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Landkarte Vancouver © by Reise-know-how - Verlag
Vancouver Downtown

Stanley Park

In Vancouver kann man großstädtischer Hektik rasch entfliehen. Nur wenige Gehminuten westlich von Downtown liegt der über 4 km2 große Stanley Park. Die von dichter Regenwaldvegetation bedeckte Landzunge zwischen English Bay und Burrard Inlet wurde bereits im Jahre 1889, wenige Jahre nach der Stadtgründung, als Erholungsraum reserviert und nach dem damaligen Gouverneur, Lord Stanley, benannt.

Wegesystem

Im östlichen Teil wirkt der Park heute wie ein gepflegter Stadtwald, im Westteil dagegen blieb der Urwald weitgehend erhalten. Das Wegesystem des Parks besitzt eine Länge von 81 km und wird von Joggern, Skatern und Bikern stark genutzt. Skate- und Bike-Verleih bei Bayshore Rentals, 745 Denman St, Tel. (604) 688-BIKE, Fahrrad ab $22/Tag ($16 für 4 Std); www.bayshorebikerentals.ca – auch gut zur Stadterkundung. Auf der Seawall Promenade, einem ausgebauten Rad- und Wanderweg von 9 km Länge am Wasser entlang, genießt man wunderbare Ausblicke auf City und Hafen, auf die Coast Mountains und über die English Bay. Schöne Strände befinden sich an der Westseite des Parks; besonders beliebt ist die Third Beach an der English Bay.



Auto-Rundkurs

Der Stanley Park läßt sich auch per Auto befahren: ein Einbahn-Rundkurs (Anfahrt auf der Georgia St/Straße #99, am Vancouver Rowing Club rechts ab; Fahrtrichtung gegen den Uhrzeiger; ebenso für Biker und Skater auf der Seawall Promenade) verläuft überwiegend als Uferstraße. Derselben Route folgt auch der Stanley Park Shuttle Bus (gratis, Mitte Juni-September täglich 10-18.30 Uhr; 15 Stopps). Dabei passiert sie neben vielen Aussichtspunkten – besonders schön Brockton Point – gleich eingangs eine Gruppe hoher Totenpfähle; die meisten Replicas alter Totems der Haida-Indianer aus dem Nordwesten von British Columbia. Sie gehören zu den unverzichtbaren Fotostopps sämtlicher Stadtrundfahrt-Busse.

Aquarium

Im Park befindet sich auch das Vancouver Public Aquarium (Juli-August täglich 9.30-19 Uhr, sonst täglich 9.30-17 Uhr, Eintritt $20, www.vanaqua.org). Stars unter den Tieren sind Seelöwen, Seeottern, Belugawale und Delphine; ein Haifischbecken fehlt ebenfalls nicht. Als weiterer Höhepunkt prasselt im üpppigen Amazon-Regenwald stündlich ein Gewitter auf Fische, Pflanzen und Schmetterlinge herab. Unter Tel. (604) 659-3474 erfährt man u.a. Fütterungszeiten und Vorführtermine.

City of Vancouver

Downtown Vancouver ist begrenzt durch den Stanley Park, das Burrard Inlet, die English Bay und – östlich – den False Creek. In den letzten zwanzig Jahren wurde die City völlig umstrukturiert. Nicht so sehr Museen oder einzelne herausragende Bauten (w. z.B. Canada Place, ê unten) machen den Reiz der Stadt aus als vielmehr das Arrangement neuer funkelnder Glashochhäuser (vornehmlich für Wohnzwecke), die mit dem Tageslicht ihre Farbe wechseln. Die Investoren mußten sich verpflichten, Grünanlagen, breite Gehwege und Spazier-/Skate-/Rad-Wege in den Uferzonen am False Creek und am Burrard Inlet zu schaffen. Inklusive der 9 km rund um den Stanley Park ist es jetzt möglich auf 28km die gesamte Downton verkehrsfrei zu Fuß oder per Bike zu umrunden, am Wege liegen zahlreiche Cafés und Restaurants.



Canada Place

Am Nordrand der City fällt vor allem der an ein riesiges Segelschiff erinnernde Komplex Canada Place (www.canadaplace.ca) an der Waterfront auf (Nordende Howe St). Dieses Wahrzeichen der Stadt – als kanadischer Pavillon zur Expo 1986 eingeweiht – beherbergt das Vancouver Convention & Exhibition Centre mit dem luxuriösen Pan Pacific Hotel, & 604-662-8111; www.vancouver.panpacific.com (unbedingt hineingehen!). Längsseits machen die Kreuzfahrtschiffe fest. Im Nordteil des Baus ist ein IMAX-Kino mit überdimensionaler Projektionstechnik untergebracht. Auf die Besucher wartet dort ein eindrucksvolles Filmerlebnis.

