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Mallorcas Küche - mallorquinische Spezialitäten


Mallorquinisches Spanferkel
Mallorquinisches Spanferkel © Edition Sigloch Fotoarchiv

Da die mallorquinische Kochkunst im Folgenden über die Mallorca-Rezepte zum Nachkochen noch recht ausführlich zu Wort kommt, sollen zunächst die kulinarischen »Eckpfeiler« und Spezialitäten angesprochen werden, denen man (auch) auf Mallorca immer wieder begegnet, die aber nur zum Teil typisch mallorquínisch sind.

Wer jemals auf Mallorca einen Bäckerladen (Panaderia) oder eine Konditorei (Pasteleria oder Forn) betritt oder im Flughafen von Palma die Augen offenhält, der kann die Ensaimadas nicht übersehen. Dieses vom Gewicht her sehr leichte, mit Puderzucker bestreute schneckenartige Hefeteiggebäck ersetzt auf Mallorca traditionell das Frühstücksbrot.

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Tatsächlich schmeckt es frisch sehr gut, besitzt aber dank hohen Fettgehalts (Schweineschmalz) etliche Extra-Kalorien. Das gilt erst recht für die gefüllten Varianten: beliebt sind vor allem eine vanillepuddingartige Masse und Kürbismarmelade. Letztere zieht beim Essen goldfarbene Fäden, weshalb sie Cabello de los Angeles (Engelshaar) genannt wird.

Ensaimadas gibt es in nahezu unglaublichen Größen. Spezielle Schachteln dienen zu ihrem sicheren Transport. Kaum ein spanischer Mallorca-Urlauber verläßt ohne sie die Insel – für die Lieben daheim. Ensaimadas kann man auch noch bis kurz vor dem Abflug in Palmas Airport kaufen.

Typisch für Spanien insgesamt, und daher auch auf Mallorca – nicht nur – in Einheimischen-Lokalen allerorten zu finden, sind die Tapas. Diese delikaten Appetithappen in vielerlei Form und Zubereitung von gefüllten Oliven über Fleischbällchen und kleinere Tintenfische (pulpos) bis zur marinierten Sardine werden nach Auswahl an der Tapatheke heiß und kalt serviert.

Zum Ausprobieren des »Sortiments« kann man Tapas Variadas ordern, was bewirkt, daß der Ober (Camarero) ein kleines Tellerchen mit fünf bis sechs verschiedenen Tapatypen und Weißbrot bringt. Besser ist aber der persönliche Gang zur Tapatheke und die individuelle Auswahl, will man »ganz falsche« Sorten vermeiden.

Dank der öligen Zubereitung ersetzt eine Portion Tapas ohne weiteres eine kleine Mahlzeit. Tapas besitzen überdies den ganz wesentlichen Vorzug, für die kleine Pause zwischendurch sofort verfügbar zu sein. Mit ihnen schmeckt das Glas Rotwein oder das einheimische Bier gleich doppelt so gut. In der Markthalle (werktags bis 13/14 Uhr) an der Plaça Olivar in Palma gibt es an mehreren Ständen besonders frische Tapas.

Oben wurde schon gesagt, in welcher Art von Lokalen Tapas vorzugsweise gereicht werden. In Arenal , Peguera und Cala d'Or ist es deshalb schwierig, Kneipen mit einer guten Tapatheke ausfindig zu machen, wohingegen man in Palma, vor allem außerhalb des Zentrums, an jeder Ecke auf sie stößt. Im Inselinneren führt mindestens eine der Kneipen rund um die jeweilige Dorfplaça Tapas.

Obschon die Paella mit vollem Namen Paella Valenciana heißt und damit eindeutig ihren festländischen Ursprung verrät, ist sie doch auch aus der mallorquinischen Gastronomie nicht wegzudenken. Zumindest gilt das für die meisten Restaurants, die von Touristen frequentiert werden. Egal, ob dort ansonsten die nationale Küche hochgehalten wird oder nicht. Denn die Ausländer erwarten nun mal in Spanien das Nationalgericht auf der Karte. Und deshalb zierte die Paellapfanne auch lange den Titel dieses Buches: sie ist nicht typisch für die lokale Kochkunst, aber durchaus für den kulinarischen Genuß während eines Mallorcaurlaubs.

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