Von San Francisco nach Monterey Bay
Alternativrouten zur Straße #1 von San Francisco zur Monterey Bay
Für die Route von San Francisco nach Santa Cruz stellt sich bei ausreichender Zeit die Frage, ob man von vornherein der Küstenstraße #1 folgen oder zunächst dem schnelleren Freeway #101 bzw. der I-280 den Vorzug geben sollte.

Zentrale Küste Kalifornien
Straße #1 von San Francisco zur Monterey Bay
Die #1 erfordert mehr Fahrtstunden, ist aber vergleichsweise verkehrsarm und bietet – obwohl im Verlauf nicht durchgängig landschaftlich attraktiv – einige hübsche Abschnitte. Eine Reihe von State Beaches ermöglicht den Zugang zu Stränden unter Steilufern und in felsigen Buchten entlang dieses recht rauhen Küstenstrichs. Die Año Nuevo State Reserve südlich von Pigeon Point schützt die Paarungsgründe riesiger See-Elefanten. Man sieht die Tiere das ganze Jahr über, aber nur zwischen Dezember und März bekommt man die riesigen Bullen zu Gesicht. Camping bietet von den State Beaches nur Half Moon Bay oberhalb des gleichnamigen, zersiedelten Ferienortes. Die Anlage gehört nicht eben zur ersten Kategorie, liegt aber unmittelbar am Steilufer über einem endlosen Strand.
Butano State Park auf der Strecke von San Francisco zur Monterey Bay
Oft außerhalb der Nebelschwaden in Küstennähe befindet sich der (ebenfalls) Einfach Campingplatz des Butano State Park mitten in Redwoods, einige Meilen landeinwärts auf der Cloverdale (ab Pescadero) oder Gazos Creek Road. Mit unfreundlicher Witterung muss an dieser Küste genauso gerechnet werden wie weiter nördlich. Erst südlich Santa Barbara bessern sich die Aussichten auf überwiegend sonniges Wetter.
San Andreas Graben zwischen San Francisco und der Monterey Bay
Von den beiden Autobahnen auf der Ostseite der San Francisco Halbinsel verläuft die Interstate #280 südlich San Bruno abseits der Ballungsräume. Sie führt entlang der Stauseen San Andreas und Crystal Springs, die mitten im San Andreas Graben angelegt wurden, der Erdspalte zwischen den für die Erdbebengefährdung der Region verantwortlichen tektonischen Platten. Verlässt man die I-280 südlich von Palo Alto auf der Page Mill Road, gelangt man nach ca. 7 mi zur Los Trancos Open Space Reserve mit dem San Andreas Fault Trail (Hinweisschild; Internet: www.open space.org). Der Verlauf des 2,5 km langen Pfads an der Bruchlinie des Bebens von 1906 und Erläuterungen vermitteln noch einen Eindruck von den damals aufgetretenen Erdverschiebungen. Erwähnenswert sind um 2 m gegeneinander versetzte Zaunstücke.
Eine Weiterfahrt nach Santa Cruz über die Straßen #35 und #9 ist zwar zeitraubend, aber von der reizvollen Streckenführung her erwägenswert.
Silicon Valley zwischen San Francisco und Monterey Bay
Bei genereller Bevorzugung der Autobahn würde der Autor die I-280 nicht nur wegen ihrer Streckenführung und des Los Trancos- Abstechers samt reizvoller Weiterfahrt empfehlen, sondern auch wegen ihrer geringeren Verkehrsdichte gegenüber der #101 durch das Silicon Valley. Unter diesem Begriff wurde ein heute weitgehend gesichtslos zersiedelter Landstreifen zwischen Palo Alto und San José bekannt, wo Anfang der 70er-Jahre erstmals die Herstellung von Mikroschaltkreisen auf Silikonplättchen gelang. In der Folge expandierte dort die amerikanische Computer- und High-Tech-Industrie zunächst explosionsartig und hat sich – nach schwankender Entwicklung – mittlerweile auf hohem Niveau stabilisiert. Wer sich dafür und den heutigen Stand der Dinge interessiert, findet im Silicon Valley Weekly Newspaper viele Hinweise. Der Palo Alto University Bookshop verfügt über eine sagenhafte Auswahl an EDV-Literatur.
