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Sehenswürdigkeiten in Vancouver, Teil II



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West End

Die Robson Street endet in West End. Das Herz dieses Wohnviertels schlägt in der Denman Street, einer Flaniermeile mit vielen Restaurants auf acht Straßenblocks zwischen English Bay und Burrard Inlet. Ebenfalls ein West-End-Szenetreff sind die Kneipen und Restaurants an der Davie Street, Bereich der Thurlow Street.

Steam Clock © by Reise-know-how - Verlag
Steam Clock

Bootsfahrten in Vancouver

Von der Harbour Cruises Marina am Nordende der Straße starten Hafenrundfahrtboote (75 min) durch das Burrard Inlet, Tel. 1-800- 663-1500, $25, Mitte April bis Okt. täglich 14.30 Uhr, Mai bis Mitte Sept. tägl. 11.30, 13, 14.30 Uhr; www.boatcruises.com.

Im ältesten Bezirk Vancouvers, der Gastown (Bereich Water St östlich des Harbour Centre etwa bis Columbia St; www.gastown.org), gelang die Restaurierung eines einst heruntergekommenen, eigentlich zum Abbruch vorgesehenen Stadtteils. Heute besitzt Gastown hinter den auf nostalgisch getrimmten neuen Fassaden jede Menge Shops für Krimskrams und Souvenirs und eine attraktive gastronomische wie Nightclub-Szene.

Gastown besitzt gleich zwei »Wahrzeichen«: die Statue des berühmt berüchtigten Stadtgründers Gassy Jack auf einem Whiskyfaß (Maple Tree Square) und seit 1977 auch die Steam Clock (Water & Cambie Streets), die viertelstündlich pfeift und stündlich Dampf abläßt. Sie wird von einem zentralen Dampfheizungssystem der Gastown angetrieben.

Indian Art

Ein paar Schritte neben der Steam Clock befindet sich der Laden Hill’s Native Art (165 Water St.; www.hillsnativeart.com), dessen Ausstellung indianischen Kunsthandwerks absolute Spitze ist. Leider gilt das auch für die Preise. Aber gucken kostet nichts.

Chinatown

An Gastown grenzt südöstlich die Chinatown (Hauptbereich: Pender St zwischen Carrall und Gore St.; www.vancouver-chinatown.com). Sie ist heute nicht mehr das Zentrum der Chinesen, die überall in der Stadt (aber hauptsächlich in Richmond) ihre modernen Einkaufszentren und Supermärkte besitzen. Die Atmosphäre des Viertels ist dennoch (und trotz des Tourismus) noch relativ authentisch. Tagsüber kann man dort in verwinkelten chinesischen Läden stöbern und in vielen Restaurants die fernöstliche Küche in unverfälschter Form probieren. Der Handel spielt sich großenteils auf der Straße ab; die Auslagen der vielen einfachen Lebensmittelshops sind ein Fest für die Augen. Nach Ladenschluß ist Chinatown aber reizlos. Die Restaurants schließen früh, viele vermögende Chinesen sind weggezogen.

Chinese Garden

Der kleine Dr. Sun Yat-Sen Classical Chinese Garden, 578 Carrall St (Mitte Juni-August täglich 9.30-19 Uhr, sonst 10-18 Uhr, Eintritt $9; www.vancouverchinesegarden.com) ist eine Idylle inmitten von Geschäftigkeit. Der Garten bildet zwar einen Kontrast zu Beton- und Glasstrukturen der City, aber der Eintritt ist doch recht hoch.

Nebenan befindet sich das Chinese Cultural Centre Museum (555 Columbia St), in dem oft Kunstausstellungen laufen, und ein freier Chinese Garden, der es auch tut.

Granville Island 

Südlich der City mitten in der Bucht False Creek unter der Granville Bridge, liegt Granville Island. Die 1913 aufgeschüttete künstliche (Halb-)Insel diente bis in die 1970er-Jahre hinein als Industriestandort. Auf dem einst unansehnlichen Areal eröffnete 1979 in alten Lagerhallen und Fabrikgebäuden der Granville Island Public Market (täglich 9-19 Uhr) zunächst überwiegend für landwirtschaftliche BC-Produkte. Später erweiterte sich Granville Island zu einem großen Komplex mit zahlreichen Restaurants, Kunstgalerien und dem Emily Carr Institute, einer Kunsthochschule. Mit einem schicken Yachthafen, einem Park samt Abenteuerspielplatz, Wohnquartieren an und auf dem Wasser sowie dem Granville Island Hotel mit eigener Hausbrauerei (Dockside Brewery, Tel. (604) 685-7070; www.granvilleislandhotel.com) bietet die Insel heute ein facettenreiches Ambiente. Auf den Restaurantterrassen und an Food Stands gibt’s Genüsse aus aller Welt mit Blick auf die Vancouver Skyline.

