reisebuch

Reiseinfos Borkum

Borkum Promenade
Strandpromenade von Borkum

Borkum ist die westlichste und mit knapp 31 km² die größte der sieben bewohnten Ostfriesischen Inseln. Teile der Insel und das angrenzende Watt gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Borkum ist seit 1830 Badeort und verfügt als staatlich anerkanntes Nordseeheilbad über zahlreiche Kureinrichtungen.

Sehenswürdigkeiten und Bauwerke auf Borkum

Aufgrund seiner Lage in der Emsmündung wurden auf Borkum bereits frühzeitig Seezeichen zur Kennzeichnung des Emsfahrwassers errichtet. Heute befinden sich gleich drei Leuchttürme und weitere Peileinrichtungen auf der Insel.

1576 wurde der heute noch bestehende „Alte Leuchtturm" erbaut. Er ist damit das älteste Gebäude der Insel und ihr Wahrzeichen. Der 45 Meter hohe, rechteckige Turm entstand auf dem Fundament des alten Borkumer Kirchturms und diente anfangs nur als Tagesmarke. Erst 1817 erhielt der „Alte Leuchturm" eine Leuchtquelle, die mit Hilfe von Parabolspiegeln und 27 Öllampen betrieben wurde. Im Februar 1879 wurde das Leuchtfeuer des Leuchtturms durch einen Brand im Turm zerstört. Dank seiner soliden Bauart konnte der Turm erhalten werden und dient heute noch als Aussichtsturm.

Der „Neue Leuchtturm" befindet sich an der Westseite der Insel und entstand 1879 in der Rekordzeit von nur 6 Monaten nach dem Brand des alten Leuchtturms. Der immer noch aktive Leuchtturm dient nicht nur zur Orientierung vor der Emsmündung, sondern ist gleichzeitig ein Quermarkenfeuer für die Ansteuerung des Westeremsfahrwassers. Beim Bau des 60,3 Meter hohen runden Turms wurden rund 1,5 Millionnen schwarzbraune Ziegelsteine verbaut. Bis zu seiner Spitze führen 315 Treppenstufen. Bei seiner Inbetriebnahme erhielt der Leuchtturm eine drei Meter hohe Drehlinsenleuchte. Nach einer Umrüstung in 2004 besitzt er heute sechs große Linsenfelder, die drei Strahlenpaare mit einer Lichtstärke von 2 Millionen Candela pro Strahl erzeugen. Die Nennreichweite beträgt 24,4 Seemeilen (= 40 Kilometer). Trotz der beeindruckenden Werte wird das Leuchtfeuer lediglich mit einer einzelnen 400 Watt Halogen-Metalldampflampe betrieben. Der Leuchtturm ist täglich während der Saison geöffnet und kann besichtigt werden.

Der „Kleine Leuchtturm Borkum" am Südstrand ist der dritte Leuchtturm auf Borkum und wurde 1888/1889 als Leitfeuer für die beiden Ansteuerungsfahrwasser der Ems, das Hubertgat und die Westerems, errichtet. Der rotweiße Leuchtturm wurde als Prototyp einer Reihe von insgesamt neun in Deutschland gebauten Leuchttürmen in Fertigbauweise errichtet. Seinen Beinamen „der Elektrische" erhielt er für die Tatsache, dass er der erste für den elektrischen Betrieb gebaute Leuchtturm in Deutschland war. Der Leuchtturm ist aus einzelnen, 27 Millimeter starken Segmenten aus Gusseisen, so genannten Tübbingen zusammengesetzt. Der Turm erreicht eine Gesamthöhe von 32 Metern. Er wurde im Sommer 2003 außer Dienst gestellt, da sich die Fahrwasser im Bereich der Emsmündung durch Sandverlagerung verändert hatten. Seit 1970 dient der Turm außerdem noch als Antennenträger für das Verkehrssicherungssystem Ems, das in deutsch-niederländischer Kooperation betrieben wird.