Apropos Palo Alto: Aus dieser Stadt und weltbekannt sind die Namen Hewlett & Packard. Die alte Garage in der 367 Addison Ave, in der diese beiden Studenten der Stanford University ihre ersten Computer zusammenschraubten, ziert heute die Bezeichnung National Historic Landmark.
Stanford University
Untrennbar mit Palo Alto verbunden ist die hoch eingeschätzte (private) Stanford University. Der ausgedehnte Universitätscampus befindet sich eine gute Meile außerhalb des hübschen Städtchens mit einer der höchsten Kriminalitätsraten Kaliforniens. Die einzelnen Fakultäten liegen weit verstreut. Die zentrale Plaza mit basilikaähnlicher Kirche und einigen Gebäuden in pittoreskem mexikanischen Stil ist sehenswert, eine Besichtigung ähnlich ergiebig wie im nahen Berkeley. Wer sich die Zeit für den Umweg nach Stanford nimmt, sollte vielleicht auch einen Blick ins (freie) Cantor Center for Visual Arts werfen (Mi- So 11-17 Uhr, Sa+So ab 13 Uhr, Mitte August bis Labor Day geschlossen). Eine Kollektion von Kunstwerken aller Kulturen ist zu bewundern, außerdem ein Sculpture Garden mit Rodin-Plastiken. Ein Informationsbüro, wo auch die Campusführungen starten, befindet sich am Ende des Palm Drive, Tel. (650) 723-2560; www.stanford.edu
Wer im Bereich Palo Alto noch ein Quartier sucht, findet in der Hidden Villa Ranch (26870 Moody Rd, Los Altos Hills) eine private Cabin (Josephine’s Retreat, ab $49) und Hostel (33 Betten, $20-$24) in einem herrlich abgelegenen Gelände; Tel. (650) 949- 8648; Exit Moody/El Monte von der I-280; www.hiddenvilla.org.
Santa Clara zwischen San Francisco und Monterey Bay
Was wären amerikanische Großstädte ohne ihre Vergnügungsparks! Paramounts Great America in Santa Clara (nördlich San Jose zwischen der 101 und der Straße # 237) bedient die Bewohner der unteren San Francisco Bay Region mit einem riesigen Gelände. Das Amusement für $47/Person über 3 Jahre besteht dort aus viel Show von Delphinspringen bis Bühnenglamour. Dazu gibt es die üblichen Jahrmarkt-Rides, darunter 10 Roller Coaster (Achter- bahnen) und Schlauchboot-Trip über künstliche Stromschnellen, alles garniert mit jeder Menge Restaurants und Souvenirshops. Geöffnet Mo-Fr und So 10-21 Uhr, Sa bis 23 Uhr Memorial bis Labor Day; restliche Zeit nur Sa+So.
Wasserspaß
Der Planschpark mit den beliebten Wasserrutschen in vielen Varianten heißt im San José Bereich Raging Waters und liegt im Lake Cummingham Regional Park (Capitol Expressway, Tully Rd) unweit der Freeways I-680 und #101. Ab Juni bis Labor Day täglich 10-19, danach wetterabhängig. Tagespass $28, bis 1,20 m $22.
Winchester Mystery House
Eine originelle Attraktion ist das Winchester Mystery House westlich San José am Winchester Blvd zwischen I-280 und Stevens Creek Blvd. Die Witwe des Erfinders des Winchester-Gewehres verbaute in diesem Haus einen Teil ihres Vermögens im Glauben, durch unaufhörliches Anbauen Unsterblichkeit zu erlangen. Bevor sich dies als Irrtum herausstellte, waren in 160 Räumen 10.000 Fenster, 2.000 Türen, 40 Treppen und 47 Kamine eingesetzt. Eintritt $24, bis 12 Jahre $18 inkl. Winchester Historic Firearms & Antique Products Museum enthalten. Geöffnet 9-19 Uhr von Juni bis Labor Day, sonst kürzer; www. winchestermysteryhouse.com.
www.ab-in-den-urlaub.de
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