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Das Highlight von Alaró sind die wildromantisch gelegenen Ruinen der gleichnamigen Burg, die über eine weit nach oben führende Fahrstraße und einen kurzen Fußmarsch relativ leicht erreicht werden können: ca. 500 m hinter dem Ortsausgang in Richtung Orient weist das Schild Castell d`Alaró/Es Verger den Weg zur alten Burg.

Die ersten 3-4 Kilometer durch eine Terrassenlandschaft voller Olivenbäume unterhalb des Burgbergs sind geteert und in problemlos befahrbarem Zustand. Auf dem restlichen Straßenstück bis zur Finca Es Pouet (ca. 1,5 km) wurden die Schlaglöcher über Jahre mit Zement derart ausgegossen, dass mittlerweile flickenteppichartig eine durchgehend befestigte, poltrige Piste existiert, die nun selbst bei Nässe von jedem Pkw bewältigt wird.



Das historische Datum der christlichen Rückeroberung Mallorcas am Silvestertag des Jahres 1229 bezieht sich nur auf den Fall der Hauptstadt. Der Rest der Insel wurde erst nach und nach unter Kontrolle gebracht. Die bereits damals existierende und als uneinnehmbar geltende Burg auf dem Hochplateau von Alaró etwa hielt sich noch über 2 Jahre, bevor ihr Befehlshaber sie 1231 wegen Nahrungs- und Wassermangels kampflos den Arabern übergab. In christlicher Hand wurde die Burg 1285 einmal mehr Schauplatz einer Belagerung, als die königstreuen Kommandeure Cabrit und Bassa dem Angriff des Mallorca-Usurpators Alfons von Aragon ausgesetzt waren. Auch sie gaben nur nach Aushungerung auf. Wegen Verhöhnung des späteren Siegers während der Kämpfe erging es den beiden – später zu mallorquinischen Volkshelden erhobenen – Verteidigern schlecht: sie wurden lebendigen Leibes in Palma verbrannt. Ihre Urnen stehen bis heute in Palmas Kathedrale La Seu.