Ein Kostenvergleich: Camper vs. PKW-Zelt/Motel
Ein Vergleich über 3 Wochen
Nach einem Durchrechnen der Camperkosten, besonders für die Hochsaison, wird mancher vielleicht noch einmal seine Priorität für einen Camper in Frage stellen und die Alternativen Miet-Pkw mit Zelt und/oder Motel/Hotel bedenken. Vor allem während der Sommersaison errechnen sich trotz des gesunkenen Dollarwertes extrem hohe Kosten-Differenzen:
Ausgangspunkt einer Vergleichsrechnung sei ein 3-Wochen-Urlaub von 2 Personen im Juli/August ab Westküste USA. Dabei würden 18 Tage Campermiete anfallen und 3 Wochen Pkw-Miete.

Unterwegs mit einem Camper
Der Einfachheit halber sei ein 2007 in etwa realisierbarer Inklusivpreis (Camping Kit, Mehrmeilen, VIP Versicherung etc.) für einen Moturis Supervan 21 Fuß inkl. 200 mi/Tag von ca. €112 pro Tag angenommen ($20-$25 preiswerter bei Happy Travel für ältere Fahrzeuge). Nebenkosten für 2 Personen €220 (Campingkit, Prep-Fee) und VIP-Vollkasko $342 ($19/Tag+8,5% tax) bzw. €285 Der Camper brauche ca. 20 l/100 km bei Literkosten von ca. €0,55 (bei ca. $2,65 pro Gallone zu 3,8 l).
Ein Pkw (Midsize) oder Midsize SUV kostet inkl. Vollkasko, lokalen Steuern und Haftpflichtdeckung $1 Mio. (s. oben) im Sommer 2007 als Super-Inklusiv mit Hochsaisonzuschlag z.B. bei Alamo für die hier anliegenden 18/19 Tage wie 3 Wochen €230/Woche minus ggf. 5% Frühbucherrabatt; Verbrauch 10 l auf 100 km.
Beide Wagen fahren insgesamt 3.600 mi (5.760 km):
Camperkosten
18 Tage Miete etc. (s. Text): €2.522
Benzinkosten: €634
Höhere Campinggebühren als Zelt: €126 (angenommene +$9 bzw. €7/Nacht)
Gesamtkosten Camper: €3.282
Pkw-Kosten
3 Wochen Miete: €656
Benzinkosten: €317
Gesamtkosten Pkw: €973
Die Differenz beträgt hier stattliche €2.309. Auch beim billigsten Econo Van (z.B. zu buchen bei Adventure Travel) würde sie in der Hochsaison kaum unter €1.500 fallen. Von dieser Summe kann man eine ganze Campingausrüstung zusammenkaufen, bei miesem Wetter im Motel übernachten und dennoch einiges übrig behalten. Selbst Minivan oder Full Size SUV, die sich mit viel Platz hinter den Sitzen für Campingurlaube besonders gut eignen, kosten einschließlich Mehrverbrauch nur ca. plus €500 für 3 Wochen.

Camping
Zwar vermindert sich der Abstand zwischen beiden Alternativen im Mai/Juni sowie im September und erst recht früher bzw. später im Jahr noch weiter, aber auch dann wird er immer noch leicht bei über €1.000 liegen.
Aufschlussreich ist auch der Vergleich zwischen Camper und Pkw/Motel. Dabei sind die oben nur als Differenz berücksichtigten Übernachtungskosten explizit mitzurechnen.
Nimmt man nun (im Sommer!) durchschnittliche Motelkosten in Höhe von $80 pro Nacht inkl. Steuern an, für ein Campmobil moderate $26 Campgebühren täglich und – für beide Fälle – je eine erste und letzte Nacht im Stadthotel für je $120, dann ergibt sich bei einem Wechselkurs von € 1 = $1,30:
Camperkosten plus Übernachtung
Fahrzeugkosten (siehe oben: €2.522+€634): €3.156
Campingkosten 18 Nächte zu €20 ($26): €360
Hotelkosten 2 Nächte: €185
Gesamtkosten Camper: €3.701
Pkw-Kosten plus H/Motelübernachtung
Fahrzeugkosten (siehe oben): €973 Übernachtungen (€185+18x €62): €1.301
Gesamtkosten Pkw: €2.274
Der immer noch erheblichen Ersparnis im PKW stehen höhere Kosten für Mahlzeiten gegenüber, da bei der Kombination Pkw + Motel die Selbstverpflegung schwieriger ist. Aber man müsste in Cafeterias und Restaurants schon täglich zulangen, um in 20 Tagen eine Differenz von €1.427 aufzufuttern.
Auch noch nicht viel anders sieht es aus in der Vor- oder Nachsaison (Mai/Juni und September/Oktober), wenn Camper zwar für €500-€700 (€30-€40/Tag) billiger zu haben sind, aber auch die Motelkosten um vielleicht – im Schnitt des Beispiels – von $80 auf $60, also um +/- €20/Tag oder etwa um +/- €400 für die ganze Reise sinken. Unter Berücksichtigung des Vorteils durch die Selbstverpflegung kommt der Camper erst bei absoluten off-season-Tarifen im Spätherbst, Winter oder Frühjahr kostenmäßig in Größenordnungen nahe denen der Hotelübernachter.
Die Reisekasse schont am meisten, wer zwischen Mai und Oktober einen Pkw, Van oder Jeep mietet und in Zelt und/oder Hostel, gelegentlich sogar im Motel übernachtet. Erst früher oder später im Jahr kommt – rein ökonomisch gedacht – auch ein (kleineres) Campfahrzeug mit überschaubarem Benzindurst in Frage.
Leute (ab 21 Jahren), die lieber einen Camper mieten würden, aber vor den hohen Tarifen + Nebenkosten zurückschrecken, finden bei adventure travel (www.usareisen.com) etwas kostengünstigere Anbieter mit älteren Fahrzeugen.
