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Budapest - eine facettenreiche Stadt

Blick auf das Parlament von Budapest; pixabay CC0


Kettenbrücke in Budapest in der Abenddämmerung / © SF Brit - flickr.com
Kettenbrücke in Budapest in der Abenddämmerung / © SF Brit - flickr.com

Budapest ist eine Stadt mit vielen verschiedenen Facetten und voller Gegensätze. Zum einen befindet man sich hier in einem Geschäfts- und Wirtschaftszentrum, das sich in einem weltweiten Wettbewerb befindet. Zum anderen gibt es eine wunderschöne historische Altstadt, die vor allem von Barock und Jugendstil geprägt ist.

Die Gegensätze der Stadt werden vor allem durch ihre beiden Stadtteile Buda und Pest ausgedrückt. Einst zwei eigenständige Städte, wurden sie endgültig im Jahre 1849 durch die berühmte Kettenbrücke über die Donau verbunden. Während die Budaer Seite auf Hügel baut, ist Pest bereits Teil der großen ungarischen Tiefebene.

Einen grandiosen Ausblick über die Schönheit Budapests, über seine Paläste, Türme und Brücken erlangt man vor allem von den Hügeln Budas aus. Aber auch die Höhlen faszinieren die Besucher, und viele der Quellen, die heute noch als Bäder fungieren, wurden bereits von den Kelten benutzt. Einige Bäder, die noch aus der Zeit der Türkenherrschaft stammen, sind noch heute in Betrieb. Daher stammt auch der Ruf Budapests als Stadt der Höhlen und der Quellen.

Neben dem Besuch eines Dampfbades lohnt sich auch das Flanieren im Botanischen Garten Budapests.

Gastronomisch hat Budapest natürlich ebenfalls viel zu bieten. Das typische ungarische Essen findet man in einer Vielzahl von traditionellen Lokalen. Suppe und viel Fleisch stehen hier auf dem Speiseplan. Wem die ungarische Küche weniger zusagt, findet aber auch allerlei internationale Gerichte in den vielen Restaurants der Stadt.

Eine weitere Institution in Budapest sind - nach Wiener Vorbild - Kaffeehäuser mit Kuchentheken, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

Bei der Bezahlung in der Gatronomie sind 10 bis 15 Prozent Trinkgeld üblich. Es ist in Ungarn nicht erlaubt, eine extra Servicegebühr zu verlangen.

Wer nach Budapest reist, sollte sich ein Budapest-Karte zulegen. Mit dieser kann man kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Zudem gibt es Ermäßigungen in Museen, Bädern und manchen Restaurants. Die Budapest-Card kann man am Flughafen, in Metrostationen, Hotels usw. erwerben.

Die angenehmste Reisezeit ist im Frühjahr und im Herbst.



Budapest - Sightseeing-Tipps

Bei einer Erkundung der Stadt ist es sinnvoll, in einer der beiden Stadthälften zu starten, und anschließend auf das andere Ufer der Donau hinüberzuwechseln. Ob man zuerst Pest besucht mit seinen Geschäften, Bars und Restaurants, oder Buda mit seinem herrschaftlichen Schloß und dem Burgberg, muss der Besucher selbst entscheiden. Wie empfehlen jedoch Buda, da man von hier eine wunderbare Aussicht über die Stadt hat und sich bereits orientieren kann.

Eines der Wahrzeichen Budapests ist die Königliche Burg, die Budavari palota, die auf dem Burgberg thront. Die Burg wurde im Zweiten Weltkrieg arg in Mitleidenschaft gezogen, durch aufwändige Rekonstruktionsarbeiten wurde die Festungsanlage jedoch wieder originalgetreu aufgebaut. Heute behergt der in der Anlage befindliche Barockpalast die Nationalbibliothek und einige Museen.

Das Bild des Burgviertels Varburg ist geprägt von malerischen Häusern und verwinkelten Gassen und gleicht einer kleinen mittelalterlichen Stadt. Im Zentrum dieses romantischen Stadtquartiers liegt der Szentharomsag. An diesem Stadtplatz steht die berühmte Matthiaskirche, Matyas templom. Die Wandgemälde im Inneren der Kirche erzählen von den wichtigsten Ereignissen der ungarischen Geschichte. Zudem findet man an diesem Platz die barocke Dreifaltigkeitsstatue und die Fischerbastei. Diese wurde nach dem einstmals nahe gelegenen Fischmarkt benannt und 1905 im neoromanischen Stil vollendet. Nicht umsonst gehört das Burgviertel seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Im Burgberg selbst gibt es ein Labyrinth aus natürlichen und teilweise auch künstlichen Höhlen. Das Höhlensystem ist öffentlich zugänglich und kann täglich ab 9:30 besichtigt werden.

Weiter geht es über die Kettenbrücke Szechenyi lanchid in den Stadtteil Pest. Sie war bei ihrer Fertigstellung 1849 die erste Verbindung der Städte Buda und Pest, und gilt als Meisterwerk der damaligen Ingenieurskunst.

Bereits gut sichtbar thront am Donauufer das Orszaghaz, Kossuth Lajos ter 1-3. Dieses Parlamentsgebäude gilt als das drittgrößte der Welt und ist mit Sicherheit eines der prunkvollsten. Es wurde in seinem neugotischen Stil den Houses of Parliament in London nachempfunden und beherbergt mehr als 700 Räume in seinem Inneren.

Nicht weit entfernt ist die ungarische Staatsoper, Magyar Allami Operahaz, Andrassy ut 20. Sie liegt in der Nähe der Ringstraße und gilt ob ihrer Pracht als eine der schönsten Opernhäuser weltweit.

Auf keinen Fall verpassen sollte man die Nagy Zsinagoga, Dohany utca 2-8, die größte Synagoge Europas. Das Gotteshaus wurde im 19. Jahrhundert im maurischen Stil erbaut und beherbergt unter anderem ein Denkmal für Raoul Wallenberg. Dieser hat im Zweiten Weltkrieg während der deutschen Besatzung einer Vielzahl von Juden in Budapest das Leben gerettet. Direkt daneben befindet sich das Jüdische Museum, Zsido Muzeum.

Burgberg in Budapest / © Betsy1970 - flickr.com
Burgberg in Budapest / © Betsy1970 - flickr.com

Ebenfalls sehr lohnenswert ist ein Ausflug über die Margit hid, die Margaretenbrücke, auf die Margareteninsel Margitsziget. Die wohl schönste Parkanlage Budapests lädt hier zum Spazierengehen und Flanieren ein.

 

Budapest-Insidertipps: Ein Besuch im Badehaus

Ein außergewöhnliches Erlebnis in Budapest ist der Besuch eines Badehauses. Das Gellert-Heilbad etwa, Kelenhegyi ut 2-4, ist täglich von 6 bis 19 Uhr geöffnet und kostet ab 5100 Ft (ca. 16€) Eintritt. Ebenfalls sehr empfehlenswert ist das Rudas Heil- und Schwimmbad. Einige Bäder öffnen zu bestimmten Zeiten nur für Frauen oder Männer.

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