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Der African National Congress, Teil II

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Ein neuer Anfang

Die südafrikanische Regierung definierte sich nach der Wahl als South Africa’s Government of National Unity (GNU), um als Über­gangsregierung eine Verfassung zu erstellen. 7 Parteien waren beteiligt: ANC 252 Sitze, NP 82 Sitze, Inkatha 43 Sitze, Freedom Front 9 Sitze, Democratic Party 7 Sitze, PAN African Congress 5 Sitze, African Christian Democratic Party 2 Sitze.

Am 8. Mai 1996 wurde eine neue südafrikanische Verfassung von 421 Parlamentsabgeordneten verabschiedet (Zweidrittelmehr­heit). Die Verfassung wurde vom African National Congress (ANC), der National Party und der Democratic Party unterstützt. Der Pan Af­rican Congress und die Freedom Front enthielten sich der Stimme. Die Inkatha Freedom Party boykottierte die Wahl.

Südafrikas Legislative besteht nun aus zwei Kammern: der Nationalversammlung (National Assembly) und dem Provinzrat (National Council of Provinces), der sich aus 90 Mitgliedern (10 pro Provinz) zusammensetzt).

Die „Wahrheits- und Versöhnungskommission“, nach den ersten Wahlen ins Leben gerufen, hat im Herbst 1998 unter Vorsitz von Desmond Tutu ihre Arbeit beendet und gegen massiven Widerstand von Seiten des ANC und der Opposition ihren Bericht veröffentlicht. Darin werden unaufgeklärte Morde, Verschleppungen und Folter, die seitens der alten Regierung, aber auch der Widerstandskämpfer begangen oder vertuscht worden waren, angeprangert (Infos unter http://www.truth.org.za).

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8. Auflage 2010
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