Wolfgang Koydl, Yucatan - Kuriose Ortsnamen und ihre Geschichten
Von: e.k.
Es gibt kaum einen Winkel auf der Erde, dem die Menschen keinen Namen gegeben haben. Wolfgang Koydl erklärt, wie sie auf die Bezeichnungen wie Yucatan gekommen sind.
Ein britischer Kapitän hat vor über 120 Jahren auf einer Seekarte der Gewässer um Alaska im Westen des Landes die Notiz vermerkt: ? Name. Ein Kartograph las C. Nome und machte Cape Nome daraus. Seitdem tragen das Kap, die Stadt und der Fluss den Namen Nome.
Wolfgang Koydl ist der Bedeutung vieler geographischer Namen auf den Grund gegangen und stieß dabei auf sprachliche Kapriolen, kuriose Missverständnisse, abenteuerliche Spitzfindigkeiten, einfallsreiche Ableitungen, erstaunliche Herleitungen und reichlich Verballhornungen.
Offenbar bereiteten ihm sowohl die Recherchen als auch das Schreiben des Buches ein großes Vergnügen, das sich in seinem locker-amüsanten Schreibstil widerspiegelt.
Mit dem Titel geht es schon los: Yucatan ist eine Halbinsel im Osten von Mexiko. Als die spanischen Eroberer unter Diego Velazquez dort an Land gingen, sollen sie die dort lebenden Maya nach dem Namen des Landes gefragt haben. Doch das, was sich wie „Yucatan" anhörte, glich eher einem „Kannitverstan". Die Indios teilten ihnen nur mit, dass sie die Sprache nicht verstünden.
Egal wo man das Buch aufschlägt, man liest sich fest. Schließlich sind die Ortsnamen nichts Abstraktes, sondern sie begegnen einem im Alltag, in den Nachrichten, auf Reisen...
Das Buch eignet sich perfekt als Geschenk für Reiselustige, Neugierige und alle, die Spaß an Geographie und Sprache haben.
Aufgeteilt ist es nach Erdteilen und Lebensräumen (Wüsten, Berge etc.).
Wolfgang Koydl findet allerdings nicht auf alles eine Antwort. Warum heißt zum Beispiel eine Ortschaft in Quebec Saint-Louis-du-Ha!-Ha!?
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