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30.07.2011

Pedelecs / E-Bike Test: 9 von 12 Elektro-Rädern fallen durch

Kategorie: Travel News
Von: s.m.

Der Trend zu Elektrorädern nimmt in dieser Saison weiter zu. Bei Händlern steigt der Umsatz, bei Kunden allerdings oftmals der Frust nach dem teuren Kauf.

E-Bikes im Test 2011

Nicht jedes E-Bike hält, was es verspricht

Fahrräder mit Elektromotor, sogenannte Pedelecs, sind in dieser Saison der Trend schlechthin. Ein teurer Spaß, der jedoch nicht immer hält, was er verspricht.

Dauertests im Prüflabor von Stiftung Warentest und dem ADAC haben ergeben, dass schlechte Bremsen, Defekte an Ketten und sogar ein Rahmenbruch bei stärkerer Belastung der Elektroräder auftreten können.

Hinzu kommen Einschränkungen im Straßenverkehr, was viele Käufer nicht wissen. Pedelecs dürfen nur dann Radwege befahren, wenn diese mit Muskelkraft betrieben werden.  Sobald der Motor angeschaltet wird, fallen die Elektroräder nicht mehr unter gewöhnliche Fahrräder, sondern unter Mofa-ähnliche Fahrzeuge. Dann dürfen nur Radwege befahren werden, wenn diese mit „Mofa frei“ gekennzeichnet sind.

Käufern sollte weiterhin bewusst sein, dass bei Pedelecs ein ausreichender Versicherungsschutz Schwierigkeiten mit sich bringen kann. Das Elektrorad fällt nämlich weder eindeutig in die Kategorie der Fahrräder noch in die Kategorie der Mofas. Somit sollten Käufer ihre Versicherung gründlich nach Klauseln und Ausschlüssen untersuchen.

Insgesamt wurden 12 Pedelecs hinreichend auf Verarbeitung, Funktion und Sicherheit getestet. Jedoch nur drei Modelle konnten im Test beweisen, dass sie die rund 2000 Euro wert sind.

Testsieger wurde das Kreidler Vitality Elite für ca 2.200 Euro. Eine qualitativ hochwertige Verarbeitung mit hydraulischen Bremsen, einem Akku-Schnelllademodus und einem neuen Mittelmotor von Bosch gehören zur Ausrüstung.

Zweiter im Test wurde das Leeds HS von Raleigh für ca. 2.400 Euro und dritter das Diamant Zouma Sport+ für 2.700 Euro. Sie erhalten als Bewertung die Note "gut".

Mangelhaft abgeschnitten haben dagegen die Räder Pegasus E-Tour für 2.000 Euro und das E-Bike von Ruhrwerk für 1.000 Euro. Nach nur 10.000 Kilometern trat beim Pegasus-Rad ein Rahmenbruch auf, was letzten Endes zur Note "mangelhaft" führte. Beim Ruhrwerk-E-Bike war die Gesamtkonstruktion mangelhaft. Schlechte Bremsen und Defekte bei Kette, Kettenblatt, im Tretlager sowie der Sattelstütze nach Beanspruchung führten zu diesem negativen Test-Urteil.

Eine sehr gute Auswahl an E-Bikes ist hier zu finden...

1 Kommentar

Seite 1 von 1 1

#1 Reiner Kolberg schrieb am 31.07.2011 17:44 answer email

Lieber Autor,

die fogende Darstellung ist schlichtweg falsch:

"(...) was viele Käufer nicht wissen. Pedelecs dürfen nur dann Radwege befahren, wenn diese mit Muskelkraft betrieben werden. Sobald der Motor angeschaltet wird, (...) dürfen nur Radwege befahren werden, wenn diese mit „Mofa frei“ gekennzeichnet sind."

Im Test der Stiftung Warentest wurden sogenannte Pedelecs getestet, die ausschließlich dann eine Motorunterstützung bieten, wenn gleichzeit getreten wird. Diese Klasse ist generell für jeden Fahrradweg zugelassen!

vgl. www.adfc.de/pedelecs/Elektrorad-Typen/Elektrorad-Typen

Wichtig ist auch zu wissen, dass 95% aller hierzulande verkaufter Fahrräder mit elektrischer Unterstützung zu dieser Klasse gehören.

 

Nicht nachvollziehbar ist für mich auch Ihre Schlussfolgerung "9 von 12 Rädern fallen durch". Heißt das im Umkehrschluss, dass alle Räder, die mit einem Notenschnitt von 2,5-2,7 abgeschlossen haben un deshalb zu recht mit befriedingend bewertet wurden mangelhaft sind? Oder geht es nur um einen guten Aufmacher?

Fragen über Fragen...

Viele Grüße, Reiner Kolberg www.e-bikeinfo.de

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