reisebuch
01.02.2012

Mallorca 2012: Religionstourismus, Best Ager und Birdwatcher

Kategorie: Travel News
Von: e.pf.

Um mehr Touristen auf die Insel zu locken und wettbewerbsfähiger zu sein, erweitern Politik und Reisebranche ihr Angebot für neue Zielgruppen – Individualität ist dabei alles.

Die Tramuntana ist seit 2011 UNESCO-Welterbe.

Letztes Jahr erklärte man die Naturlandschaft „Tramuntana“ sowie den mittelalterlichen „Sibyllen-Gesang“ auf Mallorca zum UNESCO-Welterbe – der Inselrat möchte nun neue Wege gehen, um das kulturelle Erbe Mallorcas für Touristen attraktiv zu machen und möchte damit eine Gruppe ansprechen, die sich nicht nur für Natur und Strand interessiert. Häufig steht das im Zusammenhang mit einem religiösen Hintergrund – hier soll eine Art Religionstourismus mit entsprechenden Angeboten künftig greifen. Es geht im Allgemeinen darum, immer speziellere Urlauber-Zielgruppen anzusprechen bzw. zu erschließen: Individualität steht auch bei Reisen hoch im Kurs.


Organisierten Individualismus gibt es auch auf dem Gebiet der Hotels – das zeigen die ständig neuen Markennamen, wie beispielsweise Best Family, Wellness-Oasen, xperiencewelt oder Puravida. Entsprechend gibt es spezielle Angebote, die über Kategorien wie Baden, Radfahren oder Wandern weit hinausgehen: Maßgeschneidert soll der Urlaub sein.


Vermehrtes Augenmerk soll künftig auch auf den Senioren-Tourismus, die sogenannten Best-Agers, gelegt werden: Hier erfolgt eine Unterteilung der Zielgruppen in Bezug auf ihre Aktivität – der Club Vital von Neckermann hat zusätzlich zum Standort an der Playa de Palma ebenso in Port de Sóller ein Haus für sportliche Best Ager; Senioren mit gesundheitlichen Problemen freuen sich über das Angebot von „Treffpunkt Urlaub“, der Arzt, Sprechstunden im Hotel und fachmedizinische Vorträge inkludiert. Die Lohas (engl. Abkürzung für Lifestyle auf Basis von Gesundheit sowie Nachhaltigkeit) rücken ebenfalls in den Vordergrund, wichtig wird außerdem der Qualitätstourismus mit Aktivitäten wie Segeln, Wandern und Golfen. Auch der Gesundheitstourismus erweitert sein Programm: Herkömmliche Wellness-Pakete umfassen auch Prävention oder Beauty und Anti-Aging.

Auch Nischen eröffnen sich: Kleine Anbieter wie z.B. art balear locken mit Ateliers-Besuchen „fernab vom Vernissagengetümmel“ auf die Sonneninsel. Vogelliebhaber sollen mit Birdwatching z.B. in der Gemeinde Calvià bedient werden. Man darf also gespannt sein, was einem im Mallorca-Urlaub künftig geboten wird.


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