Travemünde im Juli und Travemünde im November sind zwei unterschiedliche Reiseziele. Im Hochsommer stehen die Strandkörbe dicht, die Promenade ist voll, und während der Travemünder Woche herrscht Ausnahmezustand. Im Herbst gehören Strand und Wege wieder stärker den Spaziergängern. Auf der Trave geht der Betrieb trotzdem weiter.
Gerade das macht Travemünde zu einem der überzeugenderen Ganzjahresziele an der schleswig-holsteinischen Küste. Hafen, Schiffsverkehr, Einzelhandel, Gastronomie und die Nähe zu Lübeck verhindern, dass der Ort nach der Badesaison weitgehend in Winterschlaf fällt. Mehr dazu in unserem Überblick Ostsee nach der Hauptsaison: Tipps für Individualreisende.
Wer Ruhe und Naturidylle sucht, findet an der Ostsee kleinere Orte. Wer dagegen Strand, Schiffe, gutes Essen, Einkaufen, Wandern und ein wenig Seebadgeschichte miteinander verbinden möchte, bekommt in Travemünde eine ungewöhnlich große Auswahl. Wie unterschiedlich die Orte der Region sind, zeigt auch unser Vergleich der Badeorte an Lübecker und Hohwachter Bucht.
Im Fischereihafen anfangen
Wir würden nicht zuerst zum Kurstrand gehen, sondern zum Fischereihafen am Baggersand.
Hier liegen Fischerboote und kleinere Kutter an den Stegen, Fisch wird verkauft und gegessen, und auf der Trave ziehen immer wieder große Schiffe vorbei. Ein wenig Zeit zum Boote-Gucken sollte man einplanen.
Interessant ist zugleich der starke Wandel dieses Hafenbereichs. Direkt am alten Fischereihafen entsteht mit BALTIQUE ein Quartier mit 251 Wohnungen in zwölf Gebäuden, darunter hochwertige Eigentums- und Ferienwohnungen. Gleich daneben sind beim Projekt Wohnen auf dem Baggersand 254 Mietwohnungen entstanden, darunter 47 öffentlich geförderte.
Der Gegensatz ist bemerkenswert: hier Fischerboote und Arbeitsbereiche des Hafens, dort großzügige Balkone, Glasfronten und teurer Wasserblick.
Reisebuch.de-Tipp: Nicht nur durch den Fischereihafen laufen. Eine Bank suchen, den Hafenbetrieb beobachten und sich die neuen Wohnquartiere ansehen. Kaum irgendwo zeigt sich deutlicher, wie stark sich Travemünde gerade verändert.
Rustikaler Fisch gehört dazu
Zum Fischereihafen passt ein unkompliziertes Fischessen besser als große Gastronomie.
Die Fisch-Kombüse ist dafür eine unserer Adressen. Gebratener Fisch, Fischbrötchen und andere Klassiker stehen im Mittelpunkt. Wer später an der Vorderreihe noch einmal Appetit bekommt, findet dort die Fischkombüse Vorderreihe 12 unmittelbar an der Trave.
Reisebuch.de-Tipp: Für den rustikaleren Teil des Travemünde-Programms Fischereihafen und Kombüse zusammen einplanen. Das Gegenprogramm folgt später mit Due Fratelli oder Afternoon Tea im Grand Hotel.
Sandskulpturen: für den Regentag aufsparen
Direkt beim Fischereihafen befindet sich eine der besten Schlechtwetteralternativen Travemündes.
Die Sandskulpturen Travemünde werden in drei überdachten Bootshallen auf rund 3.500 Quadratmetern gezeigt. 2026 lautet das Thema „Zeitreise – Geschichte, Mythen & Kindheitsträume aus Sand“. Die Ausstellung läuft vom 14. März bis 1. November und reicht damit weit über die sommerliche Hauptsaison hinaus.
Reisebuch.de-Tipp: Bei Sonnenschein lieber Strand oder Priwall. Die Sandskulpturen für einen regnerischen Frühjahr- oder Herbsttag aufheben.
Fisch Stengel: für zu Hause etwas mitnehmen
Nur wenige Minuten entfernt liegt in der Kurgartenstraße 94 Fisch Stengel.
Der Fachbetrieb ist eine gute Adresse für Räucherfisch, Matjes, Salate, Marinaden und wechselnde Spezialitäten. Wer eine Ferienwohnung hat, kann sich hier problemlos für ein Abendessen eindecken. Aktuelle Angebote stehen direkt bei Fisch Stengel Travemünde.
