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13.10.2010

Bremer Freimarkt 2010: Die norddeutsche Wiesn eröffnet

Kategorie: Travel News
Von: s.m.

Zum 975. Mal wird am kommenden Freitag, dem 15. Oktober, auf dem Bremer Marktplatz das norddeutsche Pendant zur bayrischen Wiesn eröffnet: der Freimarkt.

Bremer Freimarkt 2010

Bremer Freimarkt nachts

Ursprung des drittgrößten Volksfestes in Deutschland war die Verleihung des Marktrechtes an Bremen.
Auf den 16. Oktober 1025 datiert eine Stiftungsurkunde von Kaiser Konrad II, die Händlern und Handwerkern von außerhalb der Stadt das Recht bestätigt, zweimal im Jahr in Bremen Markt zu halten. Bestanden haben soll diese Genehmigung allerdings bereits lange vorher.

Seit dem 19. Jahrhundert entwickelte sich der ehemalige Händlermarkt mehr und mehr zum Volksfest mit Unterhaltungscharakter.
Inzwischen ist daraus ein Großereignis geworden, das jedes Jahr im Herbst rund 4 Millionen Besucher anzieht.

Ebenso wird der Freimarkt auch „Bremens fünfte Jahreszeit“ bezeichnet, denn während der 17 Tage Dauer steht die Stadt an der Weser Kopf – karnevaleske  Lebensfreude hält mit der Bemerkung: „Ischa Freimaak“ Einzug ins Wesen der sonst doch eher kühlen Norddeutschen.


Gefeiert wird der Bremer Freimarkt täglich ab 12.00 Uhr bis 23.00, am Freitag und Samstag jeweils bis Mitternacht.

Das Festgelände ist rund 100 000 Quadratmeter groß und zieht sich von der Bremer Bürgerweide, dem Messegelände der Hansestadt, welches direkt hinter dem Hauptbahnhof gelegen ist, bis in die Innenstadt. Auf dem Bremer Marktplatz befindet sich der beschauliche Kleine Freimarkt, mit einem Nostalgiekarussel, wobei um die Unser Lieben Frauen Kirche der traditionelle Historische Markt abgehalten wird.


Mit Karussells und Achterbahnen, Geisterbahn oder Wildwasserfahrten ist auf dem Freimarkt für Action, Spaß und Freude gesorgt.


Die Bremer haben zwar keine Wiesn-Spezialitäten wie Lewakaas, Weisswuaschd, Hendl, Dampfnudl oder Brezn zu bieten, jedoch dafür eigene kleine kulinarische Spezialitäten wie Schmalzkuchen, Bratwürste, gebrannte Mandeln und andere Köstlichkeiten.


Wer seine Bratwurst oder seinen Schmalzkuchen in unterhaltender Atmosphäre genießen möchte, kommt in der Bayernfesthalle, in der Almhütte, im Hansezelt und in der Halle 7 garantiert auf seine Kosten. Dort wird dem Freimarkt-Besucher ein umfassendes Unterhaltungs- und Musikprogramm geboten, das von Volksmusik bis Rockkonzert reicht.


Insgesamt sind auf dem Bremer Freimarkt 336 Schausteller zugelassen. Darunter befinden sich 33 Fahrgeschäfte und 17 Kindergeschäfte.

 

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