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Hotels und Motels sind vor allem an der Peripherie der Städte, an den wichtigsten Ausfallstraßen, entlang typischer Touristenrouten und in Flughafennähe nicht zu übersehen. Vor allem die Motels und Motor Inns zeigen durchweg mit Vacancy/No Vacancy, Welcome/Sorry oder nur durch Yes/No überwiegend in Leuchtschrift an, ob noch freie Zimmer vorhanden sind oder alles belegt ist.

Die Begriffe Hotel, Motel und Motor Inn werden in Kanada ohne klare Abgrenzung verwendet. Weder über Qualität noch über Preise lässt sich allein mit diesen Begriffen eine zutreffende Aussage treffen. Manche Motels und Hotels nennen sich auch Lodge, ohne dass damit die weiter unten genannten Qualitätsmerkmale verbunden sind.

Motels

Das »Hotel für Motorisierte« hat im allgemeinen eine Abstellmöglichkeit für Fahrzeuge nahe am jeweiligen Zimmer, im besten Fall direkt davor. Die Zimmer liegen meist ebenerdig oder höchstens im 1. Stock und sind direkt von außen zugänglich, ohne dass eine Rezeption passiert werden muss. Damit ist das Beund Entladen des Autos schnell und bequem möglich.

Auf dem Lande besteht manches Motel aus einer Ansammlung sogenannter Cabins, vor allem im Osten Canadas auch Cottages genannt, zimmergroßen Holzhäuschen, bisweilen auch in attraktiver Blockhausbauweise, die oft mit einer kleinen Küche samt Kühlschrank und Geschirr ausgestattet sind,. Dann heißen sie Housekeeping Units. Cabins/Cottages können aber auch komplett ausgestattete kleine Ferienhäuser sein. Man findet sie u.a. auf Guest Ranches oder Lodges in der Wildnis, wo man nicht nur einige Tage, sondern Urlaubswochen verbringt. Nur selten verfügen Motels über gastronomische Einrichtungen. Bei Buchung erhält der Gast gegen Vorauszahlung den Zimmerschlüssel. Diesen kann man am nächsten Morgen steckenlassen oder in einen dafür vorgesehenen Schlüsselkasten einwerfen. Auch mehr und mehr Motels haben - was bei den Hotels schon lange der Fall ist – Schlösser, die sich durch kreditkartenartige Plastikkarten betätigen lassen. Sie sind so programmiert, dass sich mit ihnen nach der letzten bezahlten Nacht die Tür ab dem spätesten Auscheck-Zeitpunkt nicht mehr öffnen lässt.

Motor Inns

Motor Inns sind ebenfalls Motels, wenngleich oft etwas höheren Standards, die üblicherweise über ein Restaurant verfügen. In allen größeren Orten gibt es einfache bis höherwertige Hotels, deren gemeinsames Merkmal die zum Haus gehörende Gastronomie mir Alkohollizenz ist. Kleinen Innenstadthotels fehlt oft eine eigene Parkgelegenheit, größere Downtownhotels dagegen haben Parkplätze bzw. -garagen, die extra kosten. In ländlichen Gegenden hingegen kann das Auto wie beim Motel oft gebäudenah ohne Zusatzkosten geparkt werden.

Frühstück

Anders als in Europa ist ein Frühstück im Zimmerpreis prinzipiell nicht enthalten, gleich ob Motel, Hotel oder Motor Inn. Es gibt aber zunehmend Häuser, die explizit mit Free Continental oder sogar Full Breakfast werben. Erwarten darf man dann Kaffee und Tee aus dem Styroporbecher, vielleicht Cornflakes o.ä. und Milch, Toast, Marmelade, süßes Gebäck, ggf. sogar ein Waffeleisen mit Fertigbrei daneben und ein bisschen Obst, selten mehr. Nur im Fall von »Full Breakfast« gibt’s auch noch Rührei und gebratenen Speck und Sausages. Das alles steht dann zur Selbstbedienung bereit auf einer Anrichte in meist – auch in besseren Häusern – ziemlich schlichten Räumlichkeiten.

