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18.08.2011

AirBerlin 2011: Offizielle Informationen zur Umstrukturierung

Kategorie: Travel News
Von: if

AirBerlin steckt seit Jahren in finanziellen Schwierigkeiten. Der dezidierte Expansionskurs hat sich nicht bewährt. Jetzt gilt es, das Unternehmen mit einem geordneten Rückzug aus den roten Zahlen zu holen.

AirBerlin Flieger 2011

AirBerlin versucht sich neu aufzustellen

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Airberlin hat mit „Shape & Size" ein umfangreiches Programm eingeleitet, um das Unternehmen in Zukunft profitabel aufzustellen. Zu dem Maßnahmenpaket zählen u. a. die Verringerung der Kapazität um mehr als eine Million Sitze im zweiten Halbjahr 2011 und die damit verbundene Reduzierung der Flotte um acht Flugzeuge, die Streichung unrentabler Strecken, Frequenzreduzierungen, der teilweise Rückzug von Regionalflughäfen sowie die Konzentration auf die Drehkreuze Berlin, Düsseldorf, Palma de Mallorca und Wien. Als Beispiel unrentabler und daher zu stornierender Strecken gelten u.a.: Frankfurt - Hamburg, Frankfurt - Neapel, Stuttgart - St. Petersburg, München - Kairo und Düsseldorf - Paris.

Als Opfer der Luftverkehrsteuer sieht AirBerlin die deutschen Regionalflughäfen. So werde airberlin ihre Flüge von Münster/Osnabrück nach London, Wien und Sylt ebenso wenig aufrecht erhalten können, wie die Verbindungen von Köln/Bonn zu verschiedenen Destinationen in Marokko sowie nach Valencia. Darüber hinaus wird man über den Winter von Köln aus nicht mehr direkt mit airberlin nach Innsbruck, Neapel und Palermo kommen. Storniert wird die Strecke Hannover - London. Karlsruhe, Dresden und Basel verlieren ab November über den Winter ihre Direktverbindungen nach Palma de Mallorca; von Paderborn aus geht es nicht mehr nach London und Manchester. Außerdem werden Malaga und Alicante aus dem airberlin Programm von zahlreichen Flughäfen aus reduziert oder – wie Klagenfurt – zumindest über den Winter ganz aus dem Programm genommen. Erfurt wird als Standort ganz aufgegeben.

Positiv entwickeln sich dagegen die Airberlin Drehkreuze in Berlin und Düsseldorf. Ein Jahr vor Eröffnung des neuen Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) bietet das Airberlin Drehkreuz mit wöchentlich 9.000 Anschlussverbindungen so viele Umsteigemöglichkeiten wie nie zuvor.

Das Drehkreuz in Palma de Mallorca profitierte durch die in 2010 etablierte neue Hubstruktur. Die Anzahl der Verbindungen stieg im Sommer 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent. Mit Beginn des Winterflugplans wird auch der Flughafen Wien stärker als Drehkreuz aufgebaut. So bietet die airberlin group mehr Umsteigeverbindungen und Frequenzen nach Osteuropa (Belgrad, Bukarest, Sofia) und auf der Nord-Süd-Achse (zum Beispiel Hamburg - Sofia) an sowie bessere Abflugzeiten.

Als Erfolg geltendie bisher vereinbarten Codeshare-Abkommen mit den zukünftigen Partnern in der Airline-Allianz oneworld®. Seit Anfang des Jahres konnte airberlin durch Kunden der Partner rund 100.000 Codeshare-Buchungen registrieren. Allein in Nordamerika bietet airberlin mit American Airlines derzeit 35 Ziele in den USA, Kanada, Puerto Rico sowie auf den Bahamas an.

 

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