Suche innerhalb von reisebuch.de

Die schönsten Wanderungen zwischen Sant Elm und Alcudia



Wandern auf Mallorca

Über 25 Jahre lang sind Paco und Dorothea Ponce von Sóller aus mit Gästen des deutschen Veranstalters Neckermann durch die romantische Bergwelt im Westen Mallorcas gewandert. Während dieser langen Erfahrung mit Wanderurlaubern haben sie immer wieder festgestellt, dass sich viele von ihnen vor der Reise kaum eine Vorstellung von der einsamen Gebirgslandschaft Mallorcas machen konnten, von malerischen Wanderwegen durch Steineichenwälder und Gipfeln 1000 m über dem Meer.



Umso erstaunter und begeisterter waren unsere Gäste immer, wenn sie das »andere« Mallorca der grünen Täler und kargen Höhenzüge, der Bergdörfer und Burgruinen kennenlernten. Die Qualitäten dieser vom Massentourismus abgekehrten Seite der größten Baleareninsel haben sich herumgesprochen. Und so sind die Angebote für Wanderferien auf Mallorca wie auch für Tagestrips zahlreicher geworden und werden stark gebucht.

Viele Urlauber wollen aber gar nicht organisiert wandern, sondern lieber auf eigene Faust zu Zeiten und Zielen, die sie selber bestimmen. An sie wendet sich dieser Wanderbeileger.

Wir haben aus einer Vielzahl von möglichen Routen einige herausgesucht, die reizvoll und »unproblematisch « zugleich sind, d.h., weder in Bezug auf den Schwierigkeitsgrad der Strecke noch auf die Orientierung sehr bzw. zu hohe Anforderungen stellen. Sie lassen sich ausnahmslos ohne einen ortskundigen Wanderführer durchführen.

Aber bevor es losgeht, möchten wir dem Leser noch ein paar wichtige Hinweise und Regeln mit auf den Weg geben:

Wer Wanderungen ins Hinterland Mallorcas plant, muß wissen, daß sich der Großteil des Landes – auch so abgelegene und unwirtliche Regionen wie die Gipfelbereiche der höchsten Berge (Teix, Massanella, L’Ofre etc.) – in Privatbesitz befindet.

Man mag dies bedauern, aber es ist ein nicht zu änderndes Faktum, das im übrigen einen ganz interessanten historischen Hintergrund hat: mit der Rückeroberung der Insel durch die Christen (in den Jahren 1229/30) wurden die Ländereien Mallorcas gemäß Rang, Stand und Bewährung auf dem Schlachtfeld den überlebenden Siegern zugeschlagen.

In Anbetracht der begrenzten Landmasse bezog man bei der Verteilung auch unfruchtbare, damals eher »wertlose« Areale in den Bergen mit ein. Die damit geschaffenen privaten Eigentumsverhältnisse haben sich bis heute mehr oder weniger erhalten.

Lange Zeit fehlten auch verlässliche Wanderkarten und Wegmarkierungen, was mit der Weigerung von Grundeigentümern zu tun hatte, bei deren Anfertigung »mitzuspielen«. Einige von ihnen dulden die Überquerung ihrer Gemarkungen nicht. Manch schöner Weg bleibt (zumindest individuellen) Wanderern deshalb verschlossen.



Gelegentlich werden auch Gebühren erhoben (Massanella). Beim Wechsel von Eigentumsverhältnissen oder auch durch Sinneswandel der Grundbesitzer kommt es aber immer mal wieder zu Veränderungen – sowohl mit für Wanderer positivem, als auch mit negativem Ergebnis, also der Sperrung bislang offener Wege.

Mancher Wanderführer von Mallorca, der nicht laufend überarbeitet wird, beschreibt deshalb die eine oder andere aktuell nicht mehr erlaubte Route. Dort läuft man als nichtsahnender Tourist in Gefahr, aufgebrachten Grundbesitzern und ihren Hunden gegenüberzustehen. Wir raten dem Leser, vorsichtig zu sein beim Nachvollziehen von »Abenteuerrouten« und sich zunächst zu vergewissern, ob der angepeilte Weg, wie beschrieben, begangen werden darf.

Unter dem Eindruck steigender Zahlen gibt es einen wachsenden Widerstand einiger betroffener Grundbesitzer gegen den Wandertourismus als solchen und speziell auf nicht-autorisierten Pfaden.

Nächste Seite >>