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Alexander Graham Bell


Berühmt wurde der 1847 im schottischen Edinburgh geborene Alexander G. Bell, ursprünglich Schriftsteller und Lehrer für Taubstumme, mit der Erfindung und vor allem wirtschaftlichen Durchsetzung des Telefons. Der Deutsche Philipp Reis hatte das physikalische Prinzip zwar schon 1861 der Öffentlichkeit vorgestellt, dessen ungeheure Bedeutung wurde aber noch nicht begriffen. Es liegt im Dunkeln, ob Bell die Forschungsergebnisse von Reis kannte.

Bell gelang es auf jeden Fall 1876, zwei Stunden vor seinem Konkurrenten Elisha Gray, ein Patent anzumelden. Mit der 1878 gegründeten »Bell Telephone Company« (heute: AT&T) zur Vermarktung seiner Erfindung wurde er bekannt und reich. Doch sein Erfindungsgeist ließ ihn nicht ruhen: Neben dem Telefon erfand er unter anderem noch das Audiometer zur Messung der Hörleistung, eine Induktionswaage zum Aufspüren von Metallen, einen Wachszylinder zum Aufzeichnen von Lauten sowie Fluggeräte. Nach ihm wurde die Einheit zum Messen von Geräuschpegeln »Bel« benannt (bei uns »Dezibel«).

Der Einwanderer Bell machte seine wichtigsten Erfindungen in den USA. Erst 1885 entdeckte er die Schönheiten von Cape Breton Island und ließ sich im verschlafenen Ort Baddeck einen Sommersitz einrichten. Auch seinen Lebensabend verbrachte er auf Beinn Breagh (Schöner Berg): »Ich habe die Welt bereist. Ich habe die kanadischen und amerikanischen Rockies gesehen, die Anden, die Alpen und das schottische Hochland; aber in seiner Schönheit übertrifft Cape Breton sie alle«. Bell starb 1922 in Baddeck, die Grabstätte befindet sich unter einem Granitfindling auf seinem Grundstück Beinn Breagh.