Wolfgang Büscher, Hartland: Zu Fuß durch Amerika
Von: e.k.
Wolfgang Büscher war wieder einmal unterwegs. "Hartland" ist ein literarischer Bericht über eine ungewöhnliche Reise durch die weite Mitte der USA. Das Buch beeindruckt nicht zuletzt durch seine Sprachfertigkeit.
Nach seinen Bestsellern Deutschland – Eine Reise, Berlin-Moskau und Asiatische Absencen zog es Wolfgang Büscher diesmal in die USA. Getreu dem Motto „Der Weg ist das Ziel" beginnt der Reisebuchautor seine Wanderung an der kanadischen Grenze mitten zwischen Atlantik und Pazifik. Fernab von den großen touristischen Highlights durchstreift er die USA in südlicher Richtung, durchquert North und South Dakota, Nebraska, Kansas, Oklahoma und erreicht schließlich an der Südspitze von Texas die mexikanische Grenze.
Es ist verständlich, dass er bei einer von 3.500 km Länge manche Möglichkeit zu einer Mitfahrgelegenheit dankbar annimmt.
Eines seiner ersten Ziele ist Hartland in North Dakota, das schon vor langer Zeit sein „e" eingebüßt hat. Heartland war eine der ersten Städte, die in der Prärie gegründet worden sind, mit großen Träumen, verbunden mit der Hoffnung auf Reichtum und Wohlstand in einer blühenden Region. Doch geblieben sind geplatzte Träume und eine längst verlassene Geisterstadt.
Wortgewaltig erzählt Büscher von Indianerkriegen und anderen historischen Ereignissen in den Great Plains, als wäre er selber dabei gewesen. Sein einzigartiges erzählerisches Talent gibt letztlich dem Leser das Gefühl, stets mit dabei zu sein. Die Schilderungen von Begegnungen und Gesprächen u.a. mit Cowboys, Sektenchefs und Sheriffs machen den Bericht so lebendig.
Empfehlenswert für alle Reiselustigen und Sesselträumer sowie für die Freunde wirklich guter Reiseberichte.
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