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24.07.2011

Extreme Hitzewelle in den USA

Kategorie: USA News
Von: e.k.

Die Mitte und der Osten der USA stöhnen seit Tagen unter selten zuvor gemessenen Höchsttemperaturen. Auch nachts bleibt es heiß. Alles hofft auf baldigen Wetterumschwung.

Thermometer / © by Terry Morris - Fotolia.com

Hitzewelle legt das öffentliche Leben in den USA lahm

Während ein Tiefdruckgebiet Deutschland Temperaturen wie Mitte März beschert, leiden in den USA Menschen und Tiere unter einer Hitzewelle mit Rekordtemperaturen, wie sie es selten zuvor gegeben hat. Fast 150 Millionen Amerikaner sind davon betroffen. Vom Mittleren Westen zog die Hitzewelle mit Temperaturen von 35 bis 40 Grad weiter Richtung Atlantikküste. Durch die Luftfeuchtigkeit wird die Hitze noch viel stärker empfungen.

Besonders aufgeheizt sind die Metropolen wie Chicago und New York und einige weitere Städte. In deren Häuserschluchten wurden die 40 Grad sogar noch erheblich überschritten.

Schon mehr als 20 Personen sind durch die außergewöhnliche Hitze gestorben. Gefährdet sind vor allem alte und kranke Menschen, Obdachlose und alle, die keine Klimaanlage haben. Manche Städte haben Kühlzentren eingerichtet, wo sich die ärmeren Bewohner vorübergehend Abkühlung verschaffen können. Auch in klimatisierten Supermärkten finden die Menschen Linderung. Wenn die Temperaturen in den nächsten Tagen nicht zurückgehen, muss mit weiteren Hitzeopfern gerechnet werden.

Nachts sinken die Temperaturen zwar etwas, bleiben aber mit um die 25 Grad immer noch extrem hoch.
Besonders gefürchtet sind in diesen Tagen Stromausfälle, die zum Ausfall der Air Condition führen könnten. In manchen Städten haben die Behörden zum Stromsparen aufgerufen, da während der enormen Hitze die Klimaanlagen mehr Strom als sonst benötigen.

Wer eine Erleichterung im Swimmingpool erwartet, wird auch enttäuscht, da sich das Wasser so aufgeheizt hat, dass von Erfrischung keine Rede mehr sein kann.

Besonders hart trifft die Hitzewelle auch die US-Hauptstadt Washington DC. Hier kommt zur Hitze auch noch eine besonders hohe Luftfeuchtigkeit, was die gefühlte Temperatur auf 47 Grad steigert. Das ist mehr als der Tagesdurchschnitt im Death Valley.

Die Farmer der betroffenen Gebiete rechnen aufgrund der Hitze mit Ernteausfällen und verminderter Erntequalität.
Rancher sorgen sich um ihre Viehherden. Einige mussten bereits Tiere notschlachten, weil ihnen das Futter ausgeht.

Zu allem kommt noch die Wald- und Buschbrandgefahr hinzu.

Während der Osten der USA von der extremen Hitze geplagt wird, herrschen in den westlichen Bundesstaaten weitgehend normale, der Jahreszeit angemessene Temperaturen.

In diesem Jahr hatten außerordentliche Wetterextreme die USA schon mehrmals fest im Griff:

  • Im Februar die heftigen Schneestürme, die weite Teile der USA unter Eis und Schnee begruben;
  • Im April die Tornados mit 241 Wirbelstürmen innerhalb von nur drei Tagen;
  • Im Mai nach anhaltenden Regenfällen die Flutkatastrophe, bei der 70.000 qkm entlang des Mississippi überschwemmt worden sind und den Fluss um bis auf die sechsfache Breite anschwellen ließ;
  • Im Juni die verheerenden Waldbrände im Südwesten der USA, die sich nach einer langen Trockenheit in hoher Geschwindigkeit ausbreiteten und allein in Arizona etwa 1.600 Waldfläche vernichtet haben.
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