Drei weitere, heute noch vorhandene Peileinrichtungen für die Schifffahrt entstanden 1872 nach dem deutsch-französischen Krieg. Das „Große Kaap" und das „Kleine Kaap oder Westkaap" befinden sich auf dem Westland und sind historische Baken aus roten Klinkern, die mit hölzernen Toppzeichen ausgerüstet sind. Sie sind 23,4 Meter und 11,7 Meter hoch. Die Baken mussten im Dreipunktverfahren angesteuert werden, so dass die Ansteuerungstonne Osterems auf der Linie „Großes Kaap – Alter Leuchtturm" und die Ansteuerungstonne Westerems auf der Linie „Kleines Kaap – Alter Leuchtturm" liegen musste. Am Nordostende der Insel steht eine weitere steinerne Bake. Die „Ostbake" steht auf einer 7,5 Meter hohen Düne in den Ostlanddünen und ist 19 Meter hoch.

Seit 1989 liegt das ehemalige Feuerschiff Borkumriff im Borkumer Schutzhafen vor Anker. Es wurde am 15. Juli 1988 als letztes deutsches Feuerschiff außerdienst gestellt und dient seither als Informationseinrichtung für den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Die technische Betreuung des Nationalparkschiffes erfolgt durch den Förderverein Borkumriff. Das Schiff ist ganzjährig für Besucher geöffnet.

Das Heimatmuseum „Dykhus" (=Deichhaus) liegt in unmittelbarer Nähe des Alten Leuchtturmes. Der Zugang zum Heimatmuseum führt durch ein Tor, das durch zwei hoch aufgerichteten Kinnladen eines Wales gebildet wird. Die Walknochen erinnern an die frühere Tradition der Borkumer als Walfänger. Das Museum zeigt verschiedene Abteilungen und Zimmer, in denen die wechselvolle und interessante Geschichte Borkums in zahlreichen Exponaten ausstellt sind. Das Museum wird durch den Heimatverein der Insel Borkum e.V. betreut und betrieben.

Auf Borkum zeugen noch heute Zäune aus Walkinnladenknochen vom Walfang. In der Wilhelm-Bakker–Straße befindet sich das ehemalige Haus des erfolgreichsten Borkumer Walfängerkapitäns Roelof Gerritsz Meyer. Sein Grundstück ist mit einem Zaun aus Walkinnladen umgeben, die er von seinen Walfangfahrten 1715–1782 mitgebrachte. Die Überbleibsel verwittern langsam. Deshalb setzt sich der Borkumer Heimatverein seit einigen Jahren für den Erhalt der Kinnladen ein.

In den Gebäuden der ehemaligen Marine-Seemannschaftslehrgruppe der Bundeswehr, die bis in die 1990er Jahre ein bedeutender Marinestützpunkt und größter Arbeitgeber der Insel war, betreibt das Deutsche Jugendherbergswerk seit Oktober 1996 die Jugendherberge „Am Wattenmeer". Mit 530 Betten und einem rund 20 Hektar großen Gelände ist sie die größte ihrer Art in Europa.

Das Schwimmbad „Gezeitenland" war zur seiner Einweihung das größte Meerwasser-Wellenhallenbad in Europa. Seit seinem Umbau und Wiedereröffnung im Sommer 2005 wird es als modernes „Freizeitbad" und „Spaßbad" genutzt. Eine Wellenfunktion gibt es jetzt nicht mehr.

An der Strandpromenade zwischen dem Nordbad und dem Jugendbad liegt der nordwestlichste Landpunkt Deutschlands. Er ist durch einen symbolischen Grenzpfosten markiert und mit Informationstafeln versehen.

Quelle: Wikipedia.de

Weitere Borkum Spezial-Infos:

Suche innerhalb von reisebuch.de











 
Buchen Sie Ihren nächsten Urlaub doch einfach Lastminute auf
www.ab-in-den-urlaub.de

Anzeige

Unsere meistgelesenen News: