Verregnete Ostsee Saison 2011: Befürchtungen für Sommer 2012
Von: if
Nach dem Wetter-Debakel im Sommer 2011 fürchten die frisch renovierten Bäder an der langen deutschen Ostseeküste um negative Auswirkungen für die Buchungen in 2012.
Die Strandkorbvermieter in den Badeorten der Lübecker Bucht erlebten die schlechteste Saison seit 10 Jahren, und dies darf als Indiz gelten für den generellen Trend im Sommer 2011 an der Ostsee: Lange Gesichter bei den Besuchern und in der Tourismusbranche.
Regen, Wind und kühle Temperaturen bereiteten dem Aufwärtstrend der letzten Jahre an der Ostsee im Juli und August 2011 ein jähes Ende.
Als erstes flohen die Camper von überfluteten Campingplätzen, dann blieben die Tagesgäste aus. Die Unterkunftbetriebe hat genug damit zu tun, ihre Gäste mit Durchhalteparolen bei der Stange zu halten. Aber so recht fruchtete diesen Sommer alles nicht: einigen wenigen warmen und trockenen Tagen stand die doppelte bis dreifache Anzahl von Regentagen gegenüber. Vereinzelt mussten Hotels witterungsbedingte Stornierungen im Wert von einigen zehntausend Euro hinnehmen.
Die Befürchtungen gelten nun, da die Saison 2011 gelaufen ist, der Buchungslage in 2012. Wer von den enttäuschten Urlaubern wird nächstes Jahr erneut einen Ostseeurlaub buchen? Neidisch richteten sich die Blicke auf Mallorca und andere Mittelmeerinseln, wo es Sonne und Wärme im Überfluss gab, was zu einem Impuls werden könnte, den Urlaub 2012 lieber gleich dort zu buchen.
Dabei hatte im Frühjahr und Frühsommer alles noch nach einer neuen Rekordsaison an der Ostsee ausgesehen. In Schleswig-Holstein lagen die Gästezahlen um ca. 6% über denen des bereits guten Vorjahres. Im Juli musste dann z.B. Travemünde aber ein Minus von 15% an Gästen verkraften.
Besonders bitter ist diese Entwicklung, weil sie allein auf das nicht zu beeinflussende schlechte Wetter zurückzuführen ist. Gerade in den letzten Jahren haben die Bäder an der deutschen Ostseeküste von Flensburg bis Heringsdorf viel in die Steigerung ihrer Attraktivität investiert. Nun fürchtet man, dass der ewige Regen im Sommer 2011 alles zunichte machen könnte und blickt mit Skepsis auf die kommende Saison.
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