Flüge in die USA und Kanada
Die gängigen Transatlantiktarife gibt’s in jedem Reisebüro. Die Zeitschriften Reise & Preise und Clever reisen listen die jeweils günstigsten Anbieter auf dem deutschen Markt und verfügen auch über gute Websites mit aktuellen Tabellen zum Flugtarifvergleich: www.fliegen-sparen.de bzw. www.reise-preise.de. In der Schweiz geht nichts über den Globetrotter Travel Service. Direktbuchungen im Internet sind ebenfalls möglich aber oft mühsam und selten preiswerter zu arrangieren als durch eine auf Flüge spezialisierte Agentur.
Sonderflüge in die USA
Beim Charterflug hat der Passagier bei den Transatlantikflügen nur eine begrenzte Auswahl von Abflughäfen und Flugterminen. Das gilt speziell für Kanadas Osten und den Nordosten der USA. Einzige für diesen Bereich Nordamerikas verbliebene Gesellschaften sind Air Berlin (New York) und Air Transat (Toronto und Montreal ab Deutschland; auch nach Québec ab Paris). Für den Westen der USA gibt es zur Zeit nur zwei Charterziele: Condor fliegt von Frankfurt nach Las Vegas, Air Berlin von Düsseldorf nach Los Angeles und Las Vegas und bietet weitere Ziele in Kooperation (Umsteigen in LA bzw. Las Vegas) mit United Airlines an. Der Rückflug erfolgt normalerweise vom Zielflughafen und kann eher selten von einem anderen Airport (Gabelflug) gebucht werden.
Komfortklassen bei den Amerikaflügen
Beide Airlines bieten eine Komfortklasse ähnlich Business beim Linienflug (bei Air Berlin heißt sie auch Business, bei Air Transat Club Class); sie sind aber nicht ganz so teuer. Von Düsseldorf nach New York kostet das bei Air Berlin ca. €900 one-way.
Probleme der Sonderflüge
Eine mögliche Problematik des Sonderfluges liegt bei der Rückreise. Vor Reiseantritt kann man den Flug gegen Zahlung der entsprechenden Gebühren noch umbuchen (variiert mit dem Veranstalter und der Fluggesellschaft). Einmal in Amerika, lässt sich am Rückflug kaum mehr rütteln. Die meisten Urlauber werden dies nicht als besonderen Nachteil betrachten.
Gepäcklimits bei Amerikaflügen
Das sonst meistens gültige Freigepäck von 20 kg (auch Air Transat nach Kanada) gilt nicht bei Air Berlin (New York). Wie bei den Linienfliegern sind zwei Gepäckteile erlaubt, davon ein Teil bis 23 kg frei, ein 2. Gepäckstück bis max. 23 kg kostet €40 je Flugstrecke. Übergewicht bis je max. 32 kg kostet je Koffer €25.
Linienflüge in die USA
Bei den Linienfluggesellschaften kann man meist aus einer Vielzahl vorhandener Verbindungen wählen. Für den Rückflug kann ohne weiteres ein anderer Flughafen als der Ankunfts-Airport gewählt werden. Trotz dieser Möglichkeit unterbietet mancher Linientarif die Preise der Ferienflieger.
Tarifvergleich und Konditionen
Bei einem Tarifvergleich ist es äußerst wichtig, die »Nebenbedingungen« gebührend zu beachten. Das beginnt bei Umbuchungs- und Stornokosten bei Datenänderung und eventuellem Rücktritt, die veranstalterabhängig erheblich dif ferieren können – sogar bei identischer Airline. Auch errechnen sich versteckte Preisunterschiede für alle, die nicht in der Nähe der Großflughäfen wohnen, aus den Anreisekonditionen und ggf. Abflugzeiten (Übernachtung notwendig?) sowie den Parkgebühren der verschiedenen Airports. Die Tarife etwa der Lufthansa (in Kooperation mit United/Continental und Air Canada in der Star Alliance), die sich auf jeden deutschen Flughafen beziehen, werden für manchen Kunden preiswerter und auch bequemer sein als ein nominal günstigeres Konkurrenzangebot, das nur ab Frankfurt oder München gilt. Das »richtige« Ticket hängt daher sehr stark vom persönlichen Anspruch ab.
Flugunterbrechungen
Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen Ferien- und Linienflug ist die Möglichkeit zu Flugunterbrechungen – auf dem Weg nach Chicago etwa in New York oder Boston. Unterbrechungen sind nur möglich bei amerikanischen oder ggf. europäischen Gesellschaften mit Kooperationspartner in Amerika, da nach einer Unterbrechung mit Amerikanern/Kanadiern weitergeflogen werden muss (z.B. Kombination KLM/Northwest für Flüge nach Detroit, Unterbrechung z.B. in Boston). Einige US-Airlines bieten ein Stopover selbst in Verbindung mit dem preiswertesten Trans-atlantik-Tarif ohne Aufpreis.
Kindertarife bei Amerikaflügen
Für Kinder zwischen 2 und 11 Jahren werden von den meisten Fluggesellschaften 67%-80% des Vollzahlertarifs berechnet. Der bis vor einigen Jahren allgemein übliche 50%-Discount für diese Altersgruppe existiert nicht mehr. Kleinkinder unter 2 Jahren zahlen ohne Platzanspruch zwischen €50 und 10% des Ticketpreises der Eltern. Bei langen Flügen (z.B. Toronto ca. 9 Stunden) stellt sich die Frage, ob fürs Baby nicht ein Kinderticket mit garantiertem Sitz gelöst werden sollte.
Das Buch zum Artikel:
Kanadas Osten, Nordosten der USA
752 Seiten, durchgehend vierfarbig, 70 Karten und über 300 Farbabbildungen. Mit herausnehmbarem New York City Extra (48 Seiten und 8 Karten) und separater, farbiger Straßenkarte der Region,... weitere Informationen ->
8. Auflage 2010
25.00 Euro
www.ab-in-den-urlaub.de
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