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12.08.2011

Unruhen in England: Auswärtiges Amt passt Reisewarnung an

Kategorie: Travel News
Von: if

Die entschlossenen Maßnahmen der britischen Regierung zeigen offenbar Wirkung. Die kriminellen Unruhe in London und anderen englischen Großstädten scheinen eingedämmt. Das deutsche Auswärtige Amt hält seine Reisewarnung für Groß Britannien zunächst weiter aufrecht.

David Cameron London

Die britische Regierung fährt einen harten Kurs gegen die Randalierer

Flash ist Pflicht!

Wenn auch in leicht modifizierter Form, so kann man auf den Seiten des Auswärtigen Amtes weiter einen Reisehinweis für Groß Britannien entnehmen, der einer Warnung gleichkommt:

"Seit dem 5.8.2011 kam es in London in einigen Stadtvierteln zu gewalttätigen Ausschreitungen. Dabei wurden Häuser und Fahrzeuge in Brand gesetzt sowie Geschäfte geplündert. Zu gewalttätigen Unruhen kam es auch in Birmingham, Liverpool, Bristol und Nottingham, sowie zuletzt in Manchester und einigen kleineren Städten. In London waren bislang insbesondere die Stadtteile Tottenham, Brixton, Lewisham, Peckham, Hackney, Croydon, Clapham, Ealing, Enfield, East Ham und Woolwich betroffen. Übergriffe wurden auch aus den Touristenvierteln Notting Hill und Camden gemeldet. Seit der Nacht zum 11. August hat es keine Vorfälle mehr gegeben. Reisenden wird geraten, besondere Vorsicht walten zu lassen, größere Menschenansammlungen zu meiden, sowie sich bei Anzeichen von Ausschreitungen sofort zurückzuziehen und den Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge zu leisten. Reisende sollten sich ferner durch die Medien über die aktuelle Entwicklung informieren und ihr Verhalten vor Ort entsprechend anpassen."

In den letzten Tagen sind die britische Regierung und ihre ausführenden Organe klar von der Defensive in die Offensive übergegangen. Erfeulich ist in dem Zusammenhang auch die Tatsache, das die Opposition die Gelegenheit der Unruhen nicht zu billiger Parteipropanga nutzt, sondern sich klar auf die Seite von Recht und Ordnung stellt.

Während in deutschen Medien einmal mehr reflexartig im Kontext der Ausschreitungen von der "Rache der Unterpriviligierten" die Rede ist, wird in der britischen Öffentlichkeit Klartext gesprochen und die Täter wren von den Behörden als Mörder und Randalierer mit der ganzen Strenge des Gesetzes verfolgt. Null Toleranz gegen Gewalt scheint eine Strategie, die nicht nur dem normalen Rechtsempfinden der Bürger entspricht, sondern auch relativ schnell zum Erfolg führt.

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