Mietwagen und Automiete in den USA
Mindestalter für eine Pkw- Miete in den USA
Voraussetzung der Fahrzeugmiete ist allgemein ein Fahrermindestalter von 21 Jahren. Jüngere Mieter haben es sehr schwer, überhaupt etwas zu finden oder zahlen extreme Aufschläge bei auch noch riskanten Versicherungsregelungen. Für Fahrer unter 25 Jahren wird in aller Regel ein Zuschlag von mindestens $10 bis $45/Tag (plus Tax) berechnet, meistens $20/$25 pro Tag und ggf. in Abhängigkeit vom Anmietort.
Aber es gibt eine Ausnahme: Vor ein paar Jahren hatte die Firma Alamo das bisherige Mindestalter für ihr Sonderpaket »Under 25« von 21 auf 19 Jahre herabgesetzt und damit offenbar keine guten Erfahrungen gemacht. Denn die neuen Tarife 2010 für das »Under 25 Special« beziehen sich nun wieder nur auf die Gruppe der 21- bis 24jährigen Mieter. Und ganz so preiswert wie in Vorjahren ist es auch nicht mehr. Unter 25-jährige Mieter zahlen nun – bei Entfall eines Tageszuschlags – je nach Wagentyp und Anmietregion €80 bis €100 pro Woche mehr als Mieter ab 25 Jahren für Super Inklusive (das etwas billigere Standardpaket gibt’s also für junge Leute nicht mehr). Wichtig: Das »Under 25 Special« ist nur erhältlich bei Vorausbuchung in der Heimat, nicht direkt vor Ort.
Verleihfirmen und Buchung von Pkws in den USA
Bei hiesigen Reiseveranstaltern kann man die komplette Palette gängiger amerikanischer Leihwagen vom Subcompact/Economy (Ford Fiesta Klasse) über SUVs und Cabrios bis zum Minivan buchen. Über wie gend wird mit großen internationalen Firmen wie Avis, Alamo/National, Hertz etc. kooperiert, aber auch mit günstigeren Rental Car Companies wie Enterprise, Dollar u.a.
Ein Vergleich der Kataloge bzw. Internetportale großer Reiseveranstalter (Meier’s, Dertour, CRD, FTI, SK touristik u. a.) für die Reisesaison 2010 zeigt, dass substanzielle Unterschiede bei den Miettarifen nicht existieren. Das gilt auch für Saisonzuschläge (ca. €20-€40 pro Woche) bei Anmietung im Juli und August.
Die Buchung vor der Reise kann außer bei Reiseveranstaltern bzw. in Reisebüros und den preisgünstigen Mietwagenvermittlern holiday autos, sunny cars oder billiger-mietwagen (nur im Internet) auch bei Automobilklubs oder direkt bei den Leihwagenfirmen erfolgen, soweit sie hier vertreten sind.
Eine Übersicht über die Tarife diverser Vermieter findet man z.B. unter www.usareisen.de, www.usareisen.com, www.planetware.com > cars und www.billiger-mietwagen.de.

- Pkw oder Van? (Pkw oder Van?)
Pkw- Kategorien
Pkw und Vans können ausschließlich nach Größenklassen von Economy bis Fullsize/Premium und nach Gattungskriterien wie Convertible (Cabriolet), SUV oder Minivan gebucht werden. Bestimmte Fahrzeugmarken und -typen lassen sich nicht reservieren. Jedoch ist man vor Ort in der Regel bemüht, Kundenwünschen
entgegenzukommen, sollte der bereitgestellte Wagen nicht zusagen. Einige Vermieter führen mehrheitlich die Autos bestimmter Hersteller (z.B. Avis: General Motors, Hertz: Ford).
Wahl von Pkw- Kategorien
Amerikanische Kraftfahrzeuge sind nach wie vor komfortabler als europäische Wagen vergleichbarer Größe. Leihwagen besitzen immer ein Automatikgetriebe und Klimaanlage (Air Condition). Nichtsdestoweniger hält sich ihr Treibstoff-verbrauch heute wegen moderner Motoren und der Tempobeschränkungen in erträglichen Grenzen.
Größe der Pkw-Mietwagen USA
Bei der Wahl der Größe sollte man sich nicht zu sehr vom Preis leiten lassen; die Unterschiede sind bei den Pkw von Größenklasse zu Größenklasse oft kaum der Rede wert (€15-€40 pro Woche!). Ein etwas geräumigerer Wagen bietet den Vorteil, dass der Kofferraum nicht so knapp ist. Ab 4 Personen sollte man –
speziell auf längeren Reisen – an einen Minivan denken (ab ca. €270 pro Woche inkl. Vollkasko/CDW), wenn ein Campmobil nicht in Frage kommt. Minivans gibt es von Avis auch in behindertengerechter Ausführung in vielen wichtigen Städten.
Bei Vorausbuchung sind mit der Zahlung normalerweise die Basiskosten des Mietwagens, Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung und die Umsatzsteuern abgedeckt.
CDW/LDW für die Amerikareise
Die – nach unserem Verständnis – Vollkaskoversicherung, je nach Gesellschaft CDW/Collision Damage Waiver oder LDW/Loss & Damage Waiver genannt, ist – wie gesagt – durchweg in den Tarifen enthalten. Normalerweise entfällt jede Selbstbe- teiligung. In Amerika zahlt ein Mieter ohne CDW/LDW (zunächst) alle Schäden am Fahrzeug. Solange etwa der Unfallgegner sein Verschulden nicht anerkennt bzw. nicht rechtskräftig schuldig verurteilt ist und effektiv den Schaden trägt, bleibt man ohne CDW selbst auf fremdverursachten Schäden sitzen.
Unlimitierte Meilen/ Kilometer
Bei Pkw-Mieten ist in ganz Nordamerika grundsätzlich Unlimited Mileage in den Tarifen enthalten. Es gibt indessen in Canada einige wenige Anmietstationen (z.B. St. John’s auf Newfoundland), wo Vermieter die Tageskilometer limitieren bzw. Mehrkilometer berechnen. Die Preisunterschiede zwischen verschiedenen
Anmietregionen, sei es in den USA oder in Canada, sind nicht mehr nennenswert, lediglich im Staat New York zahlt man €30-€50 höhere Wochenmieten.
Mieten in Canada oder in den USA
Die Tarife für eine Pkw-Miete sind in Canada bis auf die Hochsaisonmonate Juli/ August (dann plus ca. €50 pro Woche) in etwa gleich hoch wie in den USA. Bei einer Ersparnis von €50 pro Woche lohnt sich eine Automiete in grenznahen Städten der USA – etwa in Detroit – aber nur für ganz scharfe Rechner (die Ticketpreise für Transatlantikflüge etwa nach Detroit und Toronto sind nicht sehr unterschiedlich).
Zusatzkosten
Über den Basistarif hinaus entstehen weitere Kosten. Direkt beim Vermieter müssen ggf. Aufschläge für junge und/oder zusätzliche Fahrer, Über- führungsgebühren bei Einwegmieten und ggf. Zusatzversicherungen in Dollar beglichen werden.
Steuern
Die lokalen Steuern sind bei den hier gebuchten Fahrzeugen im allgemeinen bereits im Tarif enthalten. Bei Zusatzkosten, die vor Ort entrichtet werden, kommen immer Taxes hinzu: In den USA beträgt die Sales Tax der Einzelstaaten 6%-8,75%
plus lokaler Zusatzprozentsätze und oft auch noch Sonderaufschlägen bei Wagenmiete/-rückgabe am Airport. In Canada gilt überall einheitlich die Goods & Services Tax (GST) von 6%, eine Mehrwertsteuer, plus 7,5-10% Provincial
Sales Tax (PST) .
Einwegmiete für die Pkws in der USA
Alle Tarife gelten zunächst unter der Voraussetzung, dass das Fahrzeug am Ausgangsort zurückgegeben wird. Auch am Airport übernommene Autos können häufig nicht ohne Zusatzkosten in einer City-Filiale derselben Stadt wieder abgegeben werden und umgekehrt. Während es in den USA bei vielen Firmen eine ganze Reihe Ausnahmen von dieser Regel gibt (z.B. Rückgabe ohne Mehrkosten innerhalb eines Staates oder im Großraum Washington DC/New York City/Boston bei Übernahme/Abgabe an einer Flughafen station), sind sie in Canada sehr dünn gesät.
Grenzüberschreitende Einwegmiete
Eine Einwegmiete, soweit möglich (in Canada und von Canada in die USA nur zwischen bestimmten Städten), unterliegt verschiedenen Restriktionen: Nicht alle Fahrzeugkategorien sind dafür zugelassen. One-way muss daher ausdrücklich bestätigt werden. Durchweg wird für die Einwegmiete eine entfernungsabhängige Pauschale berechnet, die mit dem Vermieter variiert.
Das Buch zum Artikel:
Kanadas Osten, Nordosten der USA
764 Seiten, durchgehend vierfarbig, 69 Karten und über 300 Farbabbildungen. Mit herausnehmbarem New York City Extra (vierfarbig, 60 Seiten und 8 Karten) und separater, farbiger Straßenkarte... weitere Informationen ->
9. Auflage 2013
25.00 Euro

