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Auf der kargen Insel Pag

Halbinsel Povljana

Zwischen der Stadt Pag und der Brücke zum Festland erstreckt sich eines der kargsten Gebiete Kroatiens, die Povljana-Halbinsel. Trotz des Mangels an Bewuchs hat auch diese Gegend ihren Reiz, vor allem für diejenigen, die Abgeschiedenheit und Einöde nicht als Nachteil eines Reiseziels empfinden.

Dorf Povljana

Vorbei am Salzwerk von Pag und an den Salinen erreicht man die winzige, im Schilf liegende Salzarbeitersiedlung Gorica, wo eine Abzweigung zur 650-Seelen-Gemeinde Povljana führt, das (noch) als Geheimtipp erwähnenswert ist. Süßwasserquellen auf den Anhöhen rund um das Dorf verwandeln die umliegenden Parzellen beinahe in eine Oase für Obst- und Gemüseanbau. Das kleine Zentrum liegt rund um die Pfarrkirche, allerdings darf nicht mehr als ein paar Obst- und Gemüsestände und ein Minimarkt erwartet werden.

Dem Sträßchen hinter der Kirche nach rechts folgend, findet der Sonnenanbeter mit der Plaža Dubrovnik den schönsten Strand der Insel (Sand!) mit der kleinen Kapelle Sv Nikola und ein paar kleinen Schänken. Gut isst man auch im Grill Mornar am Ortseingang. Westlich des Ortes gibt es größere Heilschlamm-Vorkommen, die gegen Rheuma eingesetzt werden. Achtung: in allen erhältlichen Karten ist eine Straße zwischen Povljana und Smokvica verzeichnet – es gibt keine!

  • Die kleine Touristeninformation (Ul. St. Radica 20, Tel. 053-692003, Mo–Sa 8–12 und 18–21 Uhr) liegt an der Hauptstraße – hier werden Geldwechsel, Unterkunftsvermittlung, Auskünfte usw. geboten.

Velo Blato

Die Verbindungsstraße Povljana – Velo Blato (großer Sumpf) wird jedem Durchreisenden als "Mondlandschaft" in Erinnerung bleiben; lediglich kleine Mauern im typisch mediterranen Stil grenzen die weitläufigen, öden Parzellen ab und man fragt sich unwillkürlich: wovon eigentlich – es wächst doch ohnehin nichts? Hier könnte gut ein Film über das "Leben" nach einem Atomschlag gedreht werden! Der große Sumpf passt im Sommer in dieses Szenario; in der Regenzeit, in der die Oberfläche des Sees sich vervielfacht, bildet er ein unverzichtbares Biotop für Wildgänse, Fasane und andere Vögel.

Vlašiæi

Ein Abstecher führt nach Vlašiæi, einer 200 Einwohner zählenden Gemeinde am Ende der Nebenstraße. Hinter der Kirche führt eine S-Kurve den Hügel hinauf zu Ferienwohnungen, der Konoba Spider und zu einem Asphaltweg, über den man einen sehr hübschen Badestrand erreicht. Das Zentrum liegt unmittelbar an der Kirche mit Minimarkt und der Agentur Turist-Biro (Tel. 053-692139, nur vormittags offen).

Noch vor Vlašiæi zweigt eine schmale Nebenstraße nach Smokvica ab, einem kleinen landwirtschaftlichen Weiler auf 70 Höhenmetern. Hier kann man hausgemachte Produkte einkaufen, vor allem aber zu einigen unberührten Badebuchten auf schmalen Pfaden hinunterwandern.

Wieder zurück an der Hauptstraße am Velo Blato erreicht man über das Dörfchen Dinjiska (mit kleinem Strand) die 340 Meter lange Brücke Pažski Most zum Festland Richtung Nin und Zadar.

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Das Buch zum Artikel:

Kroatien - Norddalmatien

Kroatien - Norddalmatien

348 Seiten, komplett in Farbe, detaillierte Karten und Stadtpläne, Register, Griffmarken weitere Informationen ->

2. Auflage 2010
14.90 Euro

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