Im Granville Island Information Centre (www.granvilleisland.com) beim Waterfront Theatre erhält man Lageplan und viel Werbung zu Shopping, Restaurants, Kneipen und Aktivitäten.



Aquabus nach Granville Island

Von einer Anfahrt mit dem eigenen Auto (unterhalb der Granville Bridge über die W 2nd Ave auf die Anderson St) ist abzuraten, da die Parkplätze auf Granville Island und in der Umgebung regelmäßig überfüllt sind. Von der City nimmt man am besten den Aquabus (Anleger Hornby Street am Nordende der Burrard Bridge oder Davie St in Yaletown; www.theaquabus.com) oder die Falls Creek Ferries (ab Aquatic Centre; www.granvilleislandferries.bc.ca) hinüber zur Anlegestelle am Public Market (beide Pendelverkehr alle 5 min Mitte Mai bis Labour Day tägl. 6.30-21.30 Uhr, sonst kürzer, ab $2,50 one-way; $11 Tagespass.

Tipp: Aquabus von Yaletown bis English Bay kurz vor Sonnenuntergang, wenn die »City of Glass« diamanten funkelt.

Vanier Park

Ebenfalls am jenseitigen Ufer des False Creek eingangs der English Bay liegt der Vanier Park, der den Gebäudekomplex Vancouver Museum mit Space Centre (1100 Chestnut St) und Maritime Museum beherbergt. Zu Fuß sind es vom Aquatic Centre über die Burrard Bridge dorthin nur 15 min. Der kostenlose Parkplatz vor dem Museum hat viel freie Kapazität.

Geschichtsmuseum in Vancouver

Das Vancouver Museum (Juli-August tägl. 10-17, sonst Di-So 10-17 Uhr, Do bis 21 Uhr, $10; www.vanmuseum.bc.ca) informiert lebendig über die Geschichte British Columbias mit Schwerpunkt Vancouver. Der Besuch ist aber kein »Muß«. Das moderne Space Centre im gleichen Gebäude bietet Reisen durchs Weltall mit Bewegungssimulatoren Space- und Laser-Shows sowie interaktive Ausstellungen zur Raumfahrt (Juli + August täglich 10-17 Uhr, sonst Di-So 10-17 Uhr, $15; www.spacecentre.ca).

Maritime Museum in Vancouver

Mittelpunkt des benachbarten Vancouver Maritime Museum (1905 Ogden Ave), ist das originalgetreu restaurierte RCMPPatrouillenboot St.Roch steht (Ende Mai bis Anfang September täglich 10-17, sonst Di-Sa 10-17 Uhr, So ab 12 Uhr, $10; www.vancouvermaritimemuseum.com). Das kleine Holzschiff schrieb Seefahrtsgeschichte. Mit ihm wurde Anfang der 1940er-Jahre erstmalig die Nordwestpassage in beiden Richtungen bezwungen. Als das Boot nach Halifax/Nova Scotia verlegt wurde, führte die Reise durch den Panamakanal. Die St.Roch hatte damit als erstes Schiff ganz Nordamerika voll umrundet. Ansonsten bietet das betagte Museum indessen wenig.

False Creek/Science World

Am südöstlichen Rand von Downtown Vancouver liegt das ehemalige Expo-Gelände (1986) am False Creek zwischen Granville Bridge und Main Street, heute ein Gebiet massiver Stadterneuerung. Insbesondere im Trendviertel Yaletown am Nordende der Cambie Bridge findet man in den früheren Lagerhäusern gute Restaurants, Geschäfte und Kneipen.

Neben Sky Train, BC Place Stadium und der Plaza of Nations blieb nur das Expo Center von der 1986er-Weltausstellung übrig (1455 Quebec St an der Sky Train Station Main Street). Es beherbergt das naturwissenschaftliche Museum Telus World of Science; www.scienceworld.ca. Sehr anschaulich; täglich 10-17 Uhr, Sa/So bis 18 Uhr; $16, mit Besuch des Omnimaxkinos $21.

Omnimax

Zum Gebäudekomplex gehört der auffällige Geodesic Dome, eine kreisrunde Konstruktion nach Art des Brüsseler Atomiums. Drinnen gibt es ebenfalls ein Omnimax-Kino ($10). Das Innere der Kugel dient als riesige Projektionsfläche. Programminformation/Zeiten der Vorstellungen unter Tel. (604) 443-7440.

BC Place Stadion

Das BC Place Stadium, ein über 60.000 Zuschauer fassendes geschlossenes Stadion mit einer – bei Fertigstellung 1983 – neuartigen Zeltkonstruktion als Dach, liegt beim ehemaligen Weltausstellungsgeländes zwischen Pacific Blvd und Robson St. Dazu gehört die BC Sports Hall of Fame and Museum (Eingang Gate A); täglich 10-17 Uhr, Eintritt $10; www.bcsportshalloffame.com.