Resortanlagen und Landgasthäuser

In Canada gibt es immer mehr sog. Resort-Anlagen in reizvoller Umgebung. Üblicherweise findet man ein Haupthaus (Lodge) mit einigen Zimmern sowie allgemeinen Einrichtungen (z.B. Restaurant, Pool und Spa mit Sauna etc.) und einzeln stehende kleinere Häuser, Cottages oder Chalets. Sie haben Schlafzimmer und einen Wohnbereich mit Küche (housekeeping unit). Die meisten Resorts bieten eigene Einrichtungen für Aktivitäten wie Golf- und Tennisplätze, Spielplätze, Kanuverleih und Swimmingpool und sind höherpreisig.

Oft findet man Landgasthäuser – Country Inns, oft auch französisch als Auberges bezeichnet – in alten restaurierten Gemäuern. Komfort und Service sind meist einfacher als in großen Hotels, doch haben diese Unterkünfte eine individuellere Note. Wer in Canada nicht nur das Land, sondern auch Leute kennenlernen möchte, sollte auf Bed & Breakfast-Quartiere achten. Sie sind in den Maritimes relativ häufig anzutreffen. Die Kosten liegen dort in etwa auf dem Niveau von Mittelklassemotels mit dem Vorzug des mitgelieferten Frühstücks. Und der Morgenkaffee muss dort auch nicht aus dem Styropor- oder Pappbecher getrunken werden. Die Tourismusbüros haben meist eine Liste der B&B Places in der Umgebung. Deren Charme resultiert neben der überschaubaren Örtlichkeit aus dem persönlichen Kontakt zu Gastgebern und anderen Hausgästen. Denn fast immer wohnt man im Privathaus der Betreiber. Vielfach kann man bei den Zimmern zwischen »Shared bath«, dem Badezimmer, das man sich mit weiteren Gästen teilt, und dem »Private bath« wählen.

Ein kleiner Hinweis: Wenn man beim Betreten des Hauses in einen mit Teppichflor ausgelegten Raum kommt sollte man die Schuhe ausziehen, besonders, wenn diese nicht ganz sauber sind oder draußen schlechtes Wetter ist. Unter Kanadiern ist das beim Betreten eines fremden Hauses üblich.

Jugendherbergen

Die Anzahl der Jugendherbergen (HI-Hostels), die dem offiziellen Weltverband angehören, ist in den Atlantikprovinzen gering. Sie sind auf der Website von Hostelling International verzeichnet; www.hihostels.ca. Aber darüberhinaus gibt es eine erkleckliche Anzahl von Hostels in freier Trägerschaft, die keinem Verband angehören und jedermann offenstehen. Zum Teil sind sie (noch) nicht im Internet, sondern nur telefonisch oder per Fax zu buchen. Man findet sie lückenlos unter www.hostels.com. Viele davon liegen besonders schön und/oder verkehrsgünstig (etwa bei Yarmouth/Nova Scotia, dem Hafen für die Fähre nach/ von Maine/USA). Die Kosten pro Übernachtung und Person im Mehrbettzimmer liegen in den Hostels im Bereich 15$ bis 25$.

Häufig gibt es dort auch Ein- oder Zweibettzimmer zu einem günstigen Tarif unter dem der preiswertesten Motels der Umgebung. Ebenfalls auf der genanntenWebsite aufgeführt sind auch College Dormitories, also Studentenwohnheime, deren Zimmer von einigen Universitäten bzw. Colleges während den Semesterferien im Sommer nächte- und wochenweise vermietet werden. Sie sind meistens etwas teurer als die »richtigen« Herbergen, verfügen aber über Cafeteria und oft auch Sportstätten, die von Gästen mitbenutzt werden können.

Taxes

Alle Preisangaben sind auch im Hotelgewerbe netto. Neben den üblichen Satz der Provinzsteuer tritt gelegentlich ein lokal unterschiedlicher Zuschlag, hinzu kommt immer auch die Mehrwertsteuer des Bundesstaates Canada.