Streik an Deutschlands Flughäfen?
Von: s.m.
Gerade erst ist ein Streik der Fluglotsen durch ein Schlichtungsverfahren zunächst abgewendet worden, so kommt neuer Ärger auf. Diesmal will das Sicherheitspersonal an den Flughäfen in den Streik ziehen, sofern die Tarifgespräche am kommenden Montag scheitern.
Die Gewerkschaft ver.di versucht für die rund 63.000 Beschäftigten im Sicherheitsbereich der deutschen Airports den von den Arbeitgebern geplanten neuen Manteltarifvertrag abzuwenden oder zumindest zu verbessern. Dieser enthält Veränderungen hinsichtlich Arbeitsbedingungen, Arbeitszeit, Vertragsfristen sowie Urlaubsansprüche. Nicht in die Verhandlungen mit eingeschlossen werden etwaige Lohnerhöhungen.
Nach Aussagen eines Ver.di-Sprechers sollen miserable Arbeitsbedingungen für das Sicherheitspersonal an Flughäfen herrschen. Urlaubstage sollen demnach kaum genehmigt werden, Überstunden gehören zur „freiwilligen" täglichen Arbeit genauso wie das Durcharbeiten am Stück bis zu 10 Tage lang. Gesetzlich vorgeschriebene Pausen stehen oftmals nur auf dem Papier – unzulässige und zum Teil schon menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, die die Sicherheitskräfte bisher ertragen mussten. Damit soll jetzt Schluss sein, wie Özay Tarim, Verdi-Gewerkschaftssekretär im Bereich des Düsseldorfer Flughafens, mitteilt: "Unsere Forderungen sind nicht unanständig. Es geht lediglich um die Einhaltung von Mindeststandards"."Und all dies wollen die Arbeitgeber mit dem neuen Manteltarifvertrag legalisieren"
Sollten die Gespräche mit den Arbeitgebern am Montag, den 22. August 2011, scheitern oder nicht wie gewünscht verlaufen, so ist die Gewerkschaft streikbereit, wie Tarim mitteilte.
Sollte es tatsächlich zu Streikaktionen kommen, so würden sich diese zunächst auf die Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn beziehen. Flugausfälle und Verspätungen bundesweit könnten aber die Folge sein.
Während der Gespräche mit den Arbeitgebern sollen jedoch bereits erste Streikaktionen den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.
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