Der Death Valley National Park in den USA
Anfahrt aus dem Westen zum Death Valley National Park
Wer von Westen ins Death Valley kommt, durchquert auf den Straßen #136 und #190 auf schier endlosen Talfahrten und Aufstiegen über zwei Höhenzüge (über 1500 m auf und ab) totale Einsamkeit voll sagenhafter Formationen im Blickfeld.
Death Valley NP in den USA
Das Tal des Todes ist der Boden eines ausgetrockneten Salzsees, dessen tiefster Punkt 84 m unter NN liegt (unweit der Straße #178 ca. 18 mi südlich Furnace Creek). Hohe Gebirgszüge zwischen Tal und Pazifik halten Niederschläge fast ganz fern. Die Sommer sind glühend heiß: Von Juni bis September über 40°C im Tagesdurchschnitt, bisweilen über 50°C; abends kühlt die Luft kaum ab. Annehmbare bis – im Winter – angenehme Temperaturen herrschen von Oktober bis April.
Durchfahrt durch den Death Valley National Park
Die meisten Camper-Verleiher untersagen wegen der Hitze und des endlosen Anstiegs bei der Ausfahrt über die Straße #190 in beide Richtungen von Mai bis September Fahrten ins Death Valley. Ob nun im Campmobil oder Pkw, vor einer Fahrt ins Death Valley im Sommer sollte man Kühlwasser, Ölstand sowie Sitz des Keilriemens checken. Im Fall einer Panne bei großer Hitze darf man nicht versuchen, zu Fuß Hilfe zu holen, sondern sollte am Auto warten. Eine gute Idee sind reichliche Vorräte an Trinkbarem und ein voller Tank. Bei Anfahrt von Westen, unbedingt in Lone Pine volltanken, denn vielleicht ist die nächste und einzige Tankstelle vor Stovepipe Wells in Panamint geschlossen oder out of gas.
Das Visitor Center in der Oase Furnace Creek informiert über die geologischen Ursprünge des Tals und den Artenreichtum von Flora und Fauna in scheinbarer Leere, 8-17 Uhr täglich. Dort ist auch der Eintritt für alle fällig, die noch nicht an den Einfahrten gezahlt haben (Automat oder Toll-Häuschen): $10 pro privates Fahrzeug oder America the Beautiful Pass; www.nps.gov/deva.
Camping und Unterkunft im Death Valley National Park
Die Oase Furnace Creek verfügt über einen großen Campground der Einfachkategorie (Wasser, keine Duschen!). Die Plätze unter Bäumen sind immer als erste vergeben. Reservierung übers zentrale NP-System; Sommer $12, Winter $18.
Die Furnace Creek Ranch Lodge verfügt über einen von einer warmen Quelle gespeisten großen Pool und ein Steakhouse mit Bar: Tel. (760) 786-2345; www.furnacecreekresort.com, $116-$193. Weitere Unterkunft im Stovepipe Wells Motel: Tel. (760) 786-2387; ab $111; www.stovepipewells.com.
Panamint Springs in den USA
Wer es einrichten kann, sollte überlegen, eine Übernachtung in Panamint Springs zu buchen. Der kleine Komplex aus Restaurant, Motel mit Cabins, Campground und Tankstelle liegt zwischen zwei Passhöhen, die von der Straße #190 im Westteil des Parks zu überqueren sind. Dort ist es wegen der Höhe bei weitem nicht so heiß wie im zentralen Teil, aber (auch abends) wärmer als etwa in Lone Pine. Die dort abends vorherrschende komplette Ruhe und Einsamkeit ist beeindruckend. Und den Durst löscht man auf der Terrasse mit herrlichem Weitblick, am besten zum Sonnenuntergang. Dort schmecken auch die Steaks viel besser als in der nächsten Stadt. Reservierung unter Tel. (775) 482-7680; www. deathvalley.com/reserve/reserve.shtml. Die Übernachtung kostet ab $79; Camping für RVs ab $20; Zelt $15.
Mahagony Flat im Death Valley National Park
In dieser Ecke des Parks kann man gratis (primitiv) campen, und zwar bei Emigrant Junction und auf kleinen Plätzchen im Bereich Mahagony Flat. Wildrose (ganzjährig) und Emigrant (nur Zelte) haben sogar Wasser und kosten dennoch keine Gebühren.

Sanddünen im Death Valley National Park
Sanddünen im Death Valley National Park
Bei Stovepipe Wells im Straßendreieck #190/#267 erstrecken sich 30 m hohe Sanddünen, die sich auf vielen Fotos im Abend-/Morgenlicht oder bei Vollmond gut machen. Sie sind von mehreren Punkten an der #190 am besten zu erreichen. Unmarkierte Trails laufen von Parkbuchten an der Straße hinüber zu den weithin sichtbaren gelben Wanderdünen (ca. 400-500 m).

Der Zabriskie Point
Wichtige Anlaufpunkte im Death Valley National Park
Die reizvollste Strecke durch das Tal des Todes ist die Straße #178 (Shoshone–Furnace Creek) in Verbindung mit dem Ostabschnitt der #190. Unbedingt sollte man den farbenprächtigen Golden Canyon durchwandern (ab 30 min retour zum Parkplatz) und den noch ein paar Meilen weiter südlichen Artist Drive abfahren. Die goldfarbene Schlucht liegt unterhalb des phänomenalen Zabriskie Point, dem absoluten Muss jeden Besuchs.
Gleich dahinter beginnt der Twenty Mule Team-Rundkurs, eine raue Schotterstraße durch weitere Sandsteinformationen eines Canyon. Wer über Extrazeit verfügt, wird auch die 30 min retour zum Aussichtspunkt Dantes View nicht bereuen.
Scottys Castle im Death Valley National Park
Im nördlichen Death Valley kann man Scottys Castle bewundern, ein schlossartiges Anwesen in mexikanischem Stil. Für $11, bis 15 Jahre $6 Eintritt (geführte Tour, ggf. Wartezeit) gibt es in Scottys Palast sogar einen Wasserfall im und das Tunnelsystem unter dem Haus zu sehen. Dennoch: der hin- und zurück 72 mi weite (Um-) Weg auf teilweise kurvenreicher Strecke lohnt sich nur für Leute, die wirklich viel Zeit haben. Die Oase samt Castle und glasklarem Quellbach ist zwar durchaus sehenswert, erfordert aber für An-/Abfahrt leicht 2 Stunden. Mit Besichtigung, und sei es auch ohne Tourbuchung, aber Spaziergang hinauf zum Hügel mit Scottys Grab hoch über seinem Anwesen, ist schnell ein halber Tag vergangen. Tourinfo unter Tel. (760) 786-2392.
Vom Death Valley National Park nach Las Vegas
Las Vegas ist von der Furnace Creek Ranch auf der Straße #190 über Pahrump, der schnellsten Route, ca. 120 mi entfernt. Wer den südlichen Teil des Parks mit dem tiefsten Punkt durchqueren möchte, fährt über Shoshone bis Baker allein 130 mi. Von dort nach Las Vegas sind es weitere 90 mi.

Landkarte des Death Valley National Park
Das Buch zum Artikel:
USA - Der ganze Westen
764 Seiten, 82 Karten, ca. 300 Farbfotos, ca. 1.300 Internetadresseen für zusätzliche Infos und separate Planungskarte für die US-Weststaaten. Aktualiserte Neuauflage! weitere Informationen ->
16. Auflage 2009
25.00 Euro

