Suche innerhalb von reisebuch.de

Makler auf Mallorca


Alles über Immobilien, Seite 3

<<< zurück zur vorherigen Seite

Makler auf Mallorca

Die großen Maklerfirmen brauchen sich nicht zu verstecken. Bei ihnen wissen Sie in der Regel, mit wem Sie es zu tun haben. Wenn Sie einen Makler mit der Suche nach einem geeigneten Objekt beauftragen, wählen Sie jemanden/eine Firma, der/die sich in ihrer Wunschgegend und bei der von Ihnen angepeilten Immobilienart (Grundstück, Apartment, Villa) besonders gut auskennt. Mallorca ist zwar nicht groß, aber auch nicht so klein, dass jeder Vermittler in jedem Ort und auf jedem Gebiet gleich gut sein kann. Einige haben sich schon spezialisiert, wie z. B. First Mallorca auf den Südwesten.

Die Firmen Kühn & Partner, Engel & Völkers wie auch mehr und mehr Minkner & Partner sind mit einer ganzen Reihe von Büros in allen Ecken der Insel zu finden.

Weitere Infos unter:
www.minkner.com
www.firstmallorca.com
www.mallorcaimmoservice.com
www.kuhn-partner.com
www.engelvoelkers.com

Da Immobilienmakler ihre Angebote nur in wenigen Fällen exklusiv vertreten, rangeln oft mehrere Personen/Firmen um ein und dasselbe Objekt. Nicht wenige sind Trittbrettfahrer, die sich – wie erwähnt – Objekte aus Anzeigen »besorgen« und dann als »ihre eigenen« anbieten. Solche »Makler« müssen vor einer Besichtigung noch »ganz dringend« telefonieren, weil sie die Schlüssel für das Haus/Apartment leider »vergessen« haben. Der Kollege, der dann die Schlüssel bringt (wenn er das Spiel nicht ablehnt), ist der eigentliche, vom Verkäufer beauftragte Makler.

Unseriös, aber vom Käufer kaum zu durchschauen, ist auch folgende vor allem bei steigenden Preisen beobachtete Arbeitsweise: Der Verkäufer fordert z.B. als Kaufpreis €600.000 inkl. einer Kommission von 5% (= €30.000!). Daraufhin bietet der Makler an, ggf. einen noch höheren Preis zu erzielen und dann den Mehrerlös zu teilen. Kann das Objekt dann tatsächlich für z.B. €650.000 verkauft werden, verdient der Vermittler weitere €25.000.

Seriöse Intermediarios beraten Sie fair und helfen Ihnen, ein Objekt zum günstigsten Preis zu bekommen, indem Sie ggf. signalisieren, dass im Kaufpreis noch »Luft« ist. Sie machen auch keine unhaltbaren Versprechungen, etwa: »Auf diesem Grundstück dürfen sie z. Zt. zwar keine 250 m² Wohnfläche errichten oder einen Anbau an die bereits bestehende Finca machen, aber wir kriegen das mit meinen Beziehungen schon hin«. Darauf hat sich schon mancher Käufer eingelassen. Wenn dann später Probleme mit der Genehmigung kommen, kann sich dieser Makler garantiert an nichts mehr erinnern.

API- oder GIPES-Registrierung

Der seriöse Makler wird Sie Ihnen ohne weiteres nennen, während der unseriöse Kollege versuchen wird auszuweichen (theoretisch sind alle Makler verpflichtet, die Nummer vor Beginn ernsthafter Verhandlungen unaufgefordert zu präsentieren). Die Kammern achten auf korrekte Arbeit ihrer Mitglieder und sind Anlaufstellen für die Kunden bei eventuellen Problemen. Aber die Zugehörigkeit ist natürlich keine Garantie, dass immer alles einwandfrei abläuft.

Besichtigungen

Besichtigungen werden wie überall auf der Welt von Vermittlern am liebsten so gelegt, dass die Lichtverhältnisse für das jeweilige Objekt möglichst günstig sind. Achten Sie daher auf die Himmelsrichtungen, um zu erkennen, ob und wann Wohnzimmer und/oder Garten im Schatten liegen. Unternehmen Sie unbedingt möglichst viele Besichtigungen, damit Sie Erfahrung sammeln. Am Besten ist, Sie nehmen einen Freund oder spanischen Bekannten mit, der zudem »Ahnung« von Immobilien hat.

Lassen sie sich in keinem Fall zum übereilten Vertragsschluss drängen durch Hinweise wie: »Da gibt es noch andere interessenten, die (auch) so gut wie zum Kauf entschlossen sind«. Das stimmt nur in eher seltenen Fällen.

Komplettpreise von Bauträgern

Bauträger machen meist nur komplette Preisangaben; d.h. Haus und Grundstück werden zusammen angeboten. Sie können aber leicht nachrechnen, ob ein Preis in etwa angemessen ist, wenn Sie sich über die ungefähren Quadratmeterpreise einer Gegend informiert haben. Wenn Sie z.B. einen Grundstückspreis von 200€/m² zugrunde legen und Baukosten von z.B. 1800€/m² Wohnfläche ansetzen, so ergibt sich folgende Rechnung:
Grundstück 1.000 m² zu €200 = €200.000
200 m² Wohnfläche zu €1.800 = €360.000
Der angemessene Kaufpreis betrüge dann vielleicht €580.000 bis €700.000. Angeboten wird ein solches Haus fertig jedoch durchaus für €800.000 bis €900.000, speziell bei guter Lage mit Meerblick.

Checkliste für Immobilienkäufer

Bei der Besichtigung kommt es nicht nur darauf an, sich intensiv umzusehen, sondern auch die richtigen Fragen zu stellen:

  • Wie viel Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche hat die Wohnung bzw. das Haus?
  • Wie viel davon sind Terrassen?
  • Wie groß exakt ist das Grundstück?
  • Gibt es Pläne? (für Lage und Raumaufteilung)
  • Wie alt genau ist die Wohnung/das Haus?
  • Was wurde wann erneuert?
  • Welcher Wert steht in der escritura (im Grundbuch)?
  • Bei Grundstücken: Darf überhaupt gebaut werden, wenn ja, wieviel? Quadratmeter Wohnfläche maximal?
  • Wo ist die Genehmigung dafür?
  • Bei Musterhäusern: welche Ausstattung ist inklusive?
  • Gibt es ein Leistungsverzeichnis?
  • Bestehen Auflagen hinsichtlich des Baustils?
  • Ist der Verkäufer eine Privatperson oder eine Gesellschaft?

Geben Sie sich dabei nicht mit ungenauen Angaben zufrieden (mas ó menos z. B. hinsichtlich der Quadratmeteranzahl).