen, die ihren geplanten Florida-Urlaub wegen der Ölpest stornieren möchten, kommen allerdings nicht um Stornogebühren herum.
Immer mehr Meeresgebiete werden von den US-Behörden mit einem Fangverbot belegt. Die Sperrung betrifft bereits ein Drittel der Küstengewässer des Golfs von Mexiko.
Die Fischer fürchten um ihre Existenz, denn auch wenn sie mit ihren Booten sehr weit hinaus fahren, fällt es schwer, ihre Kunden von der Reinheit des Fangs zu überzeugen. Hinzu kommt, dass die BP so viele Fischerboote für die Eindämmung der Ölpest gemietet, dass in den noch offenen Meeresgebieten gar nicht mehr intensiv gefischt werden könne.
Eigentlich ist Shrimp-Saison an der Küste von Louisiana, doch in diesem Jahr ist alles anders. Durch das von den US-Behörden verhängte Fangverbot im nordöstlichen Golf von Mexiko wird nur ein Viertel der normalen Ausbeute gefangen. Ebenso verhält es sich mit den Krabben und Austern, deren Produktion auf die Hälfte zurück gegangen ist.
Wen wundert es, dass die Preise für Seafood in den ganzen USA stark angestiegen sind! Bedenkt man, dass Louisiana nach Alaska die zweitgrößte Fischereiwirtschaft der USA besitzt und etwa ein Fünftel der heimischen Seafood-Produktion liefert, wird klar, welche Auswirkungen die Ölpest auf diesen Wirtschaftszweig hat.
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