Das aktuelle Programm und Anfangszeiten unter Tel. (604) 682- IMAX; www.imac.com/vancouver. Eintritt ab $12; Vorstellungen täglich 12-22 Uhr.

Shopping und Nightlife in Vancouver

Die City of Vancouver gilt als Einkaufsparadies. Läden und Shoppingzentren
konzentrieren sich vor allem auf die Robson Street und den Bereich zwischen Burrard und Seymour Street von der Waterfront bis hinauf zur Nelson Street. Die Granville Street ist in dieser Zone für Pkw gesperrt und nennt sich dort Granville Mall. Im südlichen Abschnitt bis zur Brücke über den False Creek rühmt sich der Granville Street Entertainment District zu Recht als Vancouvers bester Nightspot.

Robson Square

Ein populärer Treffpunkt ist der großenteils unter Straßenniveau angelegte Robson Square zwischen Hornby und Howe Street. Blumenbeete, Kaskaden und Springbrunnen schmücken diesen Platz, der sich über zwei City-Blocks erstreckt.

Art Gallery © by Reise-know-how - Verlag
Art Gallery

Art Museum in Vancouver

An seinem nördlichen Ende steht die Vancouver Art Gallery (750 Hornby Street; täglich 10-17.30 Uhr, Di, Do bis 21 Uhr, $20; www.vanartgallery.bc.ca). Die permanente Gemälde-Kollektion konzentriert sich auf Kunst aus BC, insbesondere auf die aus Victoria stammende Emily Carr, und nordamerikanische Maler der Gegenwart. Wechselnde Programme ergänzen die Ausstellung. Auf der anderen Seite des Platzes haben die Law Courts (Gerichte) ihren Sitz in einer Konstruktion aus Stahl und Glas.

Robson Street in Vancouver

Die Robson Street westlich des Robson Square etwa bis hinunter zum Empire Landmark Hotel ist mit ihren Boutiquen und Restaurants – ginge es nach der örtlichen Werbung – das kanadische Gegenstück zum Rodeo Drive in Beverly Hills/ Los Angeles. Davon kann zwar keine Rede sein, aber eine Art »Flaniermeile« für einen Schaufensterbummel, den Nachmittagskaffee und einen Drink zur Abendstunde in einem der zahlreichen Straßencafés ist die Robsonstrasse schon.

Tatsächlich wurde so früher der Straßenabschnitt zwischen Jervis und Thurlow Street genannt, da dort viele deutschstämmige Geschäfte ansässig waren. Heute bestimmt junges asiatisches Publikum die Szene. Auch das Presseangebot ist auf den asiatischen Markt konzentriert. Wer eine deutsche Tageszeitung topaktuell haben möchte, kann sie sich bei der riesigen Buchhandlung Chapters (780 Robson, östlich des Robson Sq) für $5-$8 ausdrucken lassen. Ebenfalls östlich des Robson Square im Theater District steht die architektonisch interessante, dem Kolosseum von Rom nachempfunden Bibliothek von Moshe Safdie, einem der bedeutendsten Architekten Canadas (350 W Georgia St).

Unterirdische Einkaufszentren in Vancouver

Mehrere Underground Shopping Malls bieten ungetrübtes Einkaufsvergnügen auch bei schlechtem Wetter. Die größte ist die Pacific Centre Mall zwischen Granville, Howe, Robson und Pender Streets mit dem Kaufhaus Sears. Als Gegenpart steht auf der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung Granville/Georgia Street das Kaufhaus The Bay. Unter dem Hyatt Hotel in der Burrard/Ecke Georgia St befindet sich das Royal Centre mit zahlreichen Modeboutiquen und einem ausgedehnten Kinokomplex.

»Weitblick«

Die vierte große Mall in Downtown Vancouver, das Harbour Centre (555 West Hastings/Ecke Seymour Street), befindet sich gegenüber dem SeaBus-Anleger Zum Gebäudekomplex gehört der 167 m hohe Harbour Tower mit Aussichtsplattform (Vancouver Lookout) im 40. Stockwerk (Mai-Mitte Okt. täglich 8.30-22.30 Uhr, sonst 9-21 Uhr; $13 inkl. Multimedia-Show; www. vancouverlookout.com.

Den Eintritt spart, wer die Aussicht vom Restauranttisch des Top of Vancouver, Tel. (604) 669-2220; www.topofvancouver.com, aus genießt (eine Runde pro Stunde). Tipp: An Wochentagen nach der üblichen Lunchtime so ab ca. 13.30 Uhr ist es nicht mehr voll. Die Küche dort oben ist ausgezeichnet; dafür nicht zu teuer!

Hoch hinauf geht’s auch im Hotel Empire Landmark. Oben dreht sich das Restaurant Cloud 9 (www.cloud9restaurant.ca) um die eigene Achse (1400 Robson Street, Tel. (604) 687-0511), schlägt aber Blick, Küche und Ambiente des Top of Vancouver nicht.

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