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Temperaturen in Kanada

Ein Sonnenaufgang in Kanada
Ein Sonnenaufgang in Kanada

Pazifikregion

Das Klima in der Pazifikregion wird von relativ milden Luftmassen geprägt. An der Küste sorgt die Nordamerikaströmung nicht nur im Süden von Britisch Columbia, sondern auch in der Inside Passage Alaskas für moderate Wintertemperaturen oberhalb der Frostgrenze. So hat Anchorage ungeachtet seiner nördlichen Position ähnliche Wintertemperaturen wie Ottawa. Das angenehmste Klima besitzt Victoria auf Vancouver Island: es erfreut sich milder Winter und durchweg warmer und sonniger Sommer mit zahlreichen Tagen im Juli und August, an denen 25°C und mehr gemessen wird.

British Columbia

Während Wolkenfelder an den windzugewandten Seiten der Gebirge auch im Sommer häufig kühle Witterung und Regen mit sich bringen, ist es in geschützten, windabgewandten Regionen wie dem Okanagan oder dem unteren Fraser Valley von Mai bis September sehr warm, im Sommer mit Temperaturen von oft über 30°C sogar heiß. Im Mai/Juni muss man im Küstenbereich und in Höhenlagen mit Temperaturen von im allgemeinen unter 20°C rechnen. Im Sommer ist es auch an der Küste und in den Bergen warm, vorausgesetzt, die Sonne scheint. Im Herbst wird es bei tagsüber oft angenehmen Temperaturen nach Sonnenuntergang rasch kühl.

 

 

Prärien

Östlich der Rocky Mountains, der Klimascheide des westlichen Canada, prägen kalte Winter und warme Sommer mit Temperaturen über 30°C das Bild. Verantwortlich für das Wettergeschehen im Zentrum des Landes ist das »Kanadische Hoch«, das kontinental- arktischen Luftmassen aus dem Norden den ungehinderten Zugang nach Süden bis tief in die USA hinein verschafft. Da es keine von Ost nach West verlaufenden Gebirgszüge gibt, die sie aufhalten, bestimmt das Canadian High bis tief in die USA hinein die trockene Witterung. Die Folge davon sind um ca. 20°C tiefere Wintertemperaturen als in Europa auf demselben Breitengrad.

Im Sommer verzeichnen die Prärien oft wochenlang stabile Hochdruckwetterlagen, die bisweilen von Gewittern unterbrochenwerden. Sonnigster Punkt Canadas ist Estevan im Südosten von Saskatchewan mit jährlich 2.537 Std. Sonnenschein. Verantwortlich dafür ist ebenfalls das Canadian High. Es bewirkt selbst im Norden der Provinzen im Juli und August Tagestemperaturen von meist deutlich über 20°C und lässt das Thermometer nahe der Grenze zu den USA auf Höhen ansteigen, die in Canada sonst nur das Okanagan Valley registriert.



Hoher Norden

Die sommerlichen Temperaturen im hohen Norden sind wegen der langen Dauer des Sonnenscheins (nördlich des Polarkreises zum Sommeranfang rund um die Uhr) erstaunlich hoch. Bei klarem Wetter erreichen sie im Juli/August meist über 20°C, bisweilen auch 30°C und mehr.
Allerdings gilt dies nicht für den Einflussbereich der Hudson Bay. Neun Monate des Jahres schiebt sich vom Eispanzer der Bucht ein Kältekeil über das kanadische Festland, der auch im Sommer seine Wirkung nicht ganz verliert. Da die kalte Luft wenig Feuchtigkeit aufnimmt, fallen im Norden erheblich geringere Regen- und Schneemengen als in allen anderen Regionen Canadas.

 

Ontario

Im zentralen Ontario und weiter östlich besitzt das Canadian High nur begrenzten Einfluss. Feuchtwarme tropische Luft aus der Karibik und dem Golf von Mexiko dringt von Mai bis Oktober oft bis ins südliche Canada vor. Schwülwarmes Wetter ist die Folge. Die durchschnittlichen Höchsttemperaturen von bis zu 27°C im Juli/August etwa in Südontario liegen weit über den Mittelwerten in Deutschland. Die Winter sind dort andererseits kalt und schneereich.

Die folgende Übersicht zeigt durchschnittliche Temperaturen an ausgewählten Orten während der Hauptreisemonate:

Temperaturtabelle für Kanada
Temperaturtabelle für Kanada