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11.07.2012

Spanien erhöht Airport-Gebühren

Kategorie: Travel News
Von: u.s.

Touristen, die einen Spanienurlaub planen, müssen ab sofort tiefer in die Tasche greifen. Die spanische Regierung hat Ende Juni in einer Hau-Ruck-Aktion beschlossen, die Flughafengebühren zum 1. Juli 2012 drastisch ansteigen zu lassen.

Flughafengebühren Palma

Auch am Flughafen von Palma sind die höheren Gebühren ab sofort fällig (copyright reisebuch.de)

Die Erhöhung der Airport-Gebühren ist bereits in Kraft getreten. Passagiere müssen nun pro Flugticket ca. 10 Euro mehr berappen. An den größten Flughäfen des Spaniens (Madrid und Barcelona) wird eine Zunahme der Flughafensteuer um ca. 50 Prozent erwartet, im Durchschnitt werden die Flughafengebühren jedoch um ca. 19 Prozent steigen.

Auch der reduzierte Mehrwertsteuersatz für die meisten Dienstleistungen in der Hotellerie soll von momentan acht auf achtzehn Prozent erhöht werden. Da sich alle Flughäfen in Spanien in Staatsbesitz befinden, können die betroffenen Airlines der Gebührenerhöhung nicht entkommen. Die Fluggesellschaften sind empört und versuchen nun über die Luftfahrt-Verbände BDL und BDF auf die spanische Regierung Einfluss zu nehmen. Falls dies keine Wirkung zeigen sollte, werden sie vor dem Europäischen Gerichtshof Klage erheben.

Besonders betroffen von der Erhöhung der Flughafengebühren sind die ehemalige spanische Staatsairline Iberia (die nun zur British Airways gehört) und die deutsche Air Berlin, die die spanischen Flughäfen verstärkt anfliegen.  Air Berlin zahlt die Gebührenerhöhung momentan nur unter Vorbehalt, da sie so abrupt erfolgt ist. Viele Tickets für den Zeitraum ab Juli wurden schon lange vorab verkauft und können daher nicht mehr nachbelastet werden.

Der britische Billigflieger Easyjet will aufgrund der hohen Steuern seine Station in Madrid schließen und 200 Mitarbeiter entlassen.

Die spanische Gesellschaft befindet sich derzeit in der Krise. Eine Arbeitslosenrate von 25 Prozent und Sparmaßnahmen der Firmen in Form von Streichung des Urlaubsgeldes führen dazu, dass dieses Jahr ca. 40 Prozent der Spanier keinen Urlaub machen werden.

An den Stränden der spanischen Festküste bzw. der Balearen werden nur wenige Spanier zu finden sein. Auch in Italien und Frankreich kündigt sich dieser Trend an, viele wollen laut Umfrage dieses Jahr am Urlaub sparen.

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