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Immobilienpreise auf Mallorca


Das gestiegene Tarifniveau für die Miete von Ferienapartments oder ganzen Fincas auf Mallorca hat nicht zuletzt seine Ursache in rasant gestiegenen Preisen für Immobilien. Auf Mallorca konnte nichts falsch machen, wer im neuen Jahrtausend bis 2007 irgendeine Immobilie erwarb.Dann kam die Krise.

In 5 Jahren waren früher 100% Wertsteigerung locker zu realisieren, im Einzelfall auch schon nach 3 Jahren. Beim bis 2008 erreichten Angebotspreisniveau, das ohne weiteres München und Umgebung übertraf, fragte man sich, wer denn bloß €200.000 für 60 m² im 3. Stock einer Durchschnittsanlage 200 m vom Meer entfernt zahlt, selbst wenn man vom Balkon aus ein bisschen Wasser sieht. Oder auch über €1 Mio für ein – nach unseren Begriffen – eher einfach gebautes Einfamilienhaus (hier »Finca« genannt) mit 200 m² Wohnfläche und Minipool auf 3000 m² nur durch Dauerbewässerung und mit viel Arbeit oder Gärtner in Schuss zu haltendem Grundstück weit ab von einem Ort? Vor allem, wie zahlt diese Preise ein Mallorquiner bei Löhnen und Gehältern weit unter denen in Deutschland? Denn auch das Wohnen in den Dörfern jenseits des Tourismus und in Palmas Vororten ist kaum billiger, als hier im Beispiel aufgeführt.

Dass der Markt »überhitzt« war, zeigten die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossenen Maklerbüros auch noch im letzten Dorf mit Fenstern voller Objektfotos. So ein Büro ist ggf. schon bei zwei erfolgreichen Vermittlungen im Jahr lukrativer als eine kaufmännische Angestelltentätigkeit mit 250 Arbeitstagen à 8 Stunden..

Da sich im Schnitt die von Ausländern gehaltenen Mallorca-Immobilien in 7 Jahren einmal »drehten«, benötigte man einen stetigen Nachschub an Neukäufern. Blieb der einmal aus, konnte der Markt rasch zusammenbrechen. Was dann mit der Finanzkrise in 2007/08 auch mehr oder weniger eintrat.

Wer heute kauft, geht weiterhin ein recht hohes Risiko ein - wie an der Börse. Lohnen tut sich die eigene Immobilie auf Mallorca ohne realisierten Spekulationsgewinn - der in Spanien immer zu versteuern ist, egal wie lange man die Immobilie hält - sicher nicht mehr, auch nach Preisrückgängen von 30% und mehr!

Laufende Kosten und Grundsteuern sind hoch. Und die Verzinsung des eingesetzten Kapitals allein entspricht schon bei mittleren Objekten Summen, mit denen man wunderbar monatelang immer wieder anderswo Urlaub machen könnte, mit full-service und ganz ohne Garten- und Reparaturarbeiten.