Australiens Wildnis - Arnhem Land

- Höhlenmalerei
Der Nordosten des Northern Territory stellt eines der größten Wildnisgebiete des australischen Kontinents dar und ist bis heute weitgehend unerschlossen. Das Gebiet birgt eine reiche Aboriginalkultur und -geschichte. Mit ein Grund hierfür waren die von den Ureinwohnern als günstig empfundenen Lebensbedingungen der Region.
Die steil abfallende Abbruchkante („Escarpment“) welche das Arnhem Land von den Feuchtsavannen des Kakadu trennt, zieht sich über Hunderte Kilometer hinweg von Nord nach Süd. In den Regenzeiten konnten sich die Bewohner in die höher gelegenen Felsgebiete dieses Plateaus zurückziehen und waren so vor den Überschwemmungen in den Sumpfgebieten geschützt. In der Trockenzeit begegneten ihnen die Feuchtgebiete dann als reich gefüllte Speisekammer.
Nordöstlich von Darwin befindet sich, als Teil des Arnhemlandes, der Gurig NP mit der Halbinsel Cape Don. Das früher dem Leuchtturmwärter und seiner Familie dienende Haus ist zur „Cape Don Lodge“ umgebaut worden – einem Hotel für zwölf Gäste. Seine Besucher nutzen es gern als Basis für Angeltouren. Die „Seven Spirit Bay“ im Gurig NP ist eine exklusive Übernachtungsstätte inmitten der urwüchsigen Natur von Arnhem Land. Seine Gäste erwartet vor allem Natur, absolute Ruhe und Entspannung vom Alltag. Die Aktivitäten beschränken sich aufs Angeln und Wandern. Das Baden verbietet sich wegen der stets präsenten Krokodilgefahr.
Für Individualreisende sind die Bedingungen schlecht, um Arnhem Land auf eigene Faust zu erkunden. Eine aufwendige Permitbeschaffung, weitreichende Routenbeschränkungen und eine kaum entwickelte Infrastruktur (oft kaum erkennbare Wege ohne Beschilderung) verhindern eine sinnvolle Befahrung. Auch sind die Galerien mit den Felsmalereien auf keiner Karte verzeichnet, ohne Führer würde man sie nie finden. Interessierten seien deshalb die lohnenden, aber nicht billigen Touren von Max Davidson empfohlen (Davidson’s Arnhemland Safaris). Sein Camp besteht aus feststehenden Safarizelten (mit richtigen Betten, jedoch ohne Klimaanlage) und ist saisonal von Mai bis Oktober aufgebaut. Bei allen Touren wird in das Arnhem Land geflogen.
Das Buch zum Artikel:
Australien - Osten und Zentrum
516 Seiten, über 150 Fotos u. 83 detaillierte Karten, farbige Umschlagkarten, Register, Griffmarken weitere Informationen ->
6. Auflage 2011
22.50 Euro
www.ab-in-den-urlaub.de
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