Reisebuch.de-Tipp: Nicht automatisch beim Fischbrötchen bleiben. Gerade die Salate, Matjesspezialitäten und Räucherwaren machen Stengel interessant.
Vorderreihe: Travemünde kann auch Shopping
Danach geht es zur Vorderreihe, Travemündes Mischung aus Travepromenade, Einkaufsstraße und Gastronomiemeile.
Für einen Ferienort ist der Modeeinzelhandel erstaunlich gut. Bei Dress Up 58, Vorderreihe 58, gibt es Damen- und Herrenmode unter anderem von Ralph Lauren, Bogner, Gant, Joop, Closed und Paul & Shark.
Nur wenige Häuser weiter liegt Dress Up Travemünde, Vorderreihe 63, ebenfalls von Matzen. Das größere Modehaus konzentriert sich stärker auf Damenmode und führt unter anderem Marc O’Polo, Brax, Mos Mosh, Opus und Monari. Adressen und aktuelle Öffnungszeiten gibt es direkt bei Matzen und Dress Up Travemünde.
Reisebuch.de-Tipp: Für Dress Up und Matzen tatsächlich Zeit einplanen. Das ist etwas anderes als die übliche Mischung aus Souvenirs, Strandkleidern und maritimer Dekoration.
Due Fratelli: unser Mittagstipp
Eine unserer konkretesten Empfehlungen liegt in der Vorderreihe 17.
Das Ristorante Due Fratelli serviert mediterrane Küche in gepflegtem, aber nicht steifem Ambiente. Besonders schön sitzt man mit Blick auf die Trave und die ständig hin- und herfahrenden Priwallfähren.
Das interessante Detail ist das Mittagsmenü für derzeit 23,90 Euro.
Reisebuch.de-Tipp: Das Mittagsmenü im Due Fratelli gehört für uns zu den besten Preis-Leistungs-Tipps in Travemünde. Für 23,90 Euro lässt sich hier gepflegt essen, während vor den Fenstern die Priwallfähren vorbeiziehen. Für diese Lage und dieses Ambiente ist das bemerkenswert günstig. Da Gerichte und Preise wechseln können, vorher kurz die aktuelle Mittagskarte ansehen.
Wer noch etwas warten möchte, kann anschließend direkt weiter an der Trave entlanglaufen.
Fischbrötchen bei Kombüse oder GOSCH
Ein Fischbrötchen sollte trotzdem irgendwann in das Programm passen.
Wer es eher bodenständig mag, bleibt bei der Kombüse. GOSCH weiter Richtung Travemündung ist größer, lebhafter und touristischer, punktet aber mit der Lage unmittelbar am Wasser.
Reisebuch.de-Tipp: Kombüse für das Fischbrötchen, Due Fratelli für das gepflegte Mittagessen. So bekommt man an einem Wochenende zwei sehr unterschiedliche Seiten der Travemünder Gastronomie.
Niederegger: Marzipantorte mit Trave-Spaziergang
Auch Niederegger gehört zu Travemünde.
Die Filiale befindet sich in der Vorderreihe 56. Neben Marzipan gibt es Kaffee, Torten und Eis. Die aktuellen Zeiten findet man bei Niederegger Travemünde.
Natürlich ist das Traditionshaus kein Geheimtipp. Eine gute Marzipantorte wird dadurch aber nicht schlechter.
Reisebuch.de-Tipp: Niederegger als Kaffeepause zwischen Shopping und Leuchtturm einbauen. Danach ist man sofort wieder am Wasser.

Auf den Alten Leuchtturm steigen
Der Alte Leuchtturm Travemünde sollte nicht nur von außen fotografiert werden.
Der heutige Backsteinturm stammt aus dem Jahr 1539 und gilt als ältester Leuchtturm Deutschlands. Ein Leuchtfeuer in Travemünde ist sogar wesentlich früher belegt. Bis 1972 war der Turm in Betrieb, dann wanderte das Leuchtfeuer auf das Dach des Maritim-Hochhauses.
Heute befindet sich im Turm ein kleines maritimes Museum. Entscheidender ist allerdings die Aussicht von oben über Travemündung, Priwall, Lübecker Bucht und Hafenanlagen.
Besichtigungszeiten gibt es beim Alten Leuchtturm Travemünde.
Reisebuch.de-Tipp: Wenn geöffnet, hinaufsteigen. Die Aussicht ist interessanter als ein weiteres Foto von unten.
Parks als ruhiger Gegenpol
Hinter Strand und Promenade besitzt Travemünde mehrere Grünflächen.
Der Godewindpark mit Teich und altem Baumbestand eignet sich für eine kleine Schleife abseits des Trubels. Direkt am Strand liegt der Brügmanngarten, der zugleich zu den wichtigen Veranstaltungsflächen des Seebades gehört.
Man muss daraus keine eigene Besichtigung machen. Gerade bei einem längeren Stadtspaziergang sind beide aber eine angenehme Unterbrechung.
Brodtener Ufer: die Wanderschuhe lohnen sich
Wer Travemünde nur als Strand- und Hafenort wahrnimmt, sollte nach Norden weiterlaufen.
Am Ortsrand beginnt das Brodtener Steilufer. Das aktive Kliff zieht sich Richtung Niendorf. Oben verläuft ein Küstenweg mit immer neuen Ausblicken über die Lübecker Bucht.
Man kann nach einer Stunde umdrehen. Schöner ist die längere Variante bis Niendorf und anschließend die Rückfahrt mit dem Bus.
Absperrungen an der Steilküste sollte man ernst nehmen. Abbrüche gehören zur natürlichen Entwicklung des Kliffs.
Reisebuch.de-Tipp: Im Herbst bis Niendorf laufen und mit dem Bus zurückfahren. Der Gegensatz zwischen lebhaftem Travemünde und der offenen Steilküste ist erstaunlich.
Wer anschließend wissen möchte, wie Niendorf und sein mondänerer Nachbar im Vergleich abschneiden, findet unsere Einschätzung unter Timmendorfer Strand: Licht und Schatten des Ostseeparadieses. Auch unser Überblick über die besten Strände an Schleswig-Holsteins Ostseeküste ordnet Travemünde und die Nachbarorte ein.

Mit dem Schiff nach Lübeck
Einer der besten Ausflüge ab Travemünde beginnt an der Travepromenade.
Die Hanseschifffahrt verbindet Travemünde mit Lübeck. Die rund anderthalbstündige Fahrt führt an Fähr- und Frachterliegeplätzen vorbei, anschließend traveaufwärts über Schlutup und das alte Fischerdorf Gothmund bis in die Hansestadt.
In Lübeck wird am Hansekai gegenüber dem Europäischen Hansemuseum angelegt. Damit beginnt der Stadtbummel praktisch unmittelbar nach dem Aussteigen.
Reisebuch.de-Tipp: Mit der MS HANSE nach Lübeck fahren und mit der Bahn zurück – oder umgekehrt. So bleibt mehr Zeit in der Stadt und Hin- und Rückweg unterscheiden sich komplett.
Für Lübeck selbst haben wir einen eigenen ausführlichen Stadtführer: Lübeck für Anfänger.
Nur eine Stunde Zeit? Auf die MS HANSA
Wer keinen halben Tag für Lübeck einplanen möchte, kann eine kürzere Rundfahrt mit der MS HANSA wählen.
Die sogenannte „Charmante Stunde“ startet und endet in Travemünde und führt je nach Route in den Hafenbereich, Richtung Dummersdorfer Ufer oder Pötenitzer Wiek.
Gerade große Schiffe wirken vom Wasser aus noch einmal anders als von der Promenade.
Reisebuch.de-Tipp: Bei einem ersten Travemünde-Wochenende mindestens einmal aufs Wasser – entweder nach Lübeck oder wenigstens für eine kurze Hafenfahrt.
Neu: mit dem HANSE CAT nach Timmendorfer Strand und Scharbeutz
Noch eine ganz andere Verbindung bietet 2026 der HANSE CAT.
Der Hybrid-Katamaran fährt auf der Strecke Travemünde – Timmendorfer Strand – Scharbeutz – Travemünde. Damit wird aus dem üblichen Tagesausflug entlang der Lübecker Bucht eine kleine Seereise. Fahrplan und Saisonzeiten stehen ebenfalls bei der Hanseschifffahrt.
Reisebuch.de-Tipp: Das Auto stehen lassen und mit dem Schiff nach Timmendorfer Strand oder Scharbeutz fahren. Schneller muss nicht immer besser sein.
Zu Scharbeutz gibt es bei uns außerdem den Beitrag Urlaub an der Ostsee: Tipps für Scharbeutz.
Rüber auf den Priwall
Travemünde ohne Priwall ist für uns nur ein halber Besuch.
Die Personen- und Autofähren benötigen nur wenige Minuten für die Überfahrt. Trotzdem verändert sich sofort die Perspektive. Auf der anderen Seite blickt man zurück auf Travemünde, Leuchtturm, Hafeneinfahrt und die großen Hotelbauten.
Der westliche Priwall ist heute allerdings keine stille Gegenwelt mehr. Rund um Passathafen und Priwallpromenade ist ein modernes Ferienquartier mit Hotels, Apartments und Gastronomie entstanden.
Wer den naturnäheren Priwall sucht, sollte deshalb nicht beim Passathafen stehen bleiben, sondern weiter Richtung Strand und Pötenitzer Wiek laufen. Anregungen dazu bietet auch das offizielle Naturerlebnis Priwall und Pötenitzer Wiek.
Reisebuch.de-Tipp: Passat ansehen, etwas trinken oder essen – und danach bewusst weiterlaufen. Erst dann lernt man die ruhigere Seite des Priwalls kennen.
Passat: an Bord gehen
Am Passathafen liegt die Viermastbark Passat, eines der Wahrzeichen Travemündes.
Der 1911 gebaute Flying P-Liner gehörte zu den großen Frachtseglern seiner Zeit. Seit 1960 liegt die Passat dauerhaft in Travemünde und kann während der Besuchssaison besichtigt werden.
Informationen zur Öffnung gibt es direkt bei der Viermastbark Passat.
Reisebuch.de-Tipp: Nicht nur vom Kai fotografieren. An Bord werden Größe und Konstruktion des Schiffes erst wirklich verständlich.
AHOI: der neue Priwall auf dem Teller
Direkt an der Priwallpromenade 1 liegt AHOI Steffen Henssler Travemünde.
Auf der Karte stehen unter anderem Fish & Chips, Sushi Bowls, Burger und weitere unkomplizierte Gerichte. Das AHOI ist kein günstiger Fischimbiss, sondern Teil der neuen Priwallwelt aus Hafenpromenade, Ferienarchitektur und moderner Gastronomie.
Reisebuch.de-Tipp: AHOI mit Passat und Priwallpromenade kombinieren. Wer rustikaleren Fisch möchte, isst dagegen besser auf der Travemünder Seite im Fischereihafen.
Travemünder Woche: bewusst kommen – oder bewusst meiden
Ende Juli ändert Travemünde seinen Charakter vollständig.
Die Travemünder Woche gehört zu den traditionsreichsten Segelveranstaltungen Europas. 2026 fand sie vom 17. bis 26. Juli statt. Regatten und Showrennen auf dem Wasser treffen auf Bühnen, Gastronomie und Veranstaltungen entlang von Trave, Strand, Brügmanngarten und Priwall.
Für Segelfans ist das eine der besten Reisezeiten. Für Ruhesuchende eher nicht.
Reisebuch.de-Tipp: Travemünder Woche nicht zufällig erwischen. Entweder gezielt wegen der Veranstaltung kommen und früh buchen – oder einen anderen Termin wählen.
Priwall Festival: neue Sommerseite
Mit dem Priwall Festival kam 2026 ein weiteres großes Sommerangebot hinzu.
Vom 13. bis 23. August gab es an der Priwallpromenade Live-Musik, Straßenkunst, Akrobatik, Open-Air-Kino, Foodtrucks und Bars.
Das zeigt zugleich, wie sehr sich der westliche Priwall verändert hat. Wer dort Ruhe wie vor 20 Jahren erwartet, wird sie rund um den Passathafen nicht mehr finden.
Im Winter: Afternoon Tea statt Strandkorb
Eine ganz andere Art, Travemünde zu erleben, bietet das ATLANTIC Grand Hotel Travemünde.
Das Haus an der Kaiserallee pflegt einen klassischen Afternoon Tea mit Tee, Scones, Clotted Cream, Sandwiches und Petit Fours. Daneben gibt es saisonal die norddeutsch interpretierte ATLANTIC Tee Tied.
Das passt überraschend gut zur Ostsee.
Reisebuch.de-Tipp: Erst zwei Stunden bei Wind am Strand und anschließend Afternoon Tea im Grand Hotel. Im Winter ist genau dieser Kontrast reizvoller als ein durchgehendes Indoor-Programm.

Wo übernachten?
Für einen Ganzjahresaufenthalt würden wir bei der Unterkunft nicht nur nach dem Preis entscheiden. Im November sind Meerblick, ein gutes Frühstück oder ein Wellnessbereich wichtiger als bei 25 Grad im Juli.
Das ATLANTIC Grand Hotel ist die klassische, komfortable Wahl an der Strandpromenade.
Das Maritim Strandhotel Travemünde ist architektonisch Geschmackssache, hat aber einen kaum zu bestreitenden Vorteil: Aus den höheren Zimmern eröffnet sich ein weiter Blick über Ostsee, Travemündung und Priwall.
Wer kleinere Häuser bevorzugt, kann das privat geführte Hotel Strandschlösschen direkt an der Strandpromenade prüfen.
Die Villa WellenRausch in der Kaiserallee bietet eine kleinere Boutique-Hotel-Alternative.
Auf dem Priwall liegt das SlowDown Travemünde unmittelbar beim Passathafen und damit mitten in der neuen Priwallwelt.
Hinzu kommen zahlreiche Ferienwohnungen. Das Preisniveau an der Lübecker Bucht bleibt allerdings hoch. Wer vergleichen möchte, findet dazu unsere Analyse Überhöhtes Preisniveau an der Ostsee.
Reisebuch.de-Tipp: Im Herbst und Winter lieber ein gutes Zimmer mit Aussicht oder Wellness nehmen als die billigste Schlafgelegenheit. Außerhalb der Hochsaison sind die Preisunterschiede häufig weniger drastisch.
Wenn es einen ganzen Tag regnet: Lübeck
Ein wesentlicher Vorteil Travemündes gegenüber kleineren Ostseebädern liegt rund 20 Kilometer entfernt.
In Lübeck kann man einen Regentag problemlos mit Museen, Kirchen, Gängen und Höfen, Cafés und Restaurants verbringen. Besonders elegant wird der Ausflug mit der Hanseschifffahrt: morgens über die Trave in die Stadt, am Nachmittag mit Bahn oder Bus zurück.
Damit besitzt Travemünde eine Schlechtwetterreserve, die Hohwacht, Dahme oder Kellenhusen in dieser Form nicht bieten können.
Unser individuelles Travemünde-Programm
Für Tag 1 würden wir am Fischereihafen beginnen: Boote ansehen, BALTIQUE und Baggersand erkunden, rustikal Fisch essen und bei schlechtem Wetter die Sandskulpturen besuchen. Danach zu Fisch Stengel und über die Kurgartenstraße zur Vorderreihe. Dress Up und Matzen ansehen, anschließend das Mittagsmenü für 23,90 Euro im Due Fratelli. Später Niederegger, Alter Leuchtturm, Strand und Godewindpark.
Tag 2 gehört dem Priwall. Mit der Fähre hinüber, Passat besichtigen, durch das neue Quartier laufen, bei AHOI einkehren und anschließend weiter Richtung Priwallstrand und Pötenitzer Wiek. Nach der Rückfahrt bleibt je nach Jahreszeit Zeit für Strand, Fischbrötchen oder Afternoon Tea im ATLANTIC.
An Tag 3 stehen zwei sehr unterschiedliche Möglichkeiten zur Wahl: am Brodtener Ufer bis Niendorf wandern – oder mit der MS HANSE nach Lübeck fahren.
Wer Tag 4 anhängt, kann mit dem HANSE CAT Timmendorfer Strand und Scharbeutz besuchen oder einfach einen weiteren Tag zwischen Trave, Strand und Priwall verbringen.
Im Sommer kommen Travemünder Woche, Priwall Festival und Badeleben hinzu. Im Frühjahr und Herbst sind Leuchtturm, Passat, Sandskulpturen, Schiffsausflüge und Wandern besonders interessant. Im Winter bleiben Strand, Hafen, große Schiffe, Shopping, Gastronomie, Wellness und Lübeck.
Travemünde ist kein stilles Ostseeidyll. Die großen Hotels gehören zum Stadtbild, am Priwall und Fischereihafen wird kräftig gebaut, und im Hochsommer kann es sehr voll werden.
Gerade die Gegensätze machen den Ort aber interessant: Fischerkutter und Millionenwohnung, Steilküste und Grand Hotel, Viermastbark und moderne Ostseefähre, Fischbrötchen und Afternoon Tea, Modegeschäft und Strandwanderung liegen erstaunlich dicht beieinander.
Man muss Travemünde nicht schönreden. Langweilig wird es hier trotzdem nicht.

