Suche innerhalb von reisebuch.de

Mosaikfliesen in Petra / © RKH-Verlag
Mosaikfliesen in Petra / © RKH-Verlag Grundmann GmbH

Junípero Serra

Wäre nicht 1713 der spätere Franziskanermönch Junípero Serra in Petra geboren worden, das Städtchen 5 km nördlich der Straße #715 zwischen Vilafranca und Manacor (seit kurzem wieder mit Bahnstation am Nordrand der Stadt) würde kaum beachtet.

So aber verfügt es über ein interessantes restauriertes Museum, das dem Wirken des Fray Junípero auf seinem Weg von Mexico bis zum heutigen San Francisco gewidmet ist. Diesem Mann und seinen Ordensbrüdern dankt man in Amerika die Gründung von 21 Missionsstationen in Kalifornien, die sich zu Städten entwickelten, von denen viele ihren spanischen Namen bis heute behielten (Los Angeles, Santa Barbara, San Luis Obispo, San José u.a.).

Junípero Serra selbst gilt u.a. als Gründer San Franciscos, seine Büste schmückt das Capitol in Washington. 1776, das Gründungsjahr der Missionsstation San Francisco de Assisi, war zugleich das Jahr der Ausrufung der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika. Und so erinnerte man sich 1976 zur 200-Jahr- Feier der USA der Heimatstadt des Paters und schickte Dollars, nachdem man vom desolaten Zustand des kleinen in privater Initiative nur mühsam durchgehaltenen Museums gehört hatte.

 

Museum

Das Museu Junípero Serra befindet sich in der Carrer Barracal (#6-10), die parallel zur schmalen Hauptstraße (Carrer Mayor) durch den Ort läuft. Zwischen beiden liegen auf Höhe des Museums die Kirche St. Bernardi (10-12.30 Uhr und 16-17.30; klingeln!) und eine hübsche Passage mit Bildtafeln der Stationen des größten Mannes der Stadt. Das Museum wird nur bei Voranmeldung geöffnet; Tel. 971 561149. Man kann aber auch in der Carrer P. Miguel #2 klopfen (vom Museum ca. 100 m entfernt nördlich) und um Einlass bitten. Eintritt ist frei, erwartet wird eine Spende ab €3/Person.

Es Celler

Das Restaurant Es Celler (Wegweiser überall im Ort; Carrer de Hospitalet, 200 m von Sant Bernardi entfernt) wirkt immer noch weniger durchgestylt als die Celler in Inca. Grillfleisch wird dort (bei kühler Witterung) auf der Glut einer von hölzernen (!) Schiebetüren verschlossenen Feuerstelle fertiggegart. Moderate Preise. Eine hübsche Alternative bietet der Innengarten des Restaurants Sa Plaça an der kleinen ganz mit Tischen und Stühlen mehrerer Lokale ringsum vollgestellten Doppelplaça des Ortes. Auch die Küche von Sa Plaça hat einen guten Ruf; gehobenes Preisniveau.



Wein aus Petra

Über den lokalen Bereich hinaus verkaufter Wein aus Petra kommt meist von der Winzerei Oliver. Wie alle anderen Weine aus der zentralen Ebene führt er die Ursprungsbezeichnung Pla i Llevant de Mallorca. Mitten in Petra betreibt Oliver einen Laden: Carrer Sa Font 26, geöffnet Mo-Fr 10-13.45 Uhr und 15.30-18 Uhr, im Juli/August 10-15 Uhr; Tel. 971 561117; www.miqueloliver.com.

Ermita de Bon Any

Vom südlichen Ortsausgang zweigt die (asphaltierte) Zufahrt zur Ermita de Nostra Senyora de Bon Any auf einer bewaldeten Anhöhe ab. Sie ist eine der schöneren Wallfahrtsanlagen Mallorcas. Neben dem Gebäudekomplex mit der (drinnen) fast überladenen Kapelle beeindruckt in erster Linie der Panoramablick über Petra und den Nordosten der Insel. Auf dem Vorplatz laden schwere Steintische und -bänke unter schattigen Bäumen zum Picknick ein (man muss die Utensilien dazu aber vom Parkplatz einige Stufen hochtragen). An Wochenenden gibt es hier viele mallorquinische Ausflügler, aber an Werktagen sieht man nur wenige andere Besucher. Toiletten und Wasser vorhanden. Zur Ermita gehört auch eine einfache Herberge, in der jedermann übernachten darf; Anmeldung ratsam: Tel. 971 561101.

Grundmann